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Teufel Cinedeck Test: Sounddeck mit virtuellem Surround

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Teufel Cinedeck Test: darauf steht der Fernseher

Kinofans und Soundliebhaber haben es in Mehrfamilienhäuser nicht immer einfach. Das Teufel Cinedeck soll helfen und als platzsparendes Klangfundament unter dem Fernseher ein immersives Heimkinogefühl ins Wohnzimmer zaubern. Ob das gelingt? Der Test verrät es.

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Teufel Cinedeck Test

Teufel Cinedeck kaufen Teufel Cinedeck Review

Wenn nicht der fehlende Platz oder die Einrichtung einen Strich durch die Heimkino-Rechnung machen, so scheitert die Wohnzimmerbeschallung oftmals an den Nachbarn, die sich nicht immer vom Bassgewitter des Subwoofers mitreißen lassen.

Teufel knüpft hier an und stellt gleich drei TV-Lautsprechersysteme vor, die auf einen Subwoofer verzichten: Neben den Soundbars Teufel Cinebar Ultima (Test) und Teufel Cinebar Lux (Test), kommt mit dem Teufel Cinedeck ein schlankes Sounddeck aus Berlin.

Physikalisch ist druckvolle Tiefbasswiedergabe ohne größeres Gehäusevolumen oder entsprechendem Klangkörper kaum möglich. Viele herkömmliche Soundbarsysteme arbeiten daher mit einem separaten Sub, für ein schlankes Design mit druckvollem Klang.

Das Teufel Cinedeck geht einen anderen Weg und fährt sein Gehäuse nach hinten aus (35 cm x 80 cm x 8,5 cm / T x B x H). Dadurch bleibt es dezent in der Konstruktion, bietet aber einen essenziellen Vorteil gegenüber klassischen Soundbar-Systemen: der Fernseher wird einfach darauf gestellt.

Technischer Aufbau

Teufel Soundbase Becienung Tasten

Optisch hinterlässt das Teufel Cinedeck einen sehr guten Ersteindruck. Es wirkt hochwertig konstruiert, die stoffüberzogene Front ist mit einem Hersteller-Logo verziert. Das seidenmatte MDF-Gehäuse – wahlweise in Schwarz oder Weiß – integriert sich unauffällig unter dem Fernseher.

Die Bedienelemente sind sinnvoll positioniert und stören das rundum gelungene Designkonzept nicht. Auf der rechten Seite erfolgen die Quellenauswahl, die Bluetoothverbindung und die Lautstärkeregelung.

Auf beiden Gehäuseseiten sorgen zwei Frontfiring- und ein Sidefiring-Lautsprecher aus Zellulose für den Raumklang. Zwei 13 cm Bässe am Boden und ein separater Center-Kanal auf der Front für die Sprachwiedergabe runden das Lautsprechersystem ab. Laut Hersteller ist das Teufel Cinedeck auf Räume mit einer Größe bis zu 25 qm ausgelegt.

Teufel Cinedeck Bass ohne Subwoofer

Anschlussmöglichkeiten

Teufel Cinedeck HDMI ARC Anschlüsse

Nicht nur optisch integriert sich das Teufel Cinedeck pflegeleicht in das bestehende Wohnkonzept, auch technisch bietet es alle gängigen Anschlussmöglichkeiten. Dank HDMI-ARC-Schnittstelle lässt sich das TV-Gerät mit nur einem HDMI-Kabel verbinden und auch die Lautstärke mit der TV-Fernbedienung steuern.

Ein HDMI-IN mit 4K-Pass-Through ist ebenfalls mit an Bord und ermöglicht den Anschluss eines Blu-ray-Players oder einer Spielekonsolen. Alternativ lassen sich Audioquellen digital per Lichtleiterkabel über den Optical-In oder analog per Stereo-Cinch anschließen.

Möchte ich das Teufel Cinedeck als externe Soundanlage für meinen PC nutzen, steht mir hierfür ein Micro-USB-Port zur Verfügung. Auch die kabellose Verbindung über Bluetooth ist möglich und dank aptX-Codec nahezu in CD-Qualität.

Eine Netzwerkschnittstelle zur Einbindung ins WLAN ist allerdings nicht vorhanden. Ist die Internetverbindung über Playstation oder Smart-TV nicht ausreichend, so kann hier zum hauseigenen Teufel-Connector gegriffen werden, um die Netzwerkfunktionen zu erweitern.
Alternativ stellt die Soundbar Teufel Cinebar Lux mit WLAN-Schnittstelle eine Lösung in ähnlicher Preisklasse dar.

Über die mitgelieferte Fernbedienung lassen sich sämtliche Funktionen des Cinedecks aus der Ferne steuern. Diese ist gewohnt hochwertig und dürfte Teufel-Veteranen gerade in puncto Design sehr vertraut vorkommen.

Teufel Fernbedienung zur Steuerung des Sounddecks

Dynamore Ultra für Virtual Surround

Teufel Cinedeck Dynamore Ultra für virtuelles Surround

Die Ersteinrichtung gelingt wie gewohnt rasch und in weniger als 30 Sekunden ertönt mein Fernseher über das Teufel Cinedeck. Ebenso schnell gelingt die Bluetooth-Verbindung. Auch die Menüführung ist rundum logisch und die Fernbedienung reagiert schnell.

Sind einmal die richtigen Klangeinstellungen vorgenommen, so punktet das Teufel Cinedeck gerade bei täglicher Benutzung mit der „AutoOn“-Funktion. Ich schalte lediglich das TV-Gerät oder die Konsole an und das Teufel-Sounddeck aktiviert sich automatisch.

Die hauseigene Dynamore-Ultra-Technologie ist auch beim Teufel Cinedeck mit an Bord. Diese beruht auf den speziell abgestimmten Sidefiring-Lautsprechern und soll virtuellen Surroundsound auf Basis von Klangreflektion im Raum ermöglichen. Der Schall wird hierzu seitlich abgestrahlt und von den Zimmerwänden zum Ohr reflektiert. Das Ergebnis ist ein breiteres, einhüllendes Klangerlebnis – mit Sound aus Richtungen, in denen keine Lautsprecher stehen.

Soll das Surround-Erlebnis kabellos mit Rear-Lautsprechern erweitert werden, bieten die optionalen Teufel-Effekt-Lautsprecher eine ideale Ergänzung. Im Bundle nennt sich das System Teufel Cinedeck Surround „5.0-Set“. Auch ein Subwoofer lässt sich kabellos ankoppeln.

Teufel Effekt Test Surround-Lautsprecher

Hörtest

Teufel Cinedeck mit Smart-TV von Panasonic

Um die Dynamore-Ultra-Technologie im Einklang mit der Basswiedergabe genau zu prüfen, startet der Hörtest mit dem Playstation-4-Highlight „Death Stranding“. Der Videospiel-Blockbuster von Hideo Kojima überzeugt mit dem Teufel Cinedeck nicht nur auf spielerischer Ebene.

Atmosphärische Effekte und Sounds werden nicht künstlich überspitzt, dafür nahezu realistisch dargestellt. Mit aktiviertem Dynamore gewinnt die ohnehin skuril-eindrucksvolle Soundlandschaft des Spiels noch einmal enorm an Horizont und wird stark verbreitert.

Actiongeladene Sequenzen sind wuchtig und gerade tiefere Frequenzen genau auf den Punkt. Die Sprachverständlichkeit wird dank des Center-Kanals ebenfalls stark verbessert.

Der virtuelle Surroundeffekt ist deutlich wahrnehmbar: Sanftere Sounds sowie Umgebungsgeräusche werden raumfüllend und ebenso angenehm filigran wiedergegeben.

Ähnliches gilt bei der Wiedergabe von Musik. Gesangsstimmen zeichnen sich klar ab, ohne zu aufdringlich und gekünstelt zu sein. Mittenfrequenzen gehen dabei nicht unter und sorgen für eine gewisse Natürlichkeit.

Im tieffrequenten Bereich ist das Teufel Cinedeck zwar nicht mit einem 2.1-System zu vergleichen, glänzt allerdings gerade angesichts seiner Abmessungen durch eine unerwartet hohe Präzision und einen druckvollen Bass – einen Subwoofer vermisse ich nicht.

Im Test habe ich Dynamore bei der Wiedergabe von Musik deaktiviert, da der Klang und die Ortung im Stereobild eher verwaschen wurde.

An die Grenzen gelangt das Sounddeck der Berliner allerdings, wenn hohe, mittlere und tiefere Frequenzen gleichermaßen wiedergegeben werden. Bei turbulenten Szenen aus gängigen Actionblockbustern oder der Wiedergabe von Musik bei höherer Lautstärke, beginnt das Gerät bei den unteren Mittenfrequenzen leicht zu dröhnen und die Sprachverständlichkeit nimmt ab.

Dies zeichnet sich ebenso bei vereinzelten Sprachsequenzen ab, in denen eine eher tiefe Stimme spricht. Hier kann mit dem integrierten Equalizer nach eigenem Geschmack jedoch ausreichend entgegengewirkt werden.

Zusammengefasst

Egal ob beim musikhören oder dem nächsten Serienmarathon, das Teufel Cinedeck bietet eine platzsparende Lösung, um auch ohne Subwoofer einen druckvollen Bass in nahezu jedes Wohnzimmer zu bringen – auf Wunsch auch mit weiteren Surround-Lautsprechern. Der perfekte Kompromiss zwischen Gerätegröße und Klangerlebnis mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis.

Teufel Cinedeck Preis: 599,99 Euro
Teufel Cinedeck Surround „5.0-Set“: 949,99 Euro
Weitere Informationen: Lautsprecher TeufelLautsprecher Teufel

Teufel Cinedeck Review

9.1 Punkte
Design / Verarbeitung9
Aufbau / Einrichtung9
Funktion / Zubehör9
Klang9
Preis / Leistung9.5

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