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Audioquest-Dragonfly-Test

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D/A-Wandler Audioquest DragonFly V1.2 im Test

Mit MODERNHIFI sind wir ständig auf der Suche nach dem Best Bang for the Buck. Einer davon ist der Audioquest DragonFly V1.2, ein D/A-Wandler in USB-Stick-Form. Wie er sich in der Praxis schlägt, erfährst Du bei uns im Test. Du bist viel unterwegs, verbringst Deine Zeit oft im Zug, im Coffeeshop und dem nächstgelegenen Coworking-Space? Dann kennst Du wahrscheinlich die Regeln für ein mobiles Office. Minimalistisch sollte es sein. Mehr als ein Laptop + Ladegerät und ein Kopfhörer, um Dich von der Außenwelt abzuschotten gehören nicht in den Rucksack rein. Was aber ist, wenn wir Dir sagen, dass Du mit einem Gerät in USB-Stick-Form, die Musikqualität um 100 % steigern kannst? Interessiert? Dann lies den folgenden Test von MODERNHIFI zum Audioquest DragonFly V1.2.

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Verarbeitung

Audioquest Dragonfly 02

Der Audioquest DragonFly ist ein Digital-Analog-Wandler, der in seiner Optik einem USB-Stick gleicht. Das matt-schwarze Gehäuse liegt angenehm in der Hand. Sein Gewicht vermittelt einen hochwertigen und langlebigen Eindruck. Ist der Wandler aktiv, bekommt die eingelassene Libelle Farbe und leuchtet passend zur Musik. Dabei ist nicht das Genre entscheidend, sondern die Auflösung Deiner Audiodateien: Grün, Blau, Bernstein und Magenta – um so höher die Qualität, desto ausgefallener die Farbe des D/A-Konverters.

Einrichtung

Audioquest Dragonfly Funktion

Im Prinzip funktioniert der Audioquest DragonFly Plug and Play. Das heißt: Den kleinen Wandler in einen freien USB-Port stecken, Kopfhörer an den Klinkenausgang und fertig. Schon verwandelst Du Deinen Computer in eine hochwertige HiFi-Anlage. In der Theorie lässt sich mit einigen Einstellungen aber noch ordentlich Feintunen – die passende Musik vorausgesetzt. Im Vergleich: Der etwa doppelt so große Meridian Explorer 2 bietet zusätzlich einen optischen Digitalausgang.

Weil der Audioquest DragonFly keine Tasten und Regler hat, musst Du die Lautstärke im System einstellen. Am besten drehst Du den Regler im Abspielprogramm wie iTunes voll auf und verwendest dann die Lautstärkeregelung am Computer. Dadurch greift die analoge Lautstärkekontrolle des DragonFly und Du behältst die volle Musikauflösung bei. Drehst Du beide Regler am Computer voll auf, erhältst Du einen fixen Ausgangspegel. Diese Anwendung wird benötigt, wenn der DragonFly mit einer Stereoanlage gekoppelt wird. Die Lautstärke steuerst Du dann direkt am Verstärker.

Wichtig ist zu verstehen, dass es verschiedene Auflösungsformate gibt. Von der CD-Auflösung 44,1 Kilohertz (kHz) bis zum High-Resolution-Format 192 kHz. Der DragonFly unterstützt jedes Format bis zu 192 kHz. In der Praxis werden die ganz hohen Sampleraten allerdings auf 96 kHz herunter gebrochen. Aktuelle Streaming-Dienste nutzen dieses Potential nicht einmal annähernd aus. Wimp unterstützt die CD-Auflösung, Spotify liegt leicht darunter.

Funktion

Audioquest Dragonfly Funktion 02

Wahrscheinlich fragst Du Dich jetzt, was den Audioquest DragonFly denn nun von Deinem Computer-Ausgang unterscheidet. Im Prinzip ist der Digital-Analog-Wandler nichts anderes als eine externe Soundkarte. Der Hauptunterschied zum On-Board-System ist die asynchrone Signalübertragung. Der Wandler sagt dem PC, wann er seine Daten senden soll und bereitet sie über einen Taktgenerator neu auf. Dadurch wird die Musikwiedergabe stimmiger und digitale Zeitfehler (Jitter) werden reduziert. Für die Digital-zu-Analog-Wandlung setzt Audioquest einen 24-Bit-Chip von ESS Sabre ein, der sonst nur in High-End-Geräten zu finden ist.

Hörtest

Audioquest Dragonfly Sound

Pop: Der Audioquest DragonFly V1.2 klingt deutlich besser als jede Standard-Soundkarte. Dennoch legt er keinen Wert darauf, absolut neutral zu sein. Schon bei glatt polierter Pop-Musik stellt er seine Liebe zu kräftigen Bässen unter Beweis. In Repeat Pleasure von How to Dress Well spielt der Bass hörbar prominent auf. Die einen werden es lieben, die anderen sollten sich lieber die Konkurrenz von Meridian anschauen. Auch Obertöne stellt der Wandler gern etwas deutlicher heraus. HiHat, Claps, und Snare in Sondre Lerches Bad Law klingen präsent, aber nicht überzogen oder störend krell.

Funk: Seine Vorliebe für starke Bässe stellt er auch bei groovenden Funk-Nummern wie in Sugah Daddy von D’Angelo unter Beweis. Die Kick klingt angenehm straff, die Bassgitarre lädt zum Kopfnicken ein und Tiefbass-Effekte sorgen für den Überraschungsmoment. Aber auch Bläsersätze klingen mit Nachdruck und dadurch besonders effektvoll. Selten haben wir Funk-Musik so gut von einem Computer gehört.

Klassik: Bei klassischer Musik geht die Meinung über den DragonFly wieder weit auseinander. Einerseits klingt er sehr energiegeladen wie in Ludovico Einaudis Run und wirkt damit kräftig und emotional. Andererseits ist dies nicht das hyperrealistische Abbild des Songs, weshalb man sich als Klangfetischist durchaus daran stören kann. Wir finden den Grundklang des Wandlers sehr angenehm. Womit er klar Stellung bezieht im Vergleich mit dem etwas nüchternen Meridian Explorer.

Elektro: Elektronische Musik geht mit dem Wandler unter Kopfhörern direkt ins Mark. Wenn Du größtenteils Elektro hörst, wirst Du nichts am Audioquest auszusetzen haben. Wie bereits festgestellt, kommt auch hier der Bass ordentlich zur Geltung. Er ist leicht betont aber nicht zu sehr überzogen. Spotting von Patricia bietet eine gute Mischung aus tiefem Bass und feinen Details – genau die Eigenschaften, die auch der Wandler mitbringt.

Zusammengefasst

Du hörst moderne Musik – dann fährst Du mit dem Audioquest DragonFly V1.2 genau richtig. Ein ausgewogener Klang, der sich besonders für klassische Musik eignet, ist nicht sein Ziel. Der DragonFly klingt lebendig und das ist in den meisten Fällen das, was Du bei moderner Musik willst.

Audioquest DragonFly V1.2 Preis: 150 Euro
Passend dazu: Audioquest DragonFly Black Test

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Audioquest DragonFly V1.2 Test

8.4 Punkte
Design / Verarbeitung9
Aufbau / Einrichtung9
Funktion / Zubehör7.5
Klang8
Preis / Leistung8.5

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