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Shure KSE1500 und KSA1500 elektrostatischen In-Ear-Kopfhörer

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Shure KSE1500 + KSA1500 auf dem CanJam 2016

Zum CanJam 2016 gab’s eine der seltenen Gelegenheiten den elektrostatischen In-Ear-Kopfhörer Shure KSE1500 zu hören. Den gibt’s in Kombination mit dem USB-DAC und Kopfhörerverstärker Shure KSA1500, der mit individueller EQ-Anpassung für noch mehr Klangvergnügen sorgt.

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Shure KSE1500

Shure KSE1500 In-Ear-Elektrostat

Die US-Amerikaner von Shure bezeichnen die Kombination aus KSE1500 und KSA1500 als elektrostatisches Ohrhörer-System. Denn im Shure KSE1500 sind elektrostatische Treiber eingesetzt, die exakt auf die Verwendung mit dem mitgelieferten Kopfhörerverstärker Shure KSA1500 abgestimmt sind.

Zum technischen Systemaufbau äußert sich der Hersteller wie folgt: Zunächst wird eine nahezu masselose Membran statisch aufgeladen und zwischen zwei leitfähigen Platten platziert. Liegt ein Audiosignal an den Platten an, entsteht ein elektrisches Feld, das die aufgeladene Membran umgibt.

Das modulierte Audiosignal versetzt die aufgeladene Membran in Schwingung, die wiederum Luft bewegt. Die elektrische Energie wird in mechanische Energie umgewandelt, wodurch der akustische Klang entsteht.

Und hat es der Klang in sich, wie ein kurzer Test des Shure KSE1500 auf dem CanJam 2016 zeigte. Der Hersteller spricht von einer extrem hohen klanglichen Übereinstimmung mit der eigentlichen Klangquelle und verspricht unübertroffene Transparenz voller Details.

Zu großen Teilen kann ich diese Aussage nach dem Hören einiger Teststücke genauso unterschreiben – „unübertroffen“ muss jeder selbst für sich entscheiden.

Shure auf dem CanJam 2016

Shure auf dem CanJam 2016

Der In-Ear-Kopfhörer klang extrem sauber und neutral. Akustisch schien der Frequenzbereich wie mit dem linear gezogen. Bässe spielten straff und impulsiv ohne Übertreibung. Der Hochtonbereich lieferte eine nahezu perfekte Detailauflösung, stach für meinen Geschmack allerdings mit einem dezenten Peak heraus. Je nach Musiktitel äußerte sich das mit einer leichten Schärfe, die der sonst ausgezeichneten Brillanz leider etwas im Wege stand.

Das ist wohl auch den Entwicklern von Shure nicht entgangen, denn genau für solche Fälle gibt es vorgefertigte Equalizer-Presets im Shure KSA1500. Beim Messe-Test entschied ich mich für das „De-Ess“-Preset. Das nahm bei besonders ausdrucksstarken Gesangsstimmen wieder etwas Schärfe heraus, wodurch das Klangeindruck insgesamt ausgewogener wirkte. Dem etwas milden Bass lies sich mit dem „Low-Boost“-Preset noch etwas mehr Volumen verleihen, was sich für mich als perfekte Mischung aus druckvollem Klang mit außergewöhnlicher Brillanz herausstellte.

Shure KSE1500 + KSA1500 Preis: 3000 Euro

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