×
Sennheiser-Urbanite

Anzeige

On-Ear-Kopfhörer Sennheiser Urbanite im Test

Weltweit bekannt als einer der besten Hersteller für Kopfhörer, brauchen wir Sennheiser nicht weiter vorzustellen. Im Jahr 1945 gegründet unter dem Namen Laboratorium Wennebostel war es 2012 an der Zeit mit der Sennheiser-Style-Selection und dem Kopfhörer Momentum an den Start zu gehen. Der Sennheiser Urbanite ist Teil der neuen Kollektion, bei dem der gefragte Style der Beats by Dr. Dre mit dem Sound von Sennheiser verschmilzt.

Anzeige

Verarbeitung

Sennheiser Urbanite Design

Der Sennheiser Urbanite legt genauso großen Wert auf Ästhetik wie sein zwei Jahre älterer Bruder Momentum. Er ist auf Style getrimmt, bringt aber klarere Linien mit und spricht noch mehr die Sprache der Straße. Wir fanden den Sennheiser Urbanite zunächst etwas unförmig, mit seinem breiten Kopfbügel und den kleinen Ohrmuscheln. Einmal auf den Kopf gesetzt macht er dann aber doch eine ziemlich schicke Figur, die geschlechterübergreifend wahrscheinlich jedem steht.

Die Oberseite ist mit einem Denim-Stoff vernäht, was gut zum neuen Straßen-Image passt. Die Kopfauflage besteht aus einem elastischen Gummistoff, der für eine gute Polsterung während des Laufens sorgt. Zwischen den beiden Materialschichten wird der Aluminiumbügel gut versteckt.

Die Seitenteile und höhenverstellbaren Ohrmuscheln bestehen aus Plastik, machen aber dennoch einen sehr guten Eindruck. Die Größe ist stufenlos einstellbar. Du schiebst die Ohrmuscheln einfach an die passende Position und sie halten stabil. Dadurch wird selbst bei größter Ausfahrstufe der innere Rahmen nicht freigelegt, sodass das Erscheinungsbild bei allen Längen gleich bleibt. Sennheiser lässt es sich und seinen Kunden natürlich nicht nehmen, sein Logo groß auf beide Seiten zu packen. Man zeigt eben gern, was man trägt.

Der Kopfhörer ist in fünf verschiedenen Farbvarianten erhältlich. Auf unseren Bildern siehst Du das Modell Nation i. Während iPhone-Nutzer aus dem vollen Schöpfen können ist die Farbauswahl für Android-User auf Denim und Schwarz limitiert.

Tragekomfort

Sennheiser-Urbanite_02

Der Kopfhörer ist dick gepolstert, weshalb er einen sehr angenehmen Tragekomfort bietet. Die Ohrpolster bestehen aus einem weichen Schaumstoff, der sich sehr angenehm auf der Haut anfühlt. Selbst nach einigen Stunden tragen sie sich noch sehr bequem.

Der Anpressdruck ist stabil genug, dass der Sennheiser Urbanite beim Laufen nicht herunterfällt. Er sitzt aber nicht zu fest, dass Du ihn ständig abnehmen musst. Der Kopfhörer zählt nicht zu den leichtesten seiner Klasse, weshalb Du ihn beim Tragen nicht vergessen wirst. Dafür sorgt das Eigengewicht für zusätzliche Stabilität, sodass er auch bei heftigem Kopfnicken nicht verrutscht.

Funktion

Sennheiser Urbanite Funktion

Der Sennheiser Urbanite ist ein geschlossener On-Ear-Kopfhörer. Das heißt, selbst wenn Du in der U-Bahn sitzt, wird Dein Sitznachbar kaum etwas von Deiner Musik hören. Die Geräuschunterdrückung von außen ist ebenfalls auf Top-Niveau. Die stoffbezogenen Ohrpolster legen sich so gut um Dein Ohr, sodass Du von außen nicht mehr viel mitbekommst. Der doppelwandige Aufbau sorgt für zusätzliche Geräuschunterdrückung.

Wenn Du mehr über die verschiedenen Kopfhörer-Bauarten wissen willst, ließ einfach unseren Kopfhörer-Guide.

Unterwegs wirst Du den Sennheiser Urbanite sowieso die meiste Zeit aufhaben. Willst Du ihn aber mal eben in der Tasche verstauen, hat er eine ziemliche praktische Transportfunktion. Du klappst die beiden Bügel einfach nach innen ein und reduziert ihn damit mal eben um die Hälfte. Selbst das Flachbandkabel kannst Du noch abmachen oder ganz einfach austauschen.

Der Kopfhörer ist in zwei Versionen erhältlich: Für iPhones und Android-Smarthpones. Der Unterschied liegt im Kabel und der integrierten Fernbedienung. Damit kannst Du je nach Gerät Anrufe entgegennehmen und direkt in das eingebaute Mikrofon sprechen, ohne die Kopfhörer vorher abzunehmen. Warum Android-Nutzer allerdings nicht alle Farbvarianten erhalten, erschließt sich uns nicht. Du kannst Dir aber die iPhone-Variante kaufen und ein Kabel für Android- und Windows-Smartphones nachbestellen. Eine Version ohne Mikrofon gibt es übrigens nicht, dafür hat Sennheiser ganz neu eine Bluetooth-Variante im Programm.

Hörtest

Sennheiser Urbanite Sound

Rock/Pop: Bereits die ersten Takte Rockmusik geben die Richtung des Sennheiser Urbanite vor: Der Bass ist ausgeprägt und liefert erstaunlich viel Druck. Die Mitten klingen etwas zurückgenommen, wodurch der obere Bass noch mehr Platz zum Atmen bekommt. Die Höhen klingen im Kontrast weit offen. Genau das ist der Sound, der gerade gefragt ist. Audiophil kannst Du zuhause sein, draußen willst Du, dass es drückt.

Und genau diesen Klang liefert der Sennheiser Urbanite ab. Der Singer-Songwriter How to Dress Well bietet in Repeat Pleasure eine amtliche Kick und einen Basslauf, den Du Note für Note mitverfolgen kannst. Schwierig wird es erst zum Ende des Titels, wenn Vocals und Instrumente voll auffahren und der Urbanite s-Laute prominent in Szene setzt.

Elektro: Wir haben den Sennheiser Urbanite richtig gefordert und unsere Ohren mit Pursuit von Gesaffelstein beschallt. Auf das mitreißende Intro folgt der Beat, den der Sennheiser-Kopfhörer direkt in Dein Mark überträgt. Dabei entsteht eine erstaunlich düstere Stimmung, die Dich trotzdem permanent mit dem Kopf nicken lässt. Auch bei elektronischer Musik gibt’s von uns wieder Bestnoten im Umgang mit dem Bass. Etwas kritisch sind wieder die hohen Frequenzen, die im Song von synthetischen Hi-Hats repräsentiert werden. Auf der Straße wirst Du damit keine Probleme haben und den offenen Charakter der Kopfhörer zu schätzen wissen. Schließt Du Dich aber mit dem Sennheiser Urbanite zu Hause ein, werden Dir Deine Ohren nach ein paar Stunden für eine Pause danken.

Klassik: Nils Frahm stellt uns in seiner Live-Aufnahme von Said and Done auf eine echte Geduldsprobe und lässt uns genügend Zeit darüber zu philosophieren, wie emotional Sennheisers Urbanite ist. Während der Kopfhörer hyperrealistische Klassikaufnahmen zu seinen Gunsten geradebiegt, kommt er mit experimentellen Live-Klängen sehr gut klar. Das Klavier wird transparent übertragen und die Steigerung innerhalb des Titels in guten Abstufungen dargestellt. Der effektvoll eingesetzte Bass sorgt für zusätzliches Fundament. Insgesamt wirkt der Song über die Kopfhörer sehr bewegend – und was wollen wir eigentlich mehr?

Funk: Als Rausschmeißer-Titel haben wir uns D’Angelos Sugah Daddy rausgesucht, der über die Kopfhörer einfach Spaß macht. Der Sennheiser Urbanite treibt den Beat voran, die Bassgitarre groovt und gelegentliche Sub Drops zeigen nochmal, was der Kopfhörer alles kann. Die Stimmen werden richtig in den Mix eingefügt, während funky Gitarren den Hochtonbereich auf halber Breite besetzen. Wenn die Musik stimmt, gibt sich der Kopfhörer auch gutmütig mit der Präsenz.

Zusammengefasst

Sennheiser-Urbanite_04

Der Sennheiser Urbanite ist nicht wirklich für den Einsatz zu Hause gedacht, dafür hat Sennheiser ganz andere Modelle im Programm. Dafür haben wir bisher noch keinen Sennheiser-Kopfhörer gehört, der sich so gut auf der Straße macht. Der Bass ist permanent am Grooven, die Höhen klingen offen: Der Sennheiser Urbanite ist ein Kopfhörer, der Laune macht.

Sennheiser Urbanite Preis: Derzeit nicht verfügbar

Anzeige

Sennheiser Urbanite Test

8.3 Punkte
Verarbeitung8.5
Tragekomfort9
Zubehör8
Klang7.5
Preis8.5

Anzeige