×
Ultrasone Pro-900i Test Studio-Kopfhörer

Anzeige

Ultrasone Pro-900i Test: Studio-Kopfhörer

Deutschland ist ein Hort namhafter Kopfhörerhersteller. So sind nicht nur Beyerdynamic und Sennheiser führend am Weltmarkt, sondern auch die Marke Ultrasone kann mit hochwertigen Kopfhörermodellen begeistern. Mit ihrer Pro-Reihe etablieren die Tutzinger S-Logic Plus, eine eigens entwickelte Technologie, um eine verbesserte räumliche Wahrnehmung zu ermöglichen. Der Ultrasone Pro-900i ist dabei das geschlossene Spitzenmodell der Serie. Was dieses zu bieten hat, haben wir für Euch getestet.

Anzeige

Ultrasone Pro-900i Test

Ultrasone Pro-900i Test

Während sich Ultrasone sonst eher aufs HiFi-Segment konzentriert, soll sich die Pro-Reihe offenbar an professionelle Anwender richten. Das Design des Ultrasone Pro-900i ist unaufdringlich, aber keineswegs schlicht. Schon beim ersten Eindruck zeigt er sich, wie wir es von besagtem Hersteller gewohnt sind, hochwertig verarbeitet.

Seine komplett schwarze Optik wird nur an den Ohrmuscheln von einer matt-glänzenden Aluminiumoberfläche gebrochen. Die Ohrmuscheln selbst, sowie bewegliche Teile, wie Gelenke zur Drehung und die Schienen zur Größenverstellung, sind aus Kunststoff gefertigt.

Das schmälert den Eindruck der Hochwertigkeit aber nur gering, da die Verarbeitung makellos ist und kein Billigplastik verwendet wird. Die Ohrpolster sind wechselbar und aus Samt gefertigt, das Polster am Kopfbügel hat einen ledernen Überzug.

Zubehör

Ultrasone Pro-900i Zubehör

An Zubehör spart Ultrasone nicht, sondern gibt Benutzern des Ultrasone Pro-900i neben der stabilen Transporttasche und einem Satz Wechselpolster für die Ohren, gleich zwei Verbindungskabel mit auf den Weg.

Das Kürzere von beiden misst 1,5 Meter Länge, verfügt über einen Miniklinken-Stecker an Verstärkerseite und ist damit eher für den Einsatz an mobilen Zuspielern gedacht. Das 3 Meter lange Spiralkabel wurde mit einer 6,3-Millimeter-Klinke ausgestattet und eignet sich damit auch zur professionellen Anwendung.

An Hörerseite haben beide Kabelvarianten einen 3,5-mm-Klinkenstecker mit Gewinde. So ist das Kabel gegen versehentliches Herausziehen geschützt. Die Ohrmuscheln des Ultrasone Pro-900i lassen sich sowohl um 90° drehen, als auch einklappen. So lässt sich der Hörer ohne weiteres in der Transportbox oder einer beliebigen anderen Tasche verstauen und ist trotz seiner Größe relativ unproblematisch zu transportieren.

Verwendung

Ultrasone Pro-900i Faltmechanismus

Beim Aufsetzen nimmt man direkt den kräftigen Anpressdruck wahr. Dieser gewährleistet sowohl einen sicheren Sitz des Kopfhörers als auch eine gute Abdämpfung der umgebenden Geräuschkulisse.

Dank der weichen Polster wird er nicht zu unbequem, dennoch hatte ich beim Arbeiten das Gefühl, dass ich öfter als sonst Pausen einlegen musste. Mit seinen 295 Gramm liegt er im Gewicht locker im Durchschnitt für Over-Ear-Kopfhörer und hat sich für mich auch als straßentauglich erwiesen.

S-Logic-Plus

S-Logic-Plus-Technologie am Ultrasone Pro-900i

Die 40 Millimeter messenden und titanbeschichteten Treiber sitzen nicht im Zentrum der Ohrmuscheln, sondern sind ein Stück nach vorn versetzt. Dies ist Teil der hauseigenen S-Logic-Plus-Technologie.

Durch eine geschickte Konstruktion und Abstimmung der Hörkapsel, soll so die Anatomie des Ohrs genutzt werden, um einen möglichst räumlichen Klang zu erzeugen. Der Verzicht auf zusätzliche elektronische Elemente und aufwendige Algorithmen verspricht dabei, die Natürlichkeit des Klangs zu erhalten, ohne Verzerrungen oder Phasenverschiebungen zu produzieren. Die Kapsel selbst wird durch MU-Metall (eine Nickel-Eisen-Legierung) abgeschirmt.

So werden Fremdeinstreuungen und Interferenzen vermieden. Mit seiner Impedanz von 40 Ohm, liefert der Ultrasone Pro-900i an verschiedenen Zuspielern – ob nun Smartphone, Laptop, HiFi-Verstärker oder Studio-Interface – einen stabilen Pegel und bleibt stets verzerrungsfrei.

Hörtest

Ultrasone Pro-900i Review

Im Klang gibt sich der Ultrasone Pro-900i eigen. Mit einem sehr basslastigen Charakter zeigt der Kopfhörer, dass er über ein ordentliches Low-End verfügt. Allerdings hat es Ultrasone für meinen Geschmack mit dem Bass etwas zu gut gemeint, denn gerade bei tiefenlastiger Musik kann das Hören ohne entsprechend gegenwirkenden Equalizer schon fast unangenehm wirken.

Durch diese Eigenschaft werden auch Frequenzen im unteren Mittel überdeckt, was ihre eigentlichen Stärken in diesem Bereich deutlich schmälert. Wählt man Musik, die eher akustischen Ursprungs ist, wie beispielsweise Folk, Solo-Songwriter oder kleinere klassische Besetzungen, vermitteln sie einen angenehm warmen Grundton.

Hier erscheinen die Instrumente ausgewogen und differenziert. Auch in den Höhen verhält sich der Kopfhörer vorbildlich und löst Elemente bis zum Ende des hörbaren Spektrums fein auf. Becken und Konsonanten werden sauber wiedergegeben und zeigen keinerlei Tendenz zum Zischen.

Die Bühnendarstellung mit einem weiten Panorama gelingt dem Ultrasone Pro-900i ohne größere Schwierigkeiten. Es gelingt ihm auch, eine gewisse räumliche Tiefe zu vermitteln – etwas, das man längst nicht von jedem Kopfhörer behaupten kann. S-Logic-Plus hält also offenbar, was es verspricht.

Zusammengefasst

Im bayrischen Tutzingen zeigt man wieder einmal, dass man sich auf die Herstellung hochwertiger Kopfhörer versteht. Durch und durch gut verarbeitet und durchdacht bekommt man in einem mittleren Preissegment ein hochklassiges Produkt. Das umfangreiche Zubehör zeigt, dass Ultrasone an verschiedenste Anwendungsszenarien gedacht hat. Mit seiner äußerst eigenen Art der Bassabstimmung wird der Ultrasone Pro-900i sicher nicht jeden für sich gewinnen, doch wer sich für viel Tiefgang begeistern kann, wird mit diesem Kopfhörer sicher viel Freude haben.

Ultrasone Pro-900i Preis: 440 Euro

Anzeige

Ultrasone Pro-900i

8.4 Punkte
Verarbeitung9
Tragekomfort8.5
Zubehör9
Klang7.5
Preis8

Anzeige