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Polk Command Bar Test Alexa-Soundbar mit Echo Dot Sprachsteuerung

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Polk Command Bar Test: Alexa-Soundbar mit Echo Dot

Soundbar, WLAN-Speaker und smarter Lautsprecher mit Amazon-Alexa-Sprachsteuerung: Die Polk Command Bar vereint die angesagtesten Funktionen in einer schlanken Klangzeile mit kabellosem Subwoofer. Mit ihrem Funktionsumfang setzt sie sich bereits auf dem Papier an die Spitze aktueller Smart-Speaker ab. Ob die Soundbar hält, was Amazon und Polk versprechen, zeigt der Polk Command Bar Test.

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Polk Command Bar Test

Polk Command Baer Amazon Alexa-Soundbar Test Polk-Soundbar mit Sprachassistenten

Das Internet ist längst kein Neuland mehr und hält die Welt des HiFis fest im Griff. CDs und Platten verschwinden aus den Regalen und Musikbibliotheken werden heute im Smartphone erstellt. Neuster Trend: Mit der Technik reden! „Alexa, starte die Musik“.

Die Polk Command Bar zählt zu den Vorreitern unter den smarten Lautsprechern mit eingebauten Ohren und ist neben der 50-Euro-teureren Sonos Beam die erste Soundbar, die den Sprachassistenten Amazon Alexa unterstützt.

Zu Beginn des Polk-Command-Bar-Tests werden erst einmal die großen Standlautsprecher und der schwere AV-Receiver aus dem Hörraum geräumt und die Polk-Soundbar mit ihrer Länge von 109 Zentimetern platzsparend vor den Fernseher gelegt.

Die verbauten 25-mm-Hochtöner und 76-mm-Mitteltöner strahlen den Ton auf der Vorderseite ab, sodass sich die Alexa-Soundbar entweder frei platzieren, in einem Regal verstauen oder an die Wand anbringen lässt. Das Design ist allerdings offensichtlich für eine liegende Aufstellung gedacht.

Daneben stelle ich den Subwoofer, der lediglich Kontakt zu einer Steckdose braucht. Audiosignale erhält er über Funk, direkt von der Polk Command Bar.

Polk Audio ist übrigens kein unbekannter in der HiFi-Welt. Während die im Jahr 1972 gegründete Marke – die neben Denon, Marantz oder Heos zur Sound United Gruppe gehört – in Europa noch den Markt erobern will, gilt sie in Nordamerika bereits als Marktführer für Lautsprechersysteme.

Polk Command Bar mit HDMI-Eingängen

Polk Command Bar HDMI-Anschlüsse für Amazon Fire TV Stick Polk Command Baer HDMI- und TOSLINK-Anschlüsse

Die Verbindung der Polk Command Bar mit einem 4K/UHD-TV gelingt über den HDMI-ARC-Ausgang an der Soundbar. Praktisch: So lässt sich die Lautstärke auch direkt über den Fernseher bedienen.

Ältere TV-Modelle oder ein Audiozuspieler docken an dem optischen Digitaleingang an der Polk-Soundbar an. Zwei HDMI-Eingänge (2.0b mit Unterstützung für Dolby Vision, HDR10 und HDC P2.2) runden das Anschlussfeld ab. Vorbildlich: Die passenden Kabel (HDMI und TOSLINK) liefert Polk gleich mit.

Neben ihrer Funktion als TV-Soundbar ist die Polk Command Bar auch ein WLAN- und Bluetooth-Lautsprecher. So lässt sich der Ton aus nahezu jedem beliebigen Programm abspielen – von Apple Music über Spotify bis hin zu Netflix oder YouTube.

Für Filme und Serien besonders praktisch: die Funktion „Polk Voice Adjust“. Die selbstentwickelte Technologie stellt Stimmen und Dialoge in den Vordergrund und regelt Umgebungsgeräusche zurück. Der „Nuschel-Killer“ lässt sich in mehreren Stufen erhöhen und direkt über die Fernbedienung anwählen.

Darüber hinaus bietet die Soundbar vorgefertigte Klangprofile für die Situationen Film, Musik, Nacht und Sport.

Die Alexa-Soundbar

Alexa-Soundbar Test Polk Command Bar smarter WLAN-Lautsprecher mit Bluetooth

Das optisch auffälligste Detail an der Polk Command Bar ist der Alexa-Sprachassistent, der deutlich an Amazons Echo Dot erinnert. Polk hat dafür extra die Erlaubnis von Amazon eingeholt, um das ikonische Design mit LED-Ring zu übernehmen.

Über spezielle Fernfeldmikrofone nimmt die Polk-Soundbar Sprachansagen aus größerer Entfernung problemlos an – selbst bei laufendem Fernsehton hört die Klangzeile aufs Wort.

Ist der Film doch einmal zu laut, hilft ein Griff zur Fernbedienung. Der aufgelegte „Amazon Action Button“ schaltet die Lautstärke von Musik und Filmen stumm und aktiviert das Mikrofonsystem. Achtung: In die Fernbedienung zu Sprechen sieht nicht nur komisch aus, sondern bringt auch nichts. Die Mikrofone sind ausschließlich in der Soundbar untergebracht.

Wird der Amazon-Sprachassistent über den Zuruf „Alexa“ aktiviert, bestätigt die Polk Command Bar das mit einem akustischen und optischen Signal. Dabei leuchtet ein unverkennbarer LED-Ring auf, der auch Lautstärkeänderungen visualisiert.

Nun lassen sich Musiktitel von den Diensten Amazon Music, Spotify, Deezer und TuneIn starten, Smart-Home-Geräte steuern, Hörbücher über Audible lauschen oder Filme aus Netflix und Amazon Video abrufen.

Für letztere Funktion bietet der zweite HDMI-Eingang ausreichend Platz, um einen Amazon Fire TV Stick anzuschließen. Der größere Fire TV mit 4K Ultra HD hängt dagegen raus. Dafür eignet sich der USB-Port an der Polk Command Bar zur Stromversorgung.

Neben den Amazon-eigenen Funktionen lässt sich auch die Soundbar per Sprachbefehl bedienen. Vom Sofa aus regel ich erfolgreich auf Zuruf die Gesamtlautstärke, minimiere die Bassintensität, starte die Wiedergabe und wechsel zwischen den Signaleingängen.

Was bislang noch fehlt, ist die Möglichkeit, die Polk Command Bar mit weiteren smarten Lautsprechern zu vernetzen und so synchron im Multiroom-System Musik zu spielen. Das haben allerdings alle Dritthersteller von Alexa-Lautsprechern gemein. Polk verspricht immerhin weitere Funktionen per Software-Update nachzuschieben.

Und wer von Alexa nicht viel hält, greift zur mitgelieferten Fernbedienung, mit der sich die Polk-Soundbar ebenso klassisch ohne Sprache steuern lässt. Praktisch sind die Zusatztasten für Bass und Sprachverständlichkeit. Außerdem lernt die Remote bei Bedarf auch Infrarotsignale weiterer Fernbedienungen.

Polk Command Bar im Hörtest

Polk Command Bar Review Polk Command Bar Subwoofer

Für den Praxisteil des Polk Command Bar Test probiere ich zunächst die verschiedenen Surround-Formate aus. Die Polk-Soundbar decodiert Dolby- und DTS-Surround-Signale und übersetzt diese in 2.1-Stereo.

Die beiden Hochtöner befinden sich an den äußeren Seiten auf der Gerätefront, was gleich zwei Vorteile bringt: So kommen sie sich nicht mit den Mikrofonen in die Quere und sorgen für einen breiten Stereo-Effekt.

An den Gehäuseseiten sind Reflexöffnungen angebracht, die der Polk Command Bar zu mehr Klangvolumen verhelfen sollen. Ohne Subwoofer wäre der Ton allerdings zu dünn und käme im Tieftonbereich eher den eingebauten Lautsprechern im Fernseher gleich.

In Kombination mit dem Funksubwoofer ergibt sich ein kräftiges Klangbild, das vor allem bei Action-Filmen mit vielen Explosionseffekten und Autoverfolgungsjagden mit Nachdruck überzeugt. Mitunter ist mir das jedoch etwas zu viel, was sich mit einem Griff zur Fernbedienung beheben lässt. Die aufgelegten Bassregler steuern die Intensität im Tieftonsegment und erlauben eine schnelle Anpassung je nach Filmsequenz.

Die Sprachverständlichkeit der Polk Command Bar ist von Haus aus gut, lässt sich aber noch verstärken. Auch hier bietet die Fernbedienung einen Schnellzugriff, der die oberen Mittenfrequenzen und Präsenzen zusätzlich betont. Das eignet sich in der Praxis besonders für kurze schwer verständliche Dialoge – auf Dauer bringe ich den Voice-Regler aber doch lieber zurück auf Nullstellung.

Auch für die Wiedergabe von Musik eignet sich die Polk Command Bar. Die Mitten spielen weitestgehend sauber, Bässe klingen druckvoll und die Höhen sind nicht zu aufdringlich.

Das ändert sich schlagartig beim Wechsel auf den integrierten Musikmodus. Hier werden die tiefen Frequenzen für meinen Geschmack zu stark betont, als dass sich damit auf Dauer gut Musik hören lässt. Im Nachtmodus werden Bässe und Dynamik begrenzt – praktisch in Mehrfamilienhäusern. Das beste Klangerlebnis für Filme und Musik bietet für mich nach wie vor der Standardmodus mit einigen Anpassungen im Bass und der Sprachverständlichkeit.

Zusammengefasst

In ihrer Rolle als Soundbar punktet die Command Bar von Polk mit mehreren HDMI-Eingängen, einem kabellosen Subwoofer und dem Schnellzugriff zur Klanganpassung. Als smarter Lautsprecher überzeugt sie mit Alexa-Sprachsteuerung, den integrierten Musikdiensten, ihrer Steuer- und Informationsvielfalt und der Möglichkeit, einen Amazon Fire TV anzuschließen. Außerdem ist die Command Bar derzeit der klangstärkste Alexa-Speaker auf dem Markt. Dafür ist der Preis fast schon günstig. Eine klare Kaufempfehlung für Early-Adopter.

Polk Command Bar Preis: EUR 399,00
Preis mit Fire TV Stick:

Polk Command Bar Review

9 Punkte
Design / Verarbeitung8.5
Aufbau / Einrichtung9.5
Funktion / Zubehör9.5
Klang8
Preis / Leistung9.5

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