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Velodyne MicroVee MKII Test: Mini-Subwoofer mit High-End-Leistung

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Velodyne MicroVee MKII Test: Mini-Subwoofer macht laut

Mit dem Velodyne MicroVee MKII stellt Neueigentümer Audio Reference einen deutlich kleineren, leichteren und vergleichsweise erschwinglicheren Subwoofer vor. Ist er auch gut? Das sagt der Testbericht dazu.

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Velodyne MicroVee MKII Test

Velodyne MicroVee MKII Subwoofer Testbericht

Hilfe, Velodyne hat seine Subwoofer geschrumpft – zumindest einen Teil davon. Der Velodyne MicroVee MKII lässt sich mit einem Kampfgewicht von 9 Kilogramm und seiner handlichen Größe deutlich leichter zum Einsatzort transportieren als der knapp 65 Kilo schwere Digital Drive 18 Plus vom gleichen Hersteller.

Trotzdem hat der Winzling drei Lautsprecher verbaut und kommt mit neuester Digitaltechnik. Reicht das für echten Kinoklang zu Hause – oder hat Velodyne auch den Klang und die Ausstattung geschrumpft?

Anschlüsse am Velodyne-Subwoofer

Anschlüsse am Velodyne-Subwoofer

Trotz der kompakten Maße von 23 x 23 x 24 cm (HxBxT) bringt der Velodyne MicroVee MKII nahezu alle wichtigen Anschlüsse und Einstellmöglichkeiten mit.

An den vergoldeten Cinch-Eingang lassen sich Stereo-Verstärker und AV-Receiver anschließen. Dazu einfach das LFE-Signal vom Vorverstärker abzwacken und direkt in den Subwoofer führen. Ist das zu schwach für die Einschaltautomatik, hilft der zweite Cinch-Anschluss.

Auch einen Miniklinken-Eingang und -Ausgang besitzt der Subwoofer – Ideal für schwache Geräte wie einen iPod. Die Lautsprecherklemmen sind für Verstärker ohne Cinch-Ausgang. Nicht die audiophile Lösung, dafür alltagstauglich: Viele Computer-Lautsprecher setzen auf diese Verbindungsart.

Geht es um die Bedienung des Subwoofers, präsentiert sich der Velodyne MicroVee MK2 ebenso praxisnah. Die Regler für Lautstärke und Crossover (50 Hz bis 200 Hz) sind auf der Rückseite leicht zugänglich.

Velodyne MicroVee Lautsprecher mit Abdeckung

Gut: Wer die Einstellung der Übergangsfrequenz lieber einem externen AV-Prozessor überlässt, schaltet den Velodyne-Subwoofer in den Direct Modus. Der deaktiviert die interne Frequenzweiche und verarbeitet das ihm zugespielte Material in voller Bandbreite bis 38 Hz.

Außerdem lässt sich die Phase per Kippschalter um 180 Grad drehen. Alle Anschlussmöglichkeiten gibts in der Bedienungsanleitung.

In puncto Aussehen zeigt er sich moderner und hochwertiger als viele Mitbewerber der gleichen Größenordnung. Das Gehäuse aus geripptem, stranggepressten Aluminium wirkt ultra-massiv und leitet entstehende Wärme optimal ab.

Die schwarze Eloxal-Schicht sieht nicht nur edel aus, sondern sorgt auch dafür, dass die Oberfläche extrem hart und kratzfest ist.

3 Treiber: Aktiv und passiv

Velodyne-Subwoofer mit Passivradiatoren

Klar: Der Velodyne MicroVee MKII macht tiefe Töne laut. Vergleichbare Systeme spielt er locker an die Wand. Er kann aber nicht nur laut, sondern auch richtig gut. Das gelingt ihm mit einem Treibermix aus einer aktiven Membran und zwei Passivradiatoren.

Der aktive Part besteht aus einem 6,5-Zoll-Aluminiumtreiber, der von einem 1,8-Kilogramm schweren Magneten sowie Velodynes patentiertem ERS-Digitalverstärker (Energy Recovery System) angetrieben wird.

Lenkt die Membran aus, werden durch den rückwärtigen Schall auch die seitlichen Passivstrahler in Bewegung gesetzt. Zusammen erzeugt das einen Spitzenwert von 2.000 Watt (W) Leistung oder 1.000 W Dauerfeuerwerk.

Für den letzten Klangschliff zeichnet sich das Dynamic Drive Control System (DDCS) verantwortlich, das in einem Regelkreislauf mit der Endstufe eine lineare Membranbewegung sicherstellt. Positiver Side-Effekt: Die Verzerrungseigenschaften werden dadurch extrem minimiert.

Hörtest

Velodyne MicroVee MK2 Review

Ich muss gestehen, in dieser Größenordnung kenne ich nichts Besseres. Der Velodyne MicroVee MK2 spielt so präzise, so dynamisch und so knackig, dass selbst größere Systeme ins Straucheln geraten. Kurze Impulsausstöße serviert er punktgenau und in Sekundenschnelle. Klarerer Vorteil der verhältnismäßig kleinen Treiber.

Natürlich gelingt so kein kompletter Tiefbass. Der Winzling spielt linear bis ca. 40 Hz und fällt dann ab. Besser so, als künstlich Bass erzeugen, wo nicht genügend Membranfläche vorhanden ist. Die Stärken des MicoVee MKII liegen in seiner Nüchternheit und sehr präzisen Abbildung.

Wer profitiert davon? Meiner Meinung nach alle Stereo-Set-ups, egal ob groß oder klein. Aber genauso AV-Systeme, solange kein Kino im Größenverhältnis 1:1 nachgebildet werden soll.

Denn Subwoofer liefern nicht nur Tiefgang, sondern entlasten auch den Gesamt-Frequenzgang und bekämpfen Raummoden. Dank Durchschleiffunktion am MicroVee ist selbst ein Doppel-Bass-System denkbar.

Zusammenfassung

Velodyne Logo

Wohlgeratene Neuauflage: Der kompakte und leichte MicroVee MK2 ist noch leistungsstärker als sein Vorgänger. Er kann aber nicht nur laut, sondern auch Präzise: Auf Wunsch lässt der Winzling die Hosenbeine flattern. Sonst glänzt er mit sehr genauer Wiedergabe. Wer auf den tiefsten Bass-Keller verzichten kann, ist mit dem kleinsten Velodyne bestens bedient. Vorteil: Dank unterschiedlicher Anschlussarten lässt er sich vielfältig kombinieren.

Velodyne MicroVee MKII Preis: 1.100 Euro

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Velodyne MicroVee MKII Bewertung

9.5 Punkte
Design / Verarbeitung10
Aufbau / Einrichtung9.5
Funktion / Zubehör9
Klang9
Preis / Leistung10

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