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KEF Egg Bluetooth-Computer-Lautsprecher

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KEF Egg Test: Aktivlautsprecher mit Bluetooth

KEF und Koax – das passt zusammen. Seit Jahren setzen die Briten Uni-Q-Treiber in ihre Lautsprecher ein. Noch recht jung ist für sie dagegen die Aktivtechnik. Die findet nun erstmals in den Bluetooth-fähigen Aktivlautsprechern KEF Egg Verwendung.

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KEF Egg Test

KEF Egg Test Desktop-Speaker

Wer nach einem hochwertigen und kompakten Lautsprecher-System für sein Heimkino sucht, stößt früher oder später fast zwangsläufig auf die E-Serie von KEF. Die eiförmigen Lautsprecher punkten mit ihren Koax-Treibern sowie ihrem nicht alltäglichen Design und lassen in ihrer Größenordnung klanglich kaum noch Wünsche offen.

Neuerdings haben die Briten auch die Aktivelektronik und Streaming für sich entdeckt. Jüngstes Beispiel sind die KEF LS50 Wireless. Seit einem guten Jahr gibt es mittlerweile die KEF Egg – zwei Koax-Eier in Aktiv und als Stereo-Set.

Die Lautsprecher sind hauptsächlich für den Betrieb am Computer gedacht. Dank Bluetooth aptX sollen sie aber auch am Smartphone oder Tablet laufen. Dazu gibt’s eine analog-digitale Kombi-Buchse – etwa für den Smart-TV. Steigen wir ein, in die Aktivwelt von KEF.

Anschluss & Bedienung

KEF Egg Bedienung

KEF Egg Anschlüsse

Mindestens ebenso typisch wie die auffällige Gehäuseform der KEF Egg – hier aus stabilem Kunststoff – ist die Treiberbestückung der kleinen Lautsprecher. Unter der Haube – in dem Fall eine steckbare Frontabdeckung – befindet sich der berühmte Uni-Q-Treiber von KEF. Den setzen die Briten schon seit Jahren erfolgreich in ihre Lautsprecher ein: vom Bluetooth-Speaker KEF Muo, über den Jubiläums-Lautsprecher KEF LS50 bis hin zum Flaggschiff-Modell KEF Muon.

Im vorliegenden Fall sitzt in jedem Ei ein 19-Millimeter-Hochtöner direkt im akustischen Zentrum eines 12-Zentimeter-Tiefmitteltöners. Abgerundet wird das System durch einen Alu-Waveguide für eine bessere Schallauslenkung und einer Z-Flex-Gummisicke für ein optimales Resonanzverhalten.

Technisch betrachtet handelt es sich bei den KEF Egg um ein teilaktives Lautsprechersystem. Vorteil: Nur einer der beiden (Master) braucht eine Stromverbindung; der Zweite (Slave) erhält seine Signale per proprietärer Kabelverbindung mit 170-cm-Länge vom aktiven Spielpartner.

Fernbedienbar

KEF Egg Fernbedienung

Im Fuß des Master-Lautsprechers sind ein Bluetooth-Empfänger, ein USB-Eingang (bis 24 Bit/96 Kilohertz) und eine Kombi-Buchse für analoge und optisch-digitale Signale verbaut. Letztere eignet sich etwa für den Anschluss an einen Smart-TV oder einen Netzwerkplayer. Dazu gibt es einen Subwoofer-Ausgang, um den Lautsprechern im TV-Betrieb mehr Tieftonfülle zu verleihen.

Die Quellenanwahl und die Lautstärke-Einstellung werden über die Tasten in der Bodenplatte des aktiven Eggs vorgenommen. Bei aktiver USB-Verbindung gelingt die Lautstärke-Regelung auch direkt am Computer. Außerdem liegt dem Lautsprecher-Set eine Infrarot-Fernbedienung bei, die optisch positiv aus dem bekannten Einheitsbrei heraussticht.

Aufstellung und Einrichtung sind schnell getan: Am Computer laufen die KEF Egg Plug’n’Play und die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone gelingt ohne Probleme. Nur der Neigungswinkel der Lautsprecher lässt sich leider nicht verstellen – dafür zielen sie aber schon von Haus aus leicht nach oben ab.

Hörtest

KEF Egg Review

Von der Größe bitte nicht täuschen lassen, denn die KEF Egg klingen erstaunlich druckvoll. Bässe ertönen trocken und straff und selbst eine gewisse Impulshaftigkeit lässt sich erkennen. Allgemein klingen rockige Bassgitarren schön knorrig. Jazz-Nummern erhalten von den Eiern in den unteren Mitten einen guten Groove.

Hochton-Details und Stimmen lösen die Lautsprecher sauber auf. Übermäßig betonte Konsonanten gibt es dagegen nicht. Ein echtes Highlight ist die Raumwirkung der beiden Kleinen, die sich ringsum die Gehäuse ausbreitet. So stört es auch nicht, dass sich die Lautsprecher nicht vertikal neigen lassen. Denn egal wie man sich vor ihnen dreht oder wendet: Die Musik kommt punktgenau auf der virtuellen Klangbühne.

Für den Schreibtisch reicht der Frequenzumfang der KEF Egg locker aus, um konzentriert oder einfach nur nebenbei Musik zu hören. Selbst laute Pegel rufen kein unangenehmes Klirren hervor und die Lautsprecher-zu-Tisch-Entkopplung ist den Briten ebenfalls gelungen. Nur beim Einsatz am Smart-TV, als wirkungsvoller Soundbar-Ersatz, darf es dann doch noch ein Subwoofer sein. Den passenden Anschluss bringt der Master vorsorglich schon mit.

Zusammengefasst

Schickes Design, moderne Verbindungsarten und ein Klang, der fast zu gut für den Schreibtisch ist. Die Eggs von KEF schlagen sich hervorragend am PC, am Smart-TV oder als Bluetooth-fähiges Stand-alone-System auf dem Sideboard.

KEF Egg Preis: 499 Euro

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KEF Egg

8.8 Punkte
Design / Verarbeitung9
Aufbau / Einrichtung9
Funktion / Zubehör9
Klang8.5
Preis / Leistung8.5

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