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Bang & Olufsen Beoplay H7 Test

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Bang & Olufsen Beoplay H7 Test: Design-Ikone

Bang & Olufsen sind schon seit jeher ein Inbegriff für die Symbiose aus Design und hervorragender Technik. Die Beoplay-Serie bildet hier keine Ausnahme und fördert unter dem Kürzel H (wie Headphones) eine Reihe an Kopfhörern für verschiedene Anwendungsszenarien zutage. Der uns vorliegende Bang & Olufsen Beoplay H7 ist ein kabelloser Kopfhörer für unterwegs, mit Freisprechfunktion und Touch-Bedienung. Wie es sich anfühlt, wenn Lifestyle und Technik aufeinandertreffen, haben wir für euch getestet.

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Bang & Olufsen Beoplay H7 Test

Bang & Olufsen Beoplay H7  Test

Der Bang & Olufsen Beoplay H7 lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Dänen auch hier viel Wert aufs Äußere legen. Ganz in B&O-Manier wurde auch für die Beoplay-Kopfhörer ein Designer engagiert, hier Jakob Wagner.

Dieser entschied sich für eine zurückhaltende und wenig auffällige Optik, die jedoch den Eindruck von Hochwertigkeit gut zu transportieren vermag. Entgegen dem sonst oft dunklen Teint, der Kopfhörern anlastet, entschied sich Wagner in der vorliegenden Variante (natural) für ein lichtes Gewand: viel Aluminium, hellbraunes bzw. beigefarbenes Leder und ein graues Polster lassen den B&O H7 deutlich freundlicher erscheinen, als viele seiner Kollegen.

Wie von Bang & Olufsen gewohnt, wurden hier hochwertige Materialien gewählt. Aluminium statt Plastik an beweglichen Teilen erhöhen die Anfassqualität und sorgen sogleich für einen robusteren Eindruck. Auch die Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben. Die Schienen und Gelenke zur Anpassung des Hörers an die Kopfform laufen reibungslos. Das Leder am Bügel ist nicht nur billig geklebt, sondern zusätzlich auch genäht.

Einzig das Kopfpolster des Bang & Olufsen Beoplay H7 besteht aus grauem Stoff, der vielleicht etwas grob erscheint und gern etwas besser gepolstert sein dürfte. Die Ohrpolster hingegen geben keinen Grund zur Kritik. Hier sind Kunstleder sowie Polsterung angenehm weich und geben dem Träger gleich ein gutes Gefühl.

Kabellos glücklich

Nicht nur optisch macht der B&O H7 was her. Auch der Tragekomfort kommt nicht zu kurz.

Um in den Genuss kabelloser Freiheit zu kommen, benötigt der B&O Play H7 freilich einen Akku. Dieser ist nicht, wie bei vergleichbaren Modellen üblich, fest verbaut, sondern wechselbar. So muss beim zumeist anfälligsten der Bauteile nicht gleich der komplette Hörer gewartet, sondern lediglich die Schwachstelle getauscht werden und das Gerät ist sofort weiter einsetzbar.

Der beiliegende Akku verfügt übrigens laut Hersteller über eine Kapazität von rund 20 Spielstunden. Dass diese Angabe keine optimistische Schätzung unter Optimalbedingungen ist, bewies unser Testmodell eindrucksvoll und bescherte uns (je nach Lautstärke und Entfernung vom Sender) Spielzeiten von bis zu 6 Stunden darüber.

Geladen wird der Bang & Olufsen Beoplay H7 per Micro-USB-Kabel. Eine sehr kurze Version ist im Lieferumfang enthalten. Sollte der Stromspeicher doch einmal leer sein und kein Ersatz bereit stehen, kann der Kopfhörer auch problemlos mit dem beiliegenden 3,5-mm-Klinkenkabel betrieben werden. Dieses misst 1,2 Meter und ist für die Benutzung unterwegs vollkommen ausreichend. Als kleine Zugabe spendiert B&O noch eine Fleece-Tasche, um den Kopfhörer bei Nichtbenutzung ohne Kratzer und Dellen von A nach B zu bringen.

Auch das Schaltungsdesign ist gut umgesetzt. Hier trennen die Dänen strikt zwischen Stromversorgung und Elektronik. Während sich der Akku in der linken Ohrmuschel befindet, sind Steuerungselemente und Anschlussbuchsen auf der rechten Seite zu finden. So werden Interferenzen minimal gehalten.

Ausgereiftes Bedienkonzept

Elektronik und Stromversorgung sind getrennt. Auf der rechten Seite des B&O Play H7  wird bedient, links sitzt der Akku.

Die Steuerung des Bang & Olufsen Beoplay H7 geschieht mittels Gesten auf der Aluminium-Oberfläche der Ohrmuschel und ist intuitiv gehalten. Eine Kreisbewegung reguliert die Lautstärke, ein Streichen in die jeweilige Richtung navigiert durch die aktive Playlist und ein einfaches Tippen pausiert die Wiedergabe oder setzt sie fort.

Die Gesten zur Telefonie gestalten sich analog dazu ebenso intuitiv. Die Sprachqualität ist dank eines hochwertigen Elektret-Mikrofons überaus zufriedenstellend. Die Verbindung zum Quellgerät geschieht via Bluetooth 4.2 und unterstützt sowohl aptX in seiner Low-Latency-Variante CSR, als auch den AAC-Codec. Dropouts kamen im Bang & Olufsen Beoplay H7 Test zwar vor, aber waren äußerst selten und blieben von der Dauer im Millisekunden-Bereich.

Der B&O H7 sitzt sehr bequem auf dem Kopf und wird dank des geringen Anpressdrucks auch bei längerem Tragen nicht unangenehm. Zwar lastet so fast das gesamte Gewicht des Hörers auf dem Kopfbügel, doch bei den angegebenen 280 Gramm ist dies leicht zu verkraften. Die Polsterung an den Ohren ist gefällig weich und sorgt für andauernden Tragekomfort.

Hörtest

Bang & Olufsen Beoplay H7 Review

Der Klang des Bang & Olufsen Beoplay H7 gestaltet sich je nach Betriebsart hörbar unterschiedlich. Während im Betrieb mit Kabel der Grundsound ein wenig straffer und präziser erscheint, wirkt er per Bluetooth deutlich offener, jedoch mit einer Tendenz zur Schönmalerei.

Die Bässe wirken so ausgeprägter und runder, doch es fehlt ihnen an Akkuratesse. Während die Mitten via Direktverbindung kernig und fast schon ein wenig aggressiv erscheinen, halten sie sich per Luftlinie eher bedeckt und vermitteln einen entspannten Eindruck. Jedoch sind sie in beiden Fällen differenziert und lassen Instrumenten ausreichend Platz im Spektrum, um sich zu entfalten und ihre Charakteristika entsprechend auszuspielen.

Die Höhen sind in beiden Verbindungsvarianten detailreich gestaltet und geben der zugespielten Musik einen angenehmen, keinesfalls übertriebenen Glanz. Panorama sowie Tiefe stellt der geschlossene Over-Ear-Hörer der Beoplay-Reihe für seine Bauart durchaus überzeugend dar. Auch, wenn sich die beiden Betriebsarten in ihrem Charakter unterscheiden, so kristallisieren doch deutliche Lieblingsstilistiken des Kopfhörers heraus.

Besonders wohl fühlte sich der B&O H7 im Test mit Jazz- und Klassik-Aufnahmen, doch auch andere Genres mit akustischer Instrumentierung konnten ihn für sich gewinnen. Ein wenig schwer tut er sich hingegen mit modernerer Musik. E-Gitarren haben im Kabel-Betrieb etwas zu viel Biss, per Bluetooth fehlt ihnen der Druck. Elektronische Musik wird schonungslos ehrlich abgetan und der zusätzliche Bass-Schub kann zuweilen unangenehm werden.

Zusammengefasst

Auch beim Beoplay H7 beweist Bang & Olufsen, dass Design und technisches Know-How sehr gut Hand in Hand gehen können. Mit einem unkomplizierten Handling dank ausgereiftem Pairing und intuitiver Steuerung ist der Over-Ear-Kopfhörer ein praktischer und auch gut klingender Reisebegleiter. Ein kleines Manko ist der Klangunterschied zwischen Kabel- und Bluetooth-Betrieb, der sich nicht gerade als Nuance erweist. Beide Verbindungsarten haben ihre Qualitäten, dennoch wäre es schön gewesen, diese zu vereinen. Der wechselbare Akku und die ausgezeichnete Verarbeitung lassen darauf schließen, dass der B&O H7 auf Langlebigkeit ausgelegt ist. So relativiert sich auch der relativ hohe Preis.

Bang & Olufsen Beoplay H7 Preis: 336 Euro

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Bang & Olufsen Beoplay H7

8 Punkte
Verarbeitung9
Tragekomfort8
Zubehör7.5
Klang8
Preis7.5

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