×
Dali Zensor 5 AX Test aktive Standlautsprecher

Anzeige

Dali Zensor 5 AX Test: aktive Standlautsprecher

Smartphone/Tablet, Standlautsprecher: Fertig ist die HiFi-Anlage. Wer will, schließt gleich noch seinen Smart-TV mit an. HiFi muss nicht immer groß, schwer und teuer sein. Dass es auch anders geht, zeigen die Dali Zensor 5 AX.

Anzeige

Aktiv oder Passiv?

Dali Zensor 5 AX mit Gewebehochtöner

Steht heute der Kauf neuer Lautsprecher an, stellt sich die Frage: Soll es passiv oder aktiv sein? Die Vorteile der Aktivelektronik liegen auf der Hand: Die Verstärker sind bereits in die Lautsprechergehäuse eingebaut und der Kabelsalat kürzt sich zusammen.

Bringen die Lautsprecher gleich noch Digitaleingänge mit, schrumpft die HiFi-Anlage noch weiter zusammen. Zwei Lautsprecher, ein Quellgerät, fertig ist das moderne HiFi-System.

Dali Zensor 5 AX Test

Dali Zensor 5 AX Bluetooth-Lautsprecher

Die Dali Zensor 5 AX sind die ersten aktiven Standlautsprecher aus dänischer Fertigung. Vorbild stand die passive Zensor-Serie, wie schon bei den aktiven Regallautsprechern Dali Zensor 1 AX (Test).

Statt nur auf Analogeingänge zu setzen – hier ein 3,5-Millimeter-Klinkeneingang – setzt der Hersteller bei den Dali Zensor 5 AX noch einen optischen Digitalanschluss und ein Bluetooth-Board mit ein. Damit verbinden sich die Lautsprecher mit jedem Tablet, Smartphone und Computer – und das in wenigen Sekunden.

Einfach das Bluetooth-Menü am Gerät öffnen und die Dali Zensor 5 AX auswählen – das kriegt selbst der größte Technik-Laie hin.

Technik

Dali Zensor 5 AX Anschlüsse

Ein Zensor-5-AX-Paket besteht aus einem Aktiv- und einem Passivlautsprecher. Dadurch ist das System teilaktiv, denn die beiden Class-D-Verstärker mit jeweils 50 Watt Leistung sitzen nur im linken Lautsprecher. Von da aus wird ein Lautsprecherkabel zur rechten Zensor gelegt, die nicht nochmal eine separate Stromversorgung braucht.

Das Anschlussfeld sitzt ebenfalls am linken Lautsprecher. Digitalsignale nimmt die aktive Zensor 5 AX mit einer Auflösung von bis zu 24 Bit und 176,4 Kilohertz (kHz) auf. Das reicht für alle (HD-)Musik-Streaming-Dienste aus und wird erst bei Downloads von HiRes-Audiofiles aus entsprechenden Shops relevant.

Bluetooth- und Analogsignale durchlaufen zunächst einen A/D-Konverter (24/96), bevor sie – wie die optischen Signale – auf einen digitalen Signalprozessor (DSP) treffen. Der achtet darauf, dass keine Verzerrungen entstehen und rechnet die nun komplett digitalisierten Signale (PCM) in ein hochfrequentes PWM-Signal um und splittet sie bei 2,4 kHz für den Hoch- und Tiefmitteltonbereich auf. Bis zu den Treibern verläuft der Signalweg komplett digital.

Mit Fernbedienung

Dali Zensor 5 AX Fernbedienung

Schauen wir uns die passive Zensor an, ist alles beim „alten“. Auf einer Höhe von 84 Zentimetern stecken drei Lautsprecher im 2,5-Wege-Aufbau, wie bei auch der aktiven. Der Hochtöner misst im Durchmesser 25 Millimeter und besteht aus einer Gewebemembran. Darunter sitzen zwei 5,25-Zoll-Tief-Mitteltontreiber und ein nach vorne gerichteter Reflexport, was eine wandnahe Aufstellung erleichtert.

Die Steuerung geschieht wie bei einem gewöhnlichen Verstärker mittels Fernbedienung. Die ist im vorliegenden Fall nicht so elegant wie die Lautsprecher, erfüllt jedoch ihren Zweck. Quellenanwahl, Lautstärke, Stand-by-Schalter – die wichtigsten Funktionen werden dem Nutzer in die Hand gelegt.

Hörtest

Dali Zensor 5 AX Review

Zunächst müssen sich die Dali Zensor 5 AX an einem Smart-TV beweisen, der das Tonsignal über ein optisches Kabel überträgt. Kein AV-Receiver und kein D/A-Wandler stehen dabei im Signalweg: Minimalistischer kann ein HiFi-System kaum sein.

Wie schon bei den kleinen Dali Zensor 1 AX sorgt auch bei den Großen die Gewebekalotte für eine frische Wiedergabe. Das hilft dabei Dialoge besser zu verstehen, wenn etwa Elliot aus Mr. Robot seinem Hacker-Slang verfällt. Harte Konsonanten oder zischelnde S-Laute bleiben aus.

Kräftige Bässe gibt’s bei den Dali Zensor 5 AX frei Haus. Die liefern zwar auch die Kleinen bis zu einem gewissen Grad – ohne zusätzlichen Subwoofer machen die 5er bei „The Dark Knight“ aber einfach mehr Spaß. Bassimpulse werden reaktionsschnell in den Raum gestellt: Explosionen, Kesselpauken, 808er: Die Dalis schrecken vor nichts zurück. Und wenn es doch einmal mehr als die untersten 43 Hertz sein sollen, lassen sich die Lautsprecher noch um einen Subwoofer erweitern.

Über Bluetooth vom Smartphone zeigen die Standlautsprecher, welche Qualität in der aptX-Übertragung steckt. Die Jazz-Pianistin Hiromi klingt über die Lautsprecher schon sehr natürlich mit einer guten Raumdarstellung und hoher Dynamik. Schließt man dann noch einen Netzwerkplayer wie den Argon Audio Stream 2M an die TOSLINK-Buchse an und greift auf sein geripptes CD-Archiv zurück, wachsen die Lautsprecher über sich hinaus und klingen nochmals straffer und lebendiger.

Zusammengefasst

Dali kappt die Kabel, aber nicht den Klang. Mit der aktiven Zensor-Serie gehen die Dänen den richtigen Weg in Richtung Zukunft und bieten ein preisbewusstes All-in-One-Paket für den modernen Musikliebhaber an. Mit analogen und digitalen Eingängen und einer Schnittstelle für Bluetooth-Geräte sind die Dali Zensor 5 AX vor allem alltagstauglich. Für 1000 Euro gibt es zurzeit keine besseren aktiven Standlautsprecher auf dem Markt.

Dali Zensor 5 AX Preis: 999 Euro (Paar)

Weitere Informationen: Dali

Anzeige

Dali Zensor 5 AX

8.6 Punkte
Design / Verarbeitung8
Aufbau / Einrichtung9.5
Funktion / Zubehör8.5
Klang8.5
Preis / Leistung8.5

Anzeige