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Arcam CDS50 Test: SACD-Player, Audio-Streamer, D/A-Wandler

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Arcam CDS50 Test: SACD-Player, Audio-Streamer, D/A-Wandler

Arcam meldet sich mit einem neuen Kombigerät aus SACD-Player und Audiostreamer zurück. Der Arcam CDS50 liest CDs und Super-Audio-Scheiben, streamt Musik vom Computer oder Netzwerkfestplatten und greift auf Internetradiosender und beliebte Musikstreaming-Dienste zu. Wie sich der Multiplayer in der Praxis schlägt, lest Ihr im Arcam CDS50 Test.

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Arcam CDS50 Test

Arcam CDS50 Test CD-Player Arcam CDS50 SACD-Player

Platz schaffen im HiFi-Rack und es doch mit zahlreichen Funktionen vollpacken – das ist der Arcam CDS50. Im Vergleich zu vorherigen Geräteserien kommt dieser im neuen, modernen Design und ist doch unverkennbar ein echter Player aus der HiFi-Schmiede in Cambridge.

Das graue Frontpanel, die silbernen Tasten und das blaue LED-Display gehören zum bekannten Corporate-Design von Arcam. Daran hat sich auch nach über 40 Jahren Firmendasein nichts geändert.

Trotzdem wirkt der Arcam CDS50 in seinem schlanken Gehäuse mit geschwungener Frontblende deutlich moderner. Die Verarbeitungsqualität des SACD- und Netzwerkplayers ist gewohnt hoch und die Vorderseite des Aluminiumchassis frei von störenden Schrauben.

Analog- und Digitalanschlüsse

Arcam CDS50 Back Arcam CDS50 Anschlüsse

Ein CD- oder Netzwerkplayer braucht normalerweise nicht mehr als ein Paar Ausgänge, um sich mit dem nächstgelegenen Verstärker zu verbinden – der Arcam CDS50 bringt gleich zwei davon mit. Einer ist ein asymmetrischer Cinch-Anschluss für den Großteil aller Verstärker. Der zweite ist ein symmetrischer Ausgang mit XLR-Buchsen, der oft nur an professionellen Geräten zu finden ist und für eine störungsresistente Signalübertragung sorgen soll.

Zusätzlich bietet der Arcam CDS50 zwei Digitalausgänge – einen im Koaxial- und einen im TOSLINK-Format. Damit lässt sich der SACD-Player und Netzwerkstreamer mit einem AV-Receiver oder Verstärker, wie dem Arcam SA20, koppeln oder um einen externen D/A-Wandler erweitern. Dieser sollte allerdings von besonders hoher Qualität sein, denn der verbaute ESS9038-Delta-Sigma-DAC von ESS Sabre arbeitet bereits mit einer Signalauflösung von 32 Bit und 192 Kilohertz (kHz).

Besonderheit: Der Arcam CDS50 bringt gleich noch zwei Digitaleingänge mit und dient damit auch als D/A-Wandler für externe Geräte. Der optische Input verarbeitet Signale bis 32 Bit / 96 kHz, der Koax-Eingang bis 32 Bit / 192 kHz.

Über einen USB-Anschluss auf der Rückseite nimmt der Arcam CDS50 auch externe Speichermedien auf. Einfach im Menü den Media Browser öffnen, „USB“ anwählen und schon lässt es sich durch die enthaltene Musiksammlung navigieren.

Im Arcam CDS50 Test konnte ich erfolgreich die Formate AIFF, FLAC, WAV und OGG in einer Auflösung bis 24 Bit / 192 kHz sowie MP3, AAC und WMA abspielen – und das von Daten-Discs, via USB und aus dem Netzwerk. Das verbaute Disc-Laufwerk versteht die Formate SACD, CD-A, CD-R und CD-RW.

Bedienung

Arcam CDS50 Tasten auf der Gerätefront zur Steuerung Arcam CDS50 Fernbedienung

Die Einbindung des Arcam CDS50 ins Netzwerk gelingt entweder über ein Ethernet-Kabel mit Verbindung zum Internetrouter oder bequem über WLAN mit der beiliegenden Stabantenne. Bei kabelloser Verbindung einfach das Netzwerk auswählen, Internetpasswort eingeben und loslegen. Mit Kabelverbindung geschieht die Einrichtung von selbst.

Zunächst lade ich mir die Arcam Musiclife App auf mein iPhone. Ein Blick in den konkurrierenden Google App Store zeigt, dass es die Anwendung aktuell nicht für Android-Geräte gibt.

Mit Hilfe der App steigt der Funktionsumfang des Arcam CDS50 noch einmal erhebich an. Hier finde ich die Streamingdienste Tidal, Napster, Qobuz und Deezer über die Api-Integration von Airable, kann Tausende Internetradiosender streamen, Musik direkt über Highresaudio.com kaufen und greife via UPnP/DLNA-Protokoll auf meinen Computer und Netzwerkfestplatten zu.

Die Arcam Musiclife App läuft flüssig, zeigt Titelinformationen und Albencover an. Für die grundlegende Gerätesteuerung liegt dem Player aber auch noch eine klassische Fernbedienung bei.

Hörtest

Arcam CDS50 Review Hörtest

Für den Hörtest verbinde ich den Arcam CDS50 mit dem Stereo-Verstärker Arcam SA20 aus der gleichen Serie. Der SACD-Player spielt kräftig mit viel Körpereinsatz, er klingt mitreisend und liefert genügend Punch im Bass.

Kurze Dynamikspitzen werden auf den Punkt serviert. Der Arcam-Player reagiert schnell auf Lautstärkesprünge, die vor allem bei Hi-Res-Material mit ausreichend Dynamikreserven zur Geltung kommen. Kurz angespielte Noten klingen präzise und werden umgehend abgeliefert.

Basslinien klingen knackig, strukturiert und vermitteln ein ausgeprägtes Rhythmusgefühl.

Der Arcam CDS50 versteht es ebenso, den Raum zwischen den Instrumenten sauber darzustellen. Er liefert eine gute Durchhörbarkeit in der Feinauflösung und bietet eine genaue Lokalisation von Instrumenten.

Der Mitteltonbereich klingt ausgewogen, mit schönen Stimmen und viel Charakter. Das gilt sowohl für komprimierte Songs als auch für Titel von SACD und HD-Streamingdiensten. Mit seinem luftigen Klangbild kann der neue Arcam-Player in Verbindung mit dem SA20-Verstärker voll überzeugen.

Zusammengefasst

Wer auch in Zukunft nicht auf die Wiedergabe von CDs verzichten will, dabei jedoch offen für die Welt des Streamings ist, erhält mit dem CDS50 von Arcam das passende Kombigerät. Die App funktioniert anstandslos, ist intuitiv zu bedienen und bietet Zugriff auf Netzwerkfestplatten und Hi-Res-Streamingdienste. Mit seinen Digitaleingängen lässt ich der Arcam-Player auch als DAC verwenden und frischt auch ältere Geräte mit seinem mitreisenden, dynamischen Klang auf. Ein Hörtest beim nächstgelegenen Händler wird empfohlen.

Arcam CDS50 Preis: EUR 849,00

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Arcam CDS50 Review

9.1 Punkte
Design / Verarbeitung9
Aufbau / Einrichtung9.5
Funktion / Zubehör9
Klang9
Preis / Leistung9

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