×
Bluesound Node Test: Gen 3 mit HDMI eARC

Anzeige

Bluesound Node Test: Gen 3 mit HDMI und Magic Buttons

Der Bluesound Node ist einer der vielseitigsten Multiroom-Audio-Streamer. Der Node N130 aus der 3. Generation soll Gutes noch besser machen. Ob ihm das gelingt, zeigt der Test.

Anzeige

Bluesound Node 3?

Alle paar Jahre legen die Kanadier von der Lenbrook Group ihre Netzwerkplayer neu auf. Das bis dato größte Upgrade erfuhr der Bluesound Node 2 (Test). Darauf folgte der 2i mit Detailverbesserungen. Jetzt steht mit dem Bluesound Node 3 bzw. 4 – wie man auch zählen mag – wieder ein großes Update an. Nur eines bleibt unangetastet: der Name Node, zu deutsch Knoten und nach wie vor die beste Beschreibung für ein Gerät, das die Stereo-Anlage zusammenhält.

Bluesound Node Test

Bluesound Node 3 Tasten mit Sensor

Der Bluesound Node N130, so die technische Produktbezeichnung, ähnelt optisch seinem Vorgänger. Ein schlankes Gehäuse – jetzt in Mattschwarz, gerundete Kanten und 22 cm Seitenlänge laden ein, ihn auf einem Sideboard auszustellen.

Neu sind die berührungsempfindlichen Tasten auf der gläsernen Deckplatte, die erst bei Annäherung des Fingers einblenden. Ein nettes Gimmick und auch ein bisschen Spielerei. Ein- und Ausblendzeit lassen sich einstellen.

Technisch hat der Bluesound Node 2i Nachfolger mehr zu bieten. Dabei stechen der neue Prozessor und Wandler für mehr Klang und Leistung sowie der HDMI-eARC-Anschluss besonders heraus. So wird der Streamer zur Brücke zwischen Smart-TV und Anlage und verteilt den Fernsehton auf weitere BluOS-Geräte im Haus.

BluOS?

BluOS App auf einem iPad

BluOS heißt die Software, die in den Geräten von Bluesound steckt. Wer die Plattform unterstützt, ist automatisch Teil des Multiroom-Systems. Mittlerweile bieten auch Marken wie Dali oder NAD kompatible Lautsprecher und Verstärker an. Weitere Hersteller werden dem Trend bald folgen.

Denn im Vergleich zu Sonos streamt BluOS auch in HD bis 24 Bit und 192 Kilohertz und unterstützt den Audiocontainer MQA. Zur Wiedergabe von DSD-Dateien brauchen wir einmalig die Desktop-App. Die konvertiert das ursprüngliche SACD-Format über PCM in FLAC-Dateien und stellt sie allen BluOS-Playern zur Verfügung.

Neben dem Node bringt Bluesound in diesem Jahr eine ganze Reihe neuer Produkte. Zum Beispiel den Powernode, quasi ein Node mit integriertem Verstärker, oder eine Dolby-Atmos-Soundbar. Den Funk-Subwoofer Bluesound Pulse Sub+ (Test) haben wir bereits ausführlich vorgestellt und auch während des Bluesound Node 3 Tests per WLAN verbunden. Für klassische Bassboxen bietet der Streamer zusätzlich einen Sub-Out-Anschluss.

BluOS App Musik-Streaming-Dienste

Alle BluOS-Geräte greifen als gemeinsame Wiedergabegruppe oder einzeln auf Musikdienste zu (Amazon Music, Spotify, Tidal, Qobuz und viele mehr). Sie spielen Internetradio-Stationen, auch in HD über Radio Paradies und durchstöbern die Musiksammlung auf der Netzwerkfestplatte (per SMB-Freigabe). Was fehlt: der Streamingdienst Apple Music, der jetzt auch Lossless kann.

Dieser lässt sich dafür via AirPlay 2 oder Bluetooth aptX HD (bzw. SBC und AAC) auf die BluOS-Player übertragen. Cool: Der Bluesound Node gibt Musik auch an Bluetooth-Geräte weiter. Das ist praktisch, wenn man zum Beispiel dem Spielfilm vom Fernseher ungestört unter Bluetooth-Kopfhörern folgen will.

Die Bedienung des Audio-Streamers gelingt direkt am Gerät inklusive fünf Preset-Tasten, über die optionale Fernbedienung RC 1, per Web-Browser oder mit der BluOS-App.

In der lässt sich zwischen Streaming und den physikalischen Eingängen wechseln, Player gruppieren und weitere Einstellungen vornehmen. Sehr praktisch: Die Wiedergabelisten-Funktion sammelt alle Playlisten aus den verschiedenen Streamingdiensten an einem Ort.

BluOS HDMI ARC mit Lip-Sync

Streamer oder Computer?

Bluesound Node N130 Anschlüsse mit USB und HDMI eARC

Was unterscheidet einen Computer von einem Smartphone und von einem Audio-Streamer? Im Grunde genommen nur die Hülle. Denn alle brauchen einen Prozessor und Arbeitsspeicher. Im Bluesound Node 2021 steckt ein Vierkernprozessor. Der basiert auf einer Arm-Architektur, genauso wie die M1-Chips in den neuen Macs von Apple.

Der Cortex A53 im Node 3 ist deutlich leistungsstärker als der in seinem Vorgänger, verbraucht weniger Ressourcen und öffnet die Tür für zukünftige Technologien.

Nachhaltigkeit hat bei Bluesound übrigens Tradition: bis heute werden die Geräte der ersten Generation aus dem Jahr 2012 mit Software-Updates versorgt und mit Funktionen wie Amazon Alexa / Google Assistant, MQA-Wiedergabe oder Spotify Connect auf den aktuellen Stand gebracht.

Weiterhin sitzt im Bluesound Node aus dem Jahr 2021 ein D/A-Wandler-Chip vom Typ PCM5242 von Texas Instruments. Der wurde mit einem differenziellen Ausgangsdesign implementiert und sorgt auf dem Papier für geringere Verzerrungswerte und einen größeren Signal-zu-Rauschabstand.

Hörtest

Bluesound Node 2021 Streamer Review

Der Bluesound Node zeigt sich sehr kontaktfreudig zu nachfolgenden Geräten. Den direkten Draht zum Verstärker legen wir über einen Cinch-Anschluss. Für Receiver mit DAC-Funktion oder externe D/A-Wandler stehen auch ein Koaxial-, ein TOSLINK- und ein USB-Ausgang zur Wahl.

Weiterhin schließen wir unseren LG-Fernseher im Testraum an den HDMI-eARC-Eingang an. Praktisch: Mit aktivierter Autosense-Funktion in der BluOS-App schaltet der Node automatisch auf den HDMI-Eingang, wenn wir den TV einschalten.

Bei so einer Kette stellt sich die Frage: Ist die Wiedergabe auch lippensynchron zum Bild? Das testen wir beim 4:2-Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen den amtierenden Europameister Portugal während der Fußball-EM Euro 2020. Im Jahr 2021.

Während die Stimme von Kommentator Gerd Gottlob aus dem Off nur wenig Auskunft gibt, passt das gesprochene Wort von Moderatorin Jessy Wellmer und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger exakt zum Bild. Hier ist kein Nachjustieren über die Lip-Sync-Funktion in der BluOS-App notwendig.

Auch die Stadionatmosphäre überträgt der Streamer vorbildlich und in voller Breite, wenn die 13.000 angereisten Fans „Oh, wie ist das schön!“ einstimmen. So eine Klangkulisse liefern nur ganz wenige Soundbars und erst recht kein Fernseher. TV-Test bestanden!

Seine Informationsflut und Transparenz zieht sich bei der Wiedergabe von Musik fort. Dabei sprudelt er voller Energie durch die verschiedensten Genres, ohne zu hetzen oder spürbar zu verfärben.

Für das letzte Quäntchen Feinauflösung muss man schon deutlich tiefer in die Tasche greifen oder den Netzwerkplayer um einen sehr hochwertigen D/A-Wandler ergänzen. In seiner Klasse ist der Node das Beste, was der Markt zu Bieten hat.

Zusammenfassung

Die Ausstattungsliste ist enorm: Von Audio in HD mit BluOS über AirPlay 2 bis zu bidirektionalem Bluetooth spielt der Node die komplette Streaming-Klaviatur. Dazu ein HDMI-eARC-Anschluss zur Einbindung des Fernsehers. Das schlanke Gehäuse im matten Finish und „magische“ Preset-Tasten verschönern den Technik-Alltag. Mit seinem transparenten Klang und der enormen Spielfreude ist der Node kaum noch zu schlagen. Unsere Top-Empfehlung für jede Anlage!

Bluesound Node Preis: 549 Euro

Anzeige

Bluesound Node N130 Bewertung

9.5 Punkte
Design / Verarbeitung9.5
Aufbau / Einrichtung9
Funktion / Zubehör9.5
Klang9.5
Preis / Leistung10

Anzeige