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Teufel Ultima 40 MK3 2018 Test: Standlautsprecher für 500 Euro

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Teufel Ultima 40 MK3 2018 Test: Standlautsprecher für 500 Euro

Lautsprecher Teufel legt in diesem Jahr seine erfolgreichsten Standlautsprecher neu auf. Die Ultima 40 gehen nunmehr in die dritte Runde und haben dabei nicht nur kosmetische Eingriffe erfahren. Was die Teufel Ultima 40 MK3 2018 Neues bringen, zeigt der Testbericht.

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Teufel Ultima 40 MK3 2018 Test

Teufel Ultima 40 MK3 2018 Testbericht

Eines haben die Teufel Ultima 40 MK3 2018 zu ihren Vorgängern gemein: Die 3-Wege-Lautsprecher sind hüfthoch, fügen sich im glänzenden Schwarz oder in Weiß unauffällig in den Wohnraum ein und bleiben mit einem Preis von 500 Euro für das Paar fast unschlagbar günstig.

Die Schallfront der Teufel Ultima 40 MK3 fällt gerade aus, ihre Kanten sind leicht geschwungen, sodass weniger Reflexionen am Gehäuse entstehen. Im Inneren sind die Lautsprecher gedämpft – das minimiert stehende Wellen im Gehäuse, die den Klang anderenfalls negativ beeinflussen.

Mit Verstrebungen sorgt der Hersteller aus Berlin für einen stabilen Boxenklang. Der Klopf-Test beweist: Hier schwingt auch bei starker Pegellast nichts mit. Zum Schutz der Membranen vor scharfen Krallen und verspielten Kinderhänden legt Teufel seinen Standlautsprechern Schutzabdeckungen mit bei. Die werden einfach an die Front gesteckt – manch anderer Hersteller setzt hier dagegen auf eine magnetische Verbindung.

Gut Bestückt

Teufel Ultima 40 MK3 Mitteltöner Kevlar Teufel Ultima 40 MK3 Hochtöner Teufel Ultima 40 MK3 Doppel-Bass

Am oberen Gehäuserand des Teufel Ultima 40 MK3 sitzt der Mitteltöner, der schon allein mit seiner Membran aus Kevlar-Material ins Auge sticht. Eine Phasennase verringert Schallreflexionen auf dem Gewebe. Nicht alltäglich: Der 165-mm-Treiber wurde vom Hersteller per Laser ausgemessen, um geringste Toleranzen aufzuspüren und anschließend auszugleichen.

Direkt darunter schließt der Treiber für den Hochton an. Der kommt mit Waveguide-Rahmen für eine präzise Schallausbreitung und einem Phase-Plug zur Vermeidung von Frequenzverzerrungen. Die 20-mm-Membran aus Gewebematerial soll bis zu einem Frequenzbereich von 20 Kilohertz spielen.

Für die untere Grenzfrequenz von 45 Hertz sorgen zwei 165-mm-Bässe auf der Front und zwei Reflexkanäle auf dem des Lautsprechers. Die Tieftöner bestehen aus Fiberglas und sollen auch bei großer Lautstärke verzerrungsfrei auslenken.

Mit zwei Reflexports kitzel der Hersteller die untersten Freuqnzen aus den Teufel Ultima 40 MK3 2018 heraus. Ihr trompetenförmiger Aufbau soll Strömungsgeräusche optimieren. Nur bei der Aufstellung ist etwas Feingefühl gefragt – zu nah an der Wand und der Bass nimmt überhand. Wer kann, rückt die Teufel-Standlautsprecher ca. 80 cm in den Raum. Alternativ lassen sich die Öffnungen mit den beiliegenden Schaumstoffteilen verschließen.

Ein unkomplizierter Lautsprecher

Teufel Ultima 40 MK3 Rückseite Anschlüsse Teufel Ultima 40 MK3 Anschlüsse

Das Anschlussfeld der Teufel Ultima 40 MK3 ist vergoldet und für den Betrieb in Bi-Wiring-Verkabelung ausgelegt. Damit lassen sich Hoch- und Tieftonbereich bei Bedarf separat ansteuern.

Bei der Wahl des passenden Verstärkers geben sich die Teufel-Lautsprecher unkompliziert. Der hohe Wirkungsgrad von 87 Dezibel (2,83 V bei 8 Ohm / 1 m) eignet sich für jeden AV-Receiver oder Stereo-Verstärker mit einer Mindestleistung von ca. 20 Watt (W). Mit einer maximalen Belastbarkeit von 200 W beschallen die Lautsprecher aber auch größere Räumen bis etwa 35 qm mühelos.

Für den stabilen Stand sorgt ein festinstallierter Fuß am Boden des Lautsprechers. Damit ist die Teufel-Box Kipp- und Wackelfest. Mehr akustische Entkopplung vom Boden gelingt mit zusätzlichen Spikes – die passenden Schraubgewinde sind bereits vorinstalliert.

Hörtest

Teufel Ultima 40 MK3 Lautsprecher-Abdeckung Teufel Ultima 40 MK3 Review

Was kann man von einem Lautsprecherpaar zum Preis von 500 Euro erwarten? Die Teufel Ultima 40 MK3 2018 bieten viel Gegenwert zum bezahlten Euro. Mit einem warmen Grundcharakter und definierten Bässen spielen die ersten Töne aus den Lautsprechern. Die Tiefen klingen druckvoll und sind deutlich präsent, allerdings nicht überzogen. Hier haben die Entwickler seit der ersten Generation dazugelernt.

Ob Kontrabass, Kick-Drum oder Kesselpauke – jedes Instrument steht für sich heraus anstatt im Einheitsklang abzutauchen. Hier hilft auch ein leichter Dip in den Tiefmitten, der einerseits für die Wärme der Lautsprecher sorgt und andererseits mehr Raum für die höheren Frequenzen lässt.

Die Mitten klingen weitestgehend linear. Das sorgt für einen neutralen Klang von Stimmen und akustischen Instrumenten wie Klavier oder Gitarre. Gut gefällt mir auch der Umgang mit hohen Frequenzen. Anstatt hier die Aufmerksamkeit an sich zu reißen geben sich die Teufel-Standlautsprecher mit Klarheit und definierter Auflösung.

In der Darstellung von Breite und Tiefe zeichnen die Lautsprecher eine gute Bühnengröße, die sowohl orchestralen Werken als auch rockigen Live-Aufnahmen steht. Wer mehr will, muss auch deutlich tiefer in die Tasche greifen. Zu dem Preis gibt der Markt kaum etwas Besseres her.

Zusammengefasst

Die Ultima 40 MK3 von Lautsprecher Teufel haben nicht nur kosmetische Änderungen erfahren, sondern klingen in der 3. Auflage auch deutlich erwachsener. Optisch überzeugen die Lautsprecher mit klaren Linien und technisch mit solidem Aufbau, der seine Stärken in kleinen wie in großen Räumen ausspielt. Mit neutraler Klangabstimmung eignen sich die Lautsprecher für Orchesteraufnahmen genauso wie für populäre Musik. Wer ein echtes Schnäppchen machen will, sollte hier zuschlagen.

Teufel Ultima 40 MK3 Preis: EUR 499,99 (Paar)

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Teufel Ultima 40 MK3 Review

9 Punkte
Design / Verarbeitung8.5
Aufbau / Einrichtung9
Funktion / Zubehör9
Klang8.5
Preis / Leistung10

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