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Elac Miracord 50 Test: Plattenspieler für unter 500 Euro

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Elac Miracord 50 Test: Plattenspieler für unter 500 Euro

90, 70, 50 oder 2500, 1200, 500 – Elac bietet mit der Miracord-Serie Plattenspieler in verschiedenen Preis- und Qualitätsstufen an. Der Elac Miracord 50 ist der neueste Zuwachs der Vinylfamilie und wurde erstmals auf der HiFi-Messe High End 2018 vorgestellt. Ob der Einstiegsdreher bei seinen großen Geschwistern Anschluss findet, zeigt der folgende Test.

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Elac Miracord 50 Test

Elac Miracord 50 Testbericht

Der Elac Miracord 50 ist das, was man einen Einstiegsplattenspieler für gehobene Zwecke nennt. Natürlich gibt es auch günstigere Plattenspieler, die kommen dann aber ohne Markentonabnehmer oder wie hier mit einem integrierten Phonovorverstärker. Auf der anderen Seite der Preisskala bekommen wir noch einen Tonarm aus Carbon oder einen schweren Plattenteller aus Aluminium (beides Miracord 90) dazu – aber brauchen wir das alles, um einfach unsere Lieblingsplatten zu genießen?

Vinyl-Neulinge oder die, die einfach mal wieder Upgraden wollen, dürfen sich beim Elac Miracord 50 über eine einsteiger-freundliche Inbetriebnahme freuen. Der Plattenspieler kommt – zum sicheren Transport – in mehreren Einzelteilen daher. Das Zusammensetzen nimmt, mit Hilfe der Bedienungsanleitung, keine 5 Minuten in Anspruch und erhöht die Vorfreude, die ersten Platten aufzulegen.

Miracord 50 in der Praxis

Elac Miracord 50 Audio-Technica AT91 Moving Magnet Tonabnehmer Elac Miracord 50 gerader Tonarm Elac Miracord 50 Plattenteller Elac Miracord 50 33 45 RPM

Zuerst verbinde ich die Schutzhaube mit den beiliegenden Scharnieren und setze diese anschließend auf der Rückseite des Plattenspielers ein. Nun wird der Plattenteller aus Aluminiumguss, der bereits mit integriertem Subteller und Antriebsriemen ausgestattet ist, über den Motorpulley gelegt. Um Vibrationen zu dämpfen, liegt dem Elac Miracord 50 noch eine Kunststoffmatte bei.

Jetzt noch das Headshell vom Typ Audio-Technica AT91 Moving Magnet auf den geraden Aluminium-Tonarm schrauben, das Gegengewicht an das andere Ende setzen und mit Hilfe der Anti-Skating-Einrichtung einstellen. Jeder Schritt ist detailliert in der beiliegenden Bedienungsanleitung zu finden. Wer den vorgegebenen Werten des Herstellers nicht vertraut, darf optimieren. Hierzu eignet sich eine Schablone zur Spuranpassung des Tonabnehmers, wie die Ortofon SME-Schablone. Damit konnte ich noch minimale Verbesserungen erreichen.

Mehr zum Thema: Plattenspieler einstellen leicht gemacht

Phono-PreAmp inklusive

Elac Miracord 50 Anschlüsse auf der Rückseite Elac Miracord 50 Phono-Vorverstärker PreAmp

Der Elac Miracord 50 kommt bereits mit einem integrierten Phonovorverstärker, dass heißt, das eine Mehrinvestition nicht nötig ist. Einfach den Cinch-Ausgang mit einem freien Eingang an der Stereoanlage verbinden und schon können die ersten Platten spielen. Einen passenden Verstärker inklusive App-Einmessung haben die Kieler auch im Programm. Mehr Infos gibts im Elac EA101EQ-G Test.

Wer bereits einen hochwertigen Moving-Magnet-Phono-PreAmp (MM) besitzt, stellt den PhonoEQ-Wahlschalter am Elac Miracord 50 auf „Thru“. So erreicht das ungefilterte Signal den externen Phonovorverstärker, der die RIAA-Entzerrung übernimmt.

Optisch wirkt der leichtgewichtige Elac Miracord 50 mit seinen 5,5 Kilogramm zeitgemäß mit seiner hochglanz-schwarzen Oberfläche und den grau-melierten Gehäuseseiten. Die Verarbeitung ist solide und die vibrationsdämpfenden Gummifüße bieten einen sicheren Stand. Wer nach noch mehr Anfassqualität sucht, muss auch tiefer in die Tasche greifen.

Hörtest

Elac Miracord 50 Review Elac Miracord 50 Hörtest

Im Hörtest gibt sich der Elac Miracord 50 offen mit einer schönen Klangbühne. Stimmen klingen direkt und Instrumente sind gut in der Breite und Tiefe gut definiert. Im Tiefbassbereich könnte der Plattenspieler noch etwas kräftiger klingen und Kick-Drums sowie elektronischen Synthesizern noch mehr Nachdruck verleihen. Mit einem passenden Verstärker der etwas voluminöseren Art lässt sich das aber gut kompensieren.

Die Stärken des Elac-Plattenspielers liegen in der Darstellung von Texturen. Instrumente werden fein gezeichnet, Gitarrensaiten perlen vor dem geistigen Auge und Drums kommen mit ausreichend Attack. Zwar könnte der Elac noch etwas dynamischer sein und auf Impulse etwas schneller reagieren, für die Preisklasse ist das jedoch vollkommen in Ordnung.

Seine Offenheit in den Höhen zeichnet den Plattenspieler aus. Dadurch klingen Instrumente nicht nur fein aufgelöst, sondern auch die Klangbühne recht wirkt weitläufig.

Wer noch etwas Kleingeld übrig hat, darf hier natürlich optimieren. Der verbaute MM-Phonovorverstärker leistet bereits gute Arbeit. Ein externer Entzerrer bringt unter Umständen noch eine Spur mehr Drive ins Klangbild.

Gleiches gilt für den Tonabnehmer. Hier habe ich den mitgelieferten gegen den Audio Technica AT95 getauscht, der auch im größeren Miracord 70 im Einsatz ist. Jetzt legt auch der Elac Miracord 50 in Puncto Dynamik und Klangvolumen noch einmal zu. Für unter 35 Euro Mehrpreis ist das eine günstige und hörbare Klangsteigerung.

Zusammengefasst

Der Miracord 50 von Elac bietet sich für alle an, die ihre alte Plattensammlung mal wieder entstauben wollen oder nach einem soliden Plattenspieler zum bezahlbaren Preis suchen. Besonders der schnelle Aufbau überzeugt. Hier ist kein spezielles Vinyl-Wissen erforderlich. Dank integriertem Phono-Vorverstärker ist der Elac-Plattenspieler mit jeder Anlage kompatibel. Das spart Geld, dass man in einen höherwertigen Tonabnehmer anlegen kann. Dann spielt der Miracord 50 noch etwas kräftiger und mit mehr Dynamik. Ein offenes, detailreiches Klangbild bringt er bereist von Haus aus mit. In der Preisklasse eine Empfehlung wert.

Elac Miracord 50 Preis: EUR 499,00

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Elac Miracord 50 Review

8.7 Punkte
Design / Verarbeitung8
Aufbau / Einrichtung9.5
Funktion / Zubehör9
Klang8
Preis / Leistung9

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