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Dali Katch Test des Bluetooth-Lautsprechers

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Dali Katch Test mit Rundum-sorglos-Klang

B&W hat einen, KEF gleich zwei und jetzt auch Dali. Mit dem Dali Katch reihen sich die Dänen in die Liste der Traditionshersteller ein, die neuerdings auch mobile Lautsprecher produzieren. Wie gut das gelingt und ob die große Technik auch in kleine Gehäuse passt, zeigt der Test des Dali Katch.

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Dali Katch Test

Dali Katch Test Bluetooth-Speaker

Da ist er also, Dalis erster Bluetooth-Lautsprecher – bzw. der erste, der sich auch unterwegs verwenden lässt. Denn im Gegensatz zur Bluetooth-fähigen Soundbar Kubik One und dem Aktivlautsprecher Kubik Free, kommt der Dali Katch mit eingebautem Akku, der im Laufzeit-Test locker einen ganzen Tag durchhielt.

Bluetooth gibt’s in Version 4.0 inklusive dem Übertragungs-Codec aptX. Der soll bei Kopplung mit unterstützten Geräten eine Qualität auf CD-Niveau liefern. Doch selbst am iPhone oder MacBook, die den Standard nicht unterstützen, gibt’s klanglich nichts zu meckern.

Bedienung

Dali Katch Bedien-Tasten mit 2 Klang-Einstellungen

Die Bedienung des Lautsprechers erklärt sich von selbst: Anschalten, das Bluetooth-Menü am Smartphone, Tablet oder Computer öffnen und den Dali Katch auswählen. Die Kopplung wird mit einem kurzen Dreiklang bestätigt, anschließend kann die Musikübertragung beginnen.

Auch die NFC-Paarung beherrscht der Dali, bei der man ein unterstütztes Smartphone einfach an den Lautsprecher hält. Nicht-sendefähige-Geräte wie einen alten iPod schließt man einfach an den 3,5-Millimeter-Klinkeneingang an.

Zur Ausstattung des kleinen Nobel-Lautsprechers gehört auch ein USB-Anschluss zum Aufladen von Mobilgeräten. Musik empfängt der aber nicht. Der kleine Dali braucht selbst nur zwei Stunden, um seinen Akkuspeicher wieder aufzufüllen.

Design

Dali Katch Leder-Trageschlaufe

Mit einem Preis von 399 Euro hebt sich der Dali Katch deutlich von der Masse an kleinen Bluetooth-Büchsen ab. Die Konkurrenz heißt eher B&W T7 und KEF Muo, die mit ähnlichem Entwicklungs-Know-how und Verarbeitungsqualität aufwarten.

Das Design mit integrierter Leder-Trageschlaufe erinnert mehr an eine Herrenhandtasche als an einen Bluetooth-Speaker und hat mit den oft geradlinigen Formen von Dali nicht viel gemein. Inspiration holte man sich wohl im eigenen Land, während extra engagierte Trendforscher die Farbausführungen „Moss Green“ (olivgrün), „Cloud Gray“ (beige) und „Dark Shadow“ (dunkelblau) zusammenstellten.

Die Konstruktion ist dann wieder typisch Dali: edler Aluminium-Rahmen in harmonischer Farbabstimmung zur Kunstoff-Verkleidung, die bei Outdoor-Aktivitäten deutlich kratzunanfälliger gegenüber Stößen als eine Metallabdeckung ist.

Die ausziehbare Leder-Trageschlaufe macht den mit 1,1 Kilogramm recht gewichtigen und auch dadurch wertig erscheinenden Lautsprecher angenehm transportabel.

Hörtest

Dali Katch Review

In der Vorder- und Rückseite des Dali Katch sind jeweils ein Hochtöner, ein Tiefmitteltöner und eine passive Bassmembran verbaut. Letztere schwingen zusammen mit den erstaunlich großen 9-Zentimeter-Tiefmittelton-Treibern, die dem Lautsprecher eine untere Grenzfrequenz von 49 Hertz bescheren.

Durch die beidseitige Schallausrichtung betreibt man den Lautsprecher stehend statt liegend – ob wandnahe oder freie Aufstellung entscheidet der eigene Geschmack.

Der Dali Katch verfügt außerdem über zwei Klangvoreinstellungen. Die eine spielt neutral, die andere verstärkt die unteren Mitten für einen fülligeren Klang. Zwei Boxen lassen sich auf Wunsch via Bluetooth zu einem Stereo-Set verbinden, was den Schalldruckpegel, die Link-Rechts-Trennung und die Bassintensität erhöhen soll.

„Neutral“ – das passt zum Dali Katch, denn der Bluetooth-Speaker klingt im Standard-Modus ausgewogen und rund. Bassnoten perlen aus dem Lautsprecher – nicht abgrundtief, dafür sehr plastisch, greifbar und für die Größe sowieso erstaunlich Erwachsen.

Statt große Töne zu spucken, klingt der Dali im Mittel-Hochtonbereich angenehm klar und schön crisp. Details bleiben kaum verborgen und Gesangsstimmen sind frei von Schärfe. Auch bei höheren Pegeln – und die reichen locker für Zimmerlautstärke aus – bleibt der Klang ausgewogen, dickt nicht auf oder nimmt ab.

Aktiviert man den zweiten Modus, nimmt der Dali Katch Präsenzen zurück und stellt untere Mitten und Bässe kräftiger dar. Das eignet sich nicht für jede Musik, lädt aber zum Herumspielen ein. Unabhängig davon, in welchem Modus sich der Lautsprecher befindet: Er klingt zu beiden Seiten identisch und eignet sich damit auch für die komplette Familienbeschallung. Bravo Dali!

Zusammengefasst

Mit einer UVP von 399 Euro liegt der Dali Katch um einiges höher als die meisten Mitbewerber. Doch nicht nur preislich übertrumpft er sie, sondern auch in Sachen Klangqualität, der Größe und dem Durchhaltevermögen des verbauten Akkus. Mit der Ladefunktion für Smartphones, der beidseitigen Klangabstrahlung und dem handlichen Design überzeugt das Gesamtpaket.

Dali Katch Preis: 399 Euro

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Dali Katch

9 Punkte
Design / Verarbeitung9.5
Aufbau / Einrichtung9
Funktion / Zubehör9
Klang9
Preis / Leistung8.5

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