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01-Beyerdynamic-DT-1350-Test

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Beyerdynamic DT 1350 Test: klangstarker Begleiter

Für Musiker gemacht, für den Alltag empfohlen: Der Beyerdynamic DT 1350 ist kompakt, sitzt straff und bietet eine gute Außengeräuschdämmung. Noch erstaunlicher ist aber der Klang, der aus dem geschlossenen On-Ear-Kopfhörer kommt.

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Beyerdynamic DT 1350 Test

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Nicht jeder kann sich mit In-Ears zum Musikhören unterwegs anfreunden. Sitzen die kleinen Ohrstöpsel zu Hause noch sicher im Ohr, fallen sie spätestens nach den ersten Schritten wieder heraus. Auch ich habe mit den kleinen In-Ohr-Hörern so meine Probleme. Die Lösung brachten erst universelle In-Ear-Monitore wie die InEar Stagediver 2 oder eine riesige Ear-Tip-Auswahl wie beim RHA T20i. Wer trotzdem kompakt und leicht unterwegs sein will, aber lieber einen Bügel trägt, dem sei vorweg schon einmal der Beyerdynamic DT 1350 CC empfohlen.

Eines steht fest: Der Beyerdynamic-Kopfhörer ist leicht! 174 Gramm bringt er auf die Waage, was für jemanden, der sonst nur große Over-Ear-Kopfhörer trägt, in die Kategorie Fliegengewicht fällt. Trotzdem wurde hier nicht am Material gespart: Die Bügel bestehen aus Aluminium und werden von Leder bekleidet. Die Gehäuse aus Kunststoff drücken das Gewicht.

Optisch wirkt der Kopfhörer eher reduziert, was sehr gut zum modernen Zeitgeist passt. Die Verarbeitung ist auf einem soliden Level, jedoch nicht mit der eines Beyerdynamic T1 gleichzusetzen.

Geräuschisolation

Ich habe den Kopfhörer gerade beim Schreiben dieses Artikels auf und bin über seine passive Geräuschunterdrückung erstaunt. Anschlagsgeräusche kommen nur noch milde durch; alles wirkt ruhiger und gedämpft.

Der Effekt wird sich mit einem recht kräftigen Anpressdruck erkauft, der dafür sorgen soll, dass der Kopfhörer Musikern nicht von den Ohren rutscht. Für längere Hörsessions ist mir der Druck auf Dauer etwas zu groß. Auf knapp zwei Stunden Bahnfahrt hat er dagegen ausgezeichnete Dienste geleistet.

Damit das Kopfband mit seiner milden Polsterung nicht zu stark auf dem Kopf aufliegt, lassen sich die Doppelbügel vertikal aufspreizen. Auch in der Horizontalen ist ausreichend Luft, sodass der Beyerdynamic DT 1350 verschiedenen Kopfgrößen gerecht wird.

Die Ohrpolster sind um 90 Grad eindrehbar, was vor allem DJs gefallen wird. So lässt sich mit dem einen Ohr der Mix verfolgen, während der Hörer auf der anderen Seite mal eben hinter den Kopf gelegt wird. Die Schaumstoff-Polster zählen nicht unbedingt zu den fluffigsten, bieten aber einen angenehmen Sitz.

CC-Kabel

Das Kabel ist fest an der linken Ohrmuschel angebracht – hier hätte ich mir eine austauschbare Variante gewünscht, zumal es bei Musikern einer permanenten Belastung ausgesetzt ist. Dafür hat es eine stabile Ummantelung und sollte so auch für längere Zeit halten. Einzig die Geräuschübertragung bei Reibung an der Kleidung ist mitunter etwas störend.

Den Beyerdynamic DT 1350 gibt es in zwei Varianten: Ich habe die CC-Version mit 2,5-Meter-langem Spiralkabel. Alternativ gibt es den 1350 Pro mit einer geraden 1,5-Meter-Leitung, die ich für den HiFi-Gebrauch empfehle. Das Kabelende mündet in einem recht großen 3,5-Millimeter-Klinkenstecker, dem ein schraubbarer 6,3-mm-Klinkenadapter beiliegt.

Die Nennimpedanz von 80 Ohm ist für einen Mobilkopfhörer zwar etwas ungewöhnlich, reicht aber zum Betrieb am iPod locker aus. Weiterhin bringt die einige klangliche Vorzüge, auf die ich im Folgenden eingehe.

Hörtest

Der Beyerdynamic DT 1350 ist in erster Linie für Musiker gemacht, die nach einer sauberen Wiedergabe ihrer Darbietungen suchen. HiFi-Anwender mit Vorliebe für neutralen Klang kommen damit ebenfalls auf ihre Kosten, denn genau diese Anforderung weiß der Kopfhörer zu erfüllen.

Der Mittenbereich besticht durch seine Klarheit und Linearität. Weder Stimmen noch Instrumente werden eingefärbt. Unauffällig lautet die Devise, denn hier klingt die Musik tatsächlich so, wie sie sein soll. Freunde von warmen Grundtönen kommen hier eher nicht auf ihre Kosten.

Auch der Hochtonbereich klingt klar und sauber und schließt sich vorbildlich an die Mitten an. Mitunter wirkt der Beyerdynamic etwas hell, was sich auf eine leichte Anhebung im Präsenzbereich zurückführen lässt. Dies wirkt sich allerdings eher in einer Brillanten, detailreichen Wiedergabe aus, als das die Artikulation von Stimmen darunter leiden würde.

Der Bassbereich ist die eigentliche Überraschung des Beyerdynamic DT 1350. Wer hier aufgrund der kompakten Abmessungen auf eine dünne Wiedergabe schließt, hat sich getäuscht. Der Kopfhörer spielt tief, ohne zu dick aufzutragen. Sein Schwerpunkt liegt in der ausgezeichneten Impulswiedergabe. Große Kesselpauken werden straff reproduziert und sorgen damit für ein lebendiges und dynamisches Klangbild. Freunde übermäßiger Bassdarstellungen sollten sich lieber noch einmal umorientieren. Wer hingegen natürliche straffe Bässe bevorzugt, wird mit dem DT 1350 sehr glücklich werden.

Ein paar Abstriche muss man mit dem Kopfhörer bei der Bühnendarstellung machen. Während Instrumente und Stimmen exakt angeordnet sind, lässt die Durchhörbarkeit in Breite und Tiefe noch Luft nach oben. Im unteren Mittenbereich gibt es dazu eine leichte klangliche Ungereimtheit, die aber fast schon vernachlässigbar gering ausfällt. Die Knackpunkte lassen sich mit Kopfhörern dieser Größenordnung in der Regel nur schwer vermeiden. Wer nach mehr Luftigkeit sucht, muss zu einem offenen Kopfhörer greifen, nimmt dann aber in Kauf nicht mehr mobil zu sein.

Zusammengefasst

Der Beyerdynamic DT 1350 ist das Paradebeispiel, wie ein Mobilkopfhörer klingen kann. Schnelligkeit und ein hohes Maß an Neutralität zeichnen ihn aus. Sein straffer Sitz und die gute Außengeräuschdämpfung machen ihn zum perfekten Reisebegleiter. In seiner Preisklasse ist der DT 1350 alternativlos!

Beyerdynamic DT 1350 Pro Preis: 219 Euro
Beyerdynamic DT 1350 CC Preis: 268 Euro

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Beyerdynamic DT 1350

8.8 Punkte
Verarbeitung8.5
Tragekomfort8.5
Zubehör9
Klang9
Preis9
Angebot
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