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Harman Kardon Nova MODERNHIFI

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Computerlautsprecher Harman Kardon Nova im Test

Nach dem überragenden Erfolg der Harman Kardon SoundSticks legt Harman mit den Computerlautsprechern Nova nach. Uns gefällt ihr transparentes Design, die Möglichkeit sie per Bluetooth anzusteuern und das 2.0-Layout. Auf dem Schreibtisch haben wir keinen Platz für einen Subwoofer und darunter wird es auch langsam eng. Harman Kardon verspricht, mit den Novas einen besseren Bass als bei den SoundSticks abzuliefern. Bluetooth via NFC gibt es noch on Top. Auf dem Papier scheinen die Harman Kardon Novas die besseren SoundSticks zu sein. Ob sich der Mehrpreis lohnt, erzählen wir Dir im Testbericht auf MODERNHIFI.

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Verarbeitung

Harman Kardon Nova Speaker Design 02 Harman Kardon Nova Speaker Design 01

Harman Kardon bleibt seiner Linie treu. Das durchsichtige Gehäuse hat es schon einmal ins Museum of Modern Art geschafft. Jetzt sollen auch die Novas vom Corporate Design profitieren. Die Computer-Lautsprecher wirken damit clean und aufgeräumt. Sie gehören nicht wirklich auf einen antiken Schreibtisch, durch ihren transparenten Look scheint dafür jeder Untergrund hindurch. Stilecht wirken sie allerdings erst im modernen Home Office. Bei der Aufstellung solltest Du unbedingt die Tiefe der Lautsprecher bedenken. Auf einer Linie mit einem iMac brechen sie sichtbar nach hinten aus.

Das transparente Kunststoffgehäuse gewährt Dir einen tiefen Einblick in das Innere der Computer-Lautsprecher. In ihrer Mitte ist, statt Kabeln und Prozessorchips, eine turbinenartige Schallführung zu sehen. Auf der Vorderseite sitzen die Hochton- und Mitteltonlautsprecher mit dem Blick auf Dich gerichtet. Die beiden werden elektrisch angesteuert und der Basstreiber auf der Rückseite arbeitet rein passiv. Das heißt: Er schwingt im Takt der beiden Vorderen mit.

Wenn Du es genauer wissen willst, nimmst Du einfach die Schutzabdeckung ab. Aber Vorsicht: Bei uns kamen gleich ein paar der Gummi-Steckverbinder mit. Mit Haube gefallen uns die Computer-Lautsprecher sowieso besser, was nicht zuletzt am dezent angebrachten Firmenbranding liegt.

Einrichtung

Im Harman-Kardon-Nova-System geht das Kommando vom rechten Lautsprecher aus. Nur er bekommt Strom, trägt sämtliche Bedienelemente und nur er ist mit analogen und digitalen Audioanschlüssen vershen. Der Aktivlautsprecher gibt die Signale an den Passivlautsprecher zur Linken weiter. Dies geschieht über ein DIN-Kabel, das Du in ähnlicher Form vielleicht noch aus den 90ern von Deinem alten Computer kennst. Die großen Stecker durchbrechen für uns das sonst klare Design.

Bei der Steuerung wird Harman Kardon wieder kreativ und legt Dir touch-sensitive Tasten ringsum den Aktivlautsprecher an die Hand. Hinzu kommt ein LED-Panel für die Lautstärke, das auch auf Deine Smartphone-Eingaben reagiert. Dazu musst Du nur per Bluetooth mit den Computer-Lautsprechern verbunden sein, was am einfachsten per NFC gelingt. Du legst einfach Dein NFC-Smartphone an den Sensor des rechten Harman Kardon Novas an und schon steht die Verbindung. Computer und herkömmliche Smartphones – wie auch das iPhone 6 – bindest Du über das Bluetooth-Menü ein.

Hast Du einmal die Verbindung hergestellt, speichern die Novas diese. Das heißt, Du kannst die Lautsprecher einfach an- und ausschalten, ohne die Verbindung erneut einzustellen. Durch die Bluetooth-Funktion bist Du deutlich unabhängiger als mit herkömmlichen Computer-Lautsprechern. Du kannst Deinen Laptop durch die Wohnung tragen oder Musik aus einem anderen Raum abspielen. Die Harman Kardon Novas sind zwar stationär, die Musikquelle ist dafür sehr flexibel.

Funktion

Die Verbindung mit einem Computer gelingt auf drei Arten: per Bluetooth, einem 3,5-mm-Klinkenkabel oder per optischer Verbindung. Den letzten Anschluss findest Du an den meisten Smart-TVs, am Apple TV oder der Playstation. Damit kannst Du die Harman Kardon Nova auch zur Verbesserung des Fernsehtons nehmen.

Am linken Lautsprecher ist noch eine Kopfhörerbuchse angebracht, falls die an Deinem Computer besetzt sein sollte. Wir empfehlen Dir allerdings einen externen D/A-Wandler dazwischen zuschalten, um den Harman Kardon Novas das bestmögliche Signal zu liefern. Eine hochwertige Lösung haben wir Dir bereits im Testbericht zum Audioquest Dragonfly vorgestellt.

Im Funktionsumfang ist darüber hinaus ein Stand-by-Modus enthalten. Nach zehn Minuten Inaktivität gehen die Lautsprecher automatisch in den Schlafmodus, um Energie zu sparen. Dies funktioniert erstaunlich gut. Nur das laute Bestätigungsgeräusch ist etwas irritierend.

Hörtest

Pop: Harman Kardon verfolgt mit den Novas einen sehr realistischen Klangansatz. Pop-Musik klingt voll mit warmem Grundton, einem kräftigen Bass und ordentlich Details in den Höhen. Stimmen stehen wie angewurzelt in der Mitte zwischen den Computer-Lautsprechern, wie How to Dress Well in Repeat Pleasure zeigt. Die Vocals schweben frei über Snare, Kick und Bass, während Synthesizer-Effekte und Gitarren die volle Breite des Schreibtischs einnehmen. Die vorbildliche Stereo-Darstellung stellt auch Sondre Lerche in Bad Law unter Beweis. Die E-Gitarre spielt halb links neben der Mono-Mitte. Die Harman Kardon Nova stellen dies sehr sauber dar.

Funk: Auch mit Funk kommen die Computer-Lautsprecher sehr gut zurecht. Ihr kräftiger aber niemals übertriebener Bass verleiht dem Titel Sugah Daddy von D’Angelo einen angenehmen Groove. Der Gesamtmix wirkt aufgeräumt. Jedes Instrument erhält seinen Platz und feine Details und Claps ziehen die Klangbühne in die Breite.

Elektro: Die Harman Kardon Nova haben eine Schwäche für Instrumente und Klänge mit ausgeprägtem Obertonanteil. Diesen greifen sie gerne auf und stellen ihn noch etwas deutlicher heraus. Ein gutes Beispiel ist der Song Fault Lines des Duos Beacon. Während die Stimme homogen erklingt und nur leichte Schärfen in den S-Lauten zeigt, ist die Hi-Hat fast schon zu krell. Dies mag bei eins, zwei Titeln nicht wirklich stören. Bei längeren Hörsessions kann dies jedoch etwas ermüdend sein. Kicks klingen wiederum sehr straff mit gutem Impulsverhalten. Mit elektronischer Musik kommen die Lautsprecher prinzipiell sehr gut klar. Nur bei der Songauswahl solltest Du etwas aufpassen.

Klassik: Klassische Klänge interpretieren die beiden Lautsprecher auf ihre eigene Art. Sie verfolgen nicht den ultralinearen Ansatz, sondern setzen auf eine gefühlsbetonte Wiedergabe. Ludovico Einaudis Run aus dem Album In A Time Lapse klingt warm gefärbt mit dynamischen Klavieranschlägen, hellen Streichersätzen und kräftigem Bass. Dies ist nicht der linearste Weg um Musik wiederzugeben, dafür beweisen die Computer-Lautsprecher Charakter, den sie an die Musik weitergeben.

Zusammengefasst

Die Harman Kardon Nova haben einen völlig eigenen Klanganspruch. Dieser ist nicht absolut realistisch, sondern entspricht vielmehr einem Wohlfühlklang. Die Computer-Lautsprecher klingen angenehm warm, sie sind detailverliebt und haben genug Bass, um auch Filme effektvoll in Szene zu setzen.

Harman Kardon Nova Preis: [amazon_link asins=’B00G42UIDW‘ template=’PriceLink‘ store=’m0715-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’610de872-d0dd-11e6-acc7-b73679fd2f28′]

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Harman Kardon Nova Test

7.9 Punkte
Design / Verarbeitung8.5
Aufbau / Einrichtung7.5
Funktion / Zubehör8
Klang8
Preis / Leistung7.5

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