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Ultrasone-Edition-8-Carbon Test Over-Ear-Kopfhörer

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Ultrasone Edition 8 Carbon Test: Over-Ear-Kopfhörer

High-End-Klang für unterwegs – viele sprechen davon, doch nur die wenigsten schaffen es, das wirklich umzusetzen. Die Ultrasone-Edition-8-Kopfhörer sollen es möglich machen. Bei Preisen weit über der 1000-Euro-Marke, wäre es auch schlimm, wenn nicht. Wir wollten es genauer wissen und haben und das neueste Serienmitglied, den Ultrasone Edition 8 Carbon zum Test bestellt.

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Verarbeitung

Ultrasone-Edition-8-Carbon mit Echtleder-Polstern

1699,- Euro – so viel verlangt Ultrasone für die Carbon-Variante, des Edition-8-Kopfhörers. Der Preis kommt natürlich nicht von ungefähr und schlägt sich in allerhand erlesenen Materialien nieder.

Mit Massenware hat der Ultrasone Edition 8 Carbon nichts gemein. Jedes Modell wird noch per Hand in Tutzing hergestellt. Wir halten hier ein echtes Unikat in unseren Händen.

Das Leder für die Ohr- und Bügelposter stammt vom äthiopischen Langhaarschaf. Wie edel diese Rasse ist, können wir leider nicht beurteilen. Zumindest klingt es äußerst exklusiv. Ultrasone spricht davon, das Material nahezu unbehandelt vernäht zu haben. Aufgesetzt passt es sich angenehm an die Kopfform an.

Die Kapseln des Ultrasone Edition 8 Carbon sind mit Ruthenium beschichtet, einem harten Platinmetall, das die namensgebenden Intarsien trägt. Die schwarzeloxierten Aluminium-Bügel und die beiden Verstellschienen bestehen aus Aluminium. Auf den Innenseiten befinden sich die Seriennummer und das S-Logic-Plus-Symbol.

Technik

Ultrasone-Edition-8-Carbon-Test-mit S-Logic Plus

S-Logic Plus ist eine Eigenentwicklung aus dem Hause Ultrasone und wird bereits seit vielen Jahren in den verschiedensten Kopfhörern eingesetzt. Die geschickte Platzierung der Membranen soll einen räumlichen Klangeindruck erzeugen, der ohne Verwendung von digitalen Signalprozessoren entsteht.

In der Praxis werden die 40-mm-Mylar/Titan-Membranen leicht versetzt eingebaut, sodass der Schall nicht auf direktem Weg auf den Gehörgang trifft. Mit einer entsprechenden Anpassung des Frequenzgangs soll so ein Klangerlebnis wie mit Lautsprechern entstehen. Und unterwegs wie vor Lautsprechern zu hören: allein die Vorstellung klingt vielversprechend.

Dazu kommt noch ULE, die Ultra-Low-Emission-Technologie. Die Schallwand besteht aus dem nicht ganz günstigen MU-Metall, das vor elektromagnetischen Strahlungen schützen soll.

Tragekomfort

Ultrasone-Edition-8-Carbon Test Tragekomfort

Der Ultrasone Edition 8 Carbon sitzt auf dem Kopf wie angegossen. Die Ohrpolster des Over-Ear-Kopfhörers umschließen die Ohren kompletten. Von außen dringen nur wenige Geräusche durch und Personen in unmittelbarer Umgebung werden von Deiner Musik nichts mitbekommen.

Was auffällt, ist der straffe Sitz des Hörers. Der relativ hohe Anpressdruck sorgt dafür, dass der Kopfhörer nicht verrutscht. Wie hatten zuerst befürchtet, dass der Druck bei längeren Hörsessions etwas anstrengend wird. Jedoch saß der Kopfhörer auch nach mehreren Stunden noch sehr bequem.

Funktion

Ultrasone-Edition-8-Carbon Test mit abnehmbarem Kabel

Nur selten haben wir bisher erlebt, dass ein Kopfhörer mit High-End-Anspruch mit einer Freisprecheinrichtung ausgestattet ist. Beim Ultrasone Edition 8 Carbon ist aber genau das der Fall. Und was sollen wir sagen: Das Headset funktioniert erstaunlich gut. Im Test haben wir unsere Gesprächspartner an der anderen Leitung klar und deutlich verstanden. Auch andersherum war nicht zwischen Telefon- und Ultrasone-Betrieb zu unterscheiden.

Was wir hingegen bemängeln müssen, ist die Fernbedienung. Sie ist gut geeignet, um Anrufe entgegen zu nehmen und die Musik zu starten. Allerdings fehlen uns ein Lautstärkeregler und eine Skip-Funktion.

Zumindest lässt sich das 1,2-m-lange Kabel abnehmen. Vielleicht legt Ultrasone ja noch mit dem passenden Zubehör nach.

Hörtest

Ultrasone-Edition-8-Carbon Test

Als wir den Ultrasone Edition 8 Carbon zum ersten Mal hörten, klang der Kopfhörer relativ unspektakulär. Kein Frequenzbereich stach wirklich heraus und sorgte für das gewisse Aha-Erlebnis. Nach längerem Hören änderte sich zwar an der Grundcharakteristik nichts, aber wir haben den Kopfhörer und die Musik die er spielte besser verstanden.

Seine räumliche Darstellung ist sensationell. Wir haben kleinste Hallräume gehört, die andere Kopfhörer komplett verschlucken. Und wir haben eine Trennung der Instrumente in der Tiefe bemerkt, die sonst oft nur auf einer Ebene spielen. Die S-Logic-Plus-Technik ist doch mehr als nur Marketing.

In Rachmaninows symphonischen Tänzen konnten wir selbst feinste Details heraushören: Vom Notenblättern bis zum Tuscheln in den Rängen. Auch die dynamischen Steigerungen wurden deutlich zur Schau gestellt. Große Kesselpauken sprachen direkt an und wurden mit einer guten Portion Tiefgang untermalt.

Der Bass wird an manchen Stellen etwas betont, was typisch für einen geschlossenen Kopfhörer ist. Andere High-Ender wirken in dem Bereich mitunter etwas neutraler, bieten dafür nicht die gleiche Flexibilität des Ultrasone Edition 8 Carbon. Mit seiner Impedanz von 30 Ohm ist er ideal geeignet, um ihn auch am Smartphone zu betreiben. Pegel hatte er während des Tests stets genug.

Zusammengefasst

Der Ultrasone Edition 8 Carbon überzeugt mit seiner gehobenen Materialauswahl, perfektem Sitz und der modernen Optik. Die Raumabbildung hat es uns besonders angetan und dürfte schwer zu übertreffen sein. Die gute Geräuschdämpfung in beide Richtungen und die geringe Impedanz machen ihn zum perfekten Reisebegleiter.

Ultrasone Edition 8 Preis: EUR 1.699,00

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Ultrasone Edition 8 Carbon Test

9.2 Punkte
Verarbeitung10
Tragekomfort9.5
Zubehör9
Klang9.5
Preis8

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