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Teufel Cinebar Pro Test: Soundbar mit Effekt-Lautsprechern

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Teufel Cinebar Pro Test: WLAN-Soundbar mit Effekt-Lautsprechern

Wie teuer sollte eine Soundbar sein? Die Preisspanne erstreckt sich in dieser Gerätekategorie von unter 100 Euro bis über 1.000 Euro Anschaffungspreis. Die Teufel Cinebar Pro liegt mit einem Preis von 1.299 Euro in der oberen Preisklasse. Im Set enthalten sind ein kabelloser Subwoofer und Funktionen wie Bluetooth aptX, Google Chromecast Streaming und Spotify Connect. Lohnt sich das Komplettpaket?

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Teufel Cinebar Pro Test

Teufel Cinebar Pro Testbericht Stereo-Soundbar mit Wireless-Subwoofer

Soundbars wurden einst erfunden, um den flachen Klang von noch flacheren Smart-TVs aufzuwerten. Das gelingt den meisten auch ganz vernünftig. Einige von ihnen haben allerdings den Anspruch, gleich noch die HiFi-Anlage mit zu ersetzen.

Zu dieser Kategorie gehört die Teufel Cinebar Pro. Ihr Design mit schwarzer Metallfrontblende und gebürstetem Aluminiumkorpus ist alltagsfreundlich unauffällig. Trotzdem bietet das Gehäuse genügend Platz, um acht Lautsprecher unterzubringen: vier nach vorn gerichtete Mitteltöner und zwei Hochtonlautsprecher sowie je ein Lautsprecher an den Gehäuseseiten.

Mit einer Breite von 120 Zentimetern schließt die Teufel-Soundbar mit den Seiten eines 50-Zoll-Fernsehers ab. Wer mag, kann sie – dank vormontierten Halterungen – an einer Wand anbringen. Bei der Platzierung auf einem TV-Board ist Vorsicht geboten: Die Cinebar Pro ist beachtliche 13,5 cm hoch und kann so schnell den Infrarotempfänger des Fernsehers verdecken.

Vier HDMI-Eingänge

Teufel Cinebar Pro HDMI-Anschlüsse mit Audio Return Channel ARC Teufel Cinebar Pro TOSLINK Koax Anschlüsse

Auf der Front der Teufel Cinebar Pro befinden sich Tasten zur Lautstärkesteuerung und zur Quellenanwahl. Dazwischen sitzt ein LED-Display, dass sich auch noch auf größerem Sitzabstand gut lesen lässt.

An Verbindungsmöglichkeiten bietet die Teufel-Soundbar gleich vier HDMI-Eingänge und einen HDMI-Ausgang inklusive Audio Return Channel (ARC). Dazu kommen ein TOSLINK- und ein Koaxialeingang sowie zwei analoge Klinkenanschlüsse auf der Rückseite der Klangzeile. Die Vorderseite beherbergt Kopfhöreranschluss.

Die üppige Verbindungsauswahl macht deutlich, dass die Teufel Cinebar Pro den bislang von AV-Receivern dominierten Platz als Heimkinozentrale einnehmen soll.

Für die Verbindung zum Smart-TV reicht ein HDMI-Kabel aus, das sich elegant hinter eine Kabelhalterung an der Soundbar legen lässt. Über das HDMI-Kabel schicken angeschlossene Geräte Videobilder zum TV, während dieser den Ton an die Soundbar überträgt. Praktisch: Wenn der Fernseher das HDMI-CEC-Protokoll (Consumer Electronic Control) unterstützt, lässt sich mit der TV-Fernbedienung auch gleich die Soundbar mitsteuern.

Teufel T 10 Subwoofer

Teufel T 10 Wireless-Subwoofer Test Teufel T 10 Sub zur Cinebar Pro

Während die Teufel Cinebar Pro relativ schlank daherkommt, handelt es sich beim 16-kg-schweren Subwoofer Teufel T 10 (T1110/1 SW) um ein ordentliches Kraftpaket. Neben einem integrierten Wireless-Modul zur kabellosen Kopplung mit der Soundbar und einer automatischen Aktivierung, bietet der Teufel-Subwoofer ein weiteres unschlagbares Feature.

Der Teufel T 10 ist der erste – mir bekannte – Sub, der sich wahlweise als Downfiring- oder Frontfiring-Subwoofer verwenden lässt. Dazu einfach das Gehäuse nach vorne oder hinten kippen und die mitgelieferten Füße umstecken. Damit richtet sich der 250-mm-Tieftöner wahlweise nach vorn oder nach unten aus und bietet eine clevere Anpassungsmöglichkeit an die Wohnverhältnisse – Stichwort Fußnachbarn.

Teufel Effekt

Teufel Effekt Test Surround-Lautsprecher Teufel Effekt Test zur Cinebar Pro

Als optionale Erweiterung für die Teufel Cinebar Pro bieten sich die Teufel-Effekt-Lautsprecher an. Diese sind mit ihren integrierten Verstärkern aktiv und kabellos und machen aus der 2.1-Soundbar ein diskretes 4.1-Surround-System.

Bis zu einem Abstand von 15 Metern dürfen sich die Teufel Effekt von der Soundbar entfernen. Integrierte Wandhalterungen und Stativgewinde erleichtern die Aufstellung. Die 2-Wege-Lautsprecher schalten sich zusammen mit der Soundbar automatisch ein und aus und benötigen lediglich einen Stromanschluss.

Bluetooth, Chromecast, Spotify

Teufel Cinebar Pro Bluetooth Spotify Connect Google Chromecast built-in

Die Teufel Cinebar Pro ist eine 2-Kanal-Soundbar mit einer Gesamtleistung von 200 Watt, die durch geschickte Treiberplatzierung ein räumliches Klangbild schaffen soll. Dazu hat Teufel seitlich abstrahlende Lautsprecher verbaut, die umliegende Begrenzungsflächen zur Schallreflexion nutzen sollen. Das funktioniert in kleineren Räumen mit nahen Wänden erstaunlich gut. Je größer der Raum desto Diffuser der Raumeffekt.

Neben den Hardware-Anschlüssen bietet die Teufel Cinebar Pro verschiedene Funkstandards. Mit Bluetooth 4.0 aptX empfängt die Teufel-Soundbar Musik vom Smartphone, Tablet und Computer in CD-naher Qualität.

Einmal per WLAN im Netzwerk eingebunden wird die Soundbar auch in der Spotify-App erkannt. Weitere Streaming-Dienste befinden sich in der Chromecast-App von Google, genauso wie Internetradio mit Tausenden von Sendern. Dank Google Chromecast (Test) ist die Teufel Cinebar Pro auch Multiroom-Soundbar und spielt auf Wunsch Musik synchron mit weiteren (herstellerübergreifenden) WLAN-Lautsprechern. Die Funkstabilität ist ausgezeichnet – im Test gab eines keinen einzigen Verbindungsaussetzer.

Teufel Cinesystem Pro Test

Teufel Cinebar Pro Test: Soundbar mit Effekt-Lautsprechern

Zwei Punkte zeichnen die Teufel Cinebar Pro klanglich besonders aus: einmal der ausgewogene, transparente Klang, zum anderen der tiefe und zugleich definierte Bass. Richtig eingestellt, ergibt die Kombination aus beiden Lautsprechern ein homogenes Bild. Dafür sollte der Subwoofer nicht auf Volllast fahren, sondern sich je nach Ausgangssituation um die 0-dB-Einstellung bewegen.

Die Klarheit der Teufel-Soundbar fällt vor allem bei Stimmen auf. Dialoge und Gesang erklingen deutlich und erinnern an einen dezidierten Center-Speaker. Auffälligkeiten wie zischelnde S-Laute oder harte Konsonanten gibt nicht. Neutralität wird hier großgeschrieben.

Die Teufel Cinebar Pro kommt mit den beiden Mehrkanalstandards Dolby und DTS zurecht. Mit der regelbaren Dynamore-Ultra-Technologie liefert die Soundbar sogar ein akzeptables Raumgefühl. Auf maximaler Stufe wirkt die Wiedergabe breit und großflächig. Eine etwas dezentere Einstellung wirkt dagegen natürlicher.

Noch besser ist die Wiedergabe in echtem 2.1. Hier punktet die Cinebar Pro mit Natürlichkeit und tiefgründiger Wiedergabe, bei der nur wenige Mitbewerber mithalten können.

Wer mehr Raumklang will, greift zu den optionalen Teufel Effekt – dann hört das Bundle auf den Namen Teufel Cinesystem Pro „4.1-Set“ Diese sind schnell in das System eingebunden und aktivieren sich synchron zur Soundbar. Die Lautsprecher sind trotz ihrer kompakten Größe echte Kraftpakete. Ihr Grundcharakter ist ähnlich der Soundbar kraftvoll zupackend mit ausgewogenen Details.

Zusammengefasst

Wer genügend Platz und das nötige Kleingeld für diese Soundbar hat, bekommt mit der Teufel Cinebar Pro einiges geboten. Neben der natürlichen Wiedergabe, überzeugen vor allem die Anschlussvielfalt mit vier HDMI-Eingängen, die kabellose Verbindung zum Subwoofer und das Streaming-Feuerwerk aus Bluetooth, Spotify Connect und Google Chromecast built-in. Das soll zu dem Preis erst einmal jemand nachmachen.

Teufel Cinebar Pro Preis: 1.299,99 Euro
Teufel Effekt Preis: 399,99 Euro
Tweufel Cinesystem Pro (Cinebar Pro + Effekt): 1.599,99 Euro
Weitere Informationen: Teufel

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Teufel Cinesystem Pro Review

9.2 Punkte
Design / Verarbeitung9
Aufbau / Einrichtung9.5
Funktion / Zubehör9.5
Klang9
Preis / Leistung9

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