Teufel Mute Test: der bessere QC25?

Lange hat es gedauert, bis sich Teufel dazu entschlossen hat einen eigenen Noise-Cancelling-Kopfhörer auf den Markt zu bringen. Aus Respekt vor den Großen? Wohl eher nicht. Viel mehr wollte man sich keine Blöße geben und lieber gleich mit einem Referenzprodukt an den Start gehen. Ob das gelungen ist, zeigt unser Teufel Mute-Test.



Verarbeitung

Teufel-Noise-Cancelling-Kopfhörer Mute

Mit 150 Euro ist der Teufel Mute eine echte Kampfansage an die Konkurrenz von Bose und Beats. Rund 100 Euro lassen sich gegenüber den Konkurrenten sparen. Schauen wir uns an, ob dabei auch der Tragekomfort und die Klangqualität stimmen.

Die allgemeine Verarbeitung wirkt solide, wenn auch der Kopfhörerbügel zunächst etwas steif in den Händen liegt. Dies mag an dem hauptsächlich verwendeten Kunststoff-Material liegen. Ein kurzer Blick auf die Konkurrenz von Bose: Die machen das auch nicht anders!

Auf dem Kopf liefert der Bügelkopfhörer einen kräftigen Anpressdruck, der bereits für eine gute passive Geräuschunterdrückung sorgt. Die Kopf- und Ohrpolster sind wieder einmal aus Protein-Leder gefertigt. Das kennen wir schon von anderen Teufel-Kopfhörern und können für das anschmiegsame Material bürgen.

Angetrieben wird der Teufel Mute von einer einzelnen AAA-Batterie, die in der rechten Hörerseite unterkommt. Verdeckt von einer Plastik-Kappe mit großem Teufel-„T“ und davon von außen nichts mehr mitzubekommen.

Die Ohrschalen lassen sich um 45 Grad neigen, damit der Teufel-Kopfhörer in die mitgelieferte Transportbox passt. Darin befindet sich noch eine Mini-Tasche, in die der Flugzeugadapter und das abnehmbare Anschlusskabel passen.

Das ummantelte Kopfhörer-Kabel wirkt deutlich hochwertiger als bei so mancher Konkurrenz und beugt obendrein versehentliches Verknoten vor. Eine Kabel-Fernbedienung oder Freisprecheinrichtung gibt es nicht. Aber was noch nicht ist, kann ja noch kommen.


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Noise Cancelling

Teufel-Mute mit AAA-Batterie für Noise-Cancelling-Funktion

Das Active Noise Cancelling (ANC) am Teufel Mute eignet sich vor allem für lange Reise im Flugzeug oder Zug, kann aber genauso im Büro verwendet werden. Einfach den Schalter an der linken Ohrmuschel drücken und schon ist die aktive Rauschunterdrückung aktiviert.

Nochmal die Taste gedrückt, geht der Teufel-Noise-Cancelling-Kopfhörer in eine Art Stand-by-Modus über. Dann sind sowohl das ANC als auch die Musikwiedergabe deaktiviert und man kann sich mit seinem Nebenmann unterhalten. Ein längeres Drücken schaltet das Noise-Cancelling ab und lässt die Musik weiterspielen. Der Teufel Mute läuft auch mit leerer Batterie, was bei so manchem Konkurrenz-Produkt nicht selbstverständlich ist.

Im direkten Vergleich mit dem Branchen-Primus Bose QC25 spielt der Teufel auf ähnlich gutem Niveau. Beide ANC-Kopfhörer senken Umgebungsgeräusche hörbar ab. Der Bose scheint dabei allerdings noch ein paar mehr tieffrequente Störgeräusche mit zu schlucken. Bei gleichzeitiger Musikwiedergabe relativiert sich der Unterschied aber wieder schnell. Dann arbeiten beide Systeme auf ähnlich gutem Niveau.

Hörtest

Teufel-Mute-Test mit aktiver Geräuschunterdrückung

Auch für den Hörtest haben wir unsere Referenz unter den Noise-Cancelling-Kopfhörern, den Bose QuietComfort 25, wieder zum Vergleich herangezogen.

Beide bieten einen ähnlichen Klangeindruck. Die Unterschiede liegen jedoch im Detail. Zunächst fällt auf, das der Bose lauter klingt. Dies mag an unterschiedlichen Impedanz-Werten liegen. Der Teufel Mute ist mit einer Nennimpedanz von 32 Ohm sowohl für den Einsatz am Smartphone als auch mit einem Kopfhörerverstärker bestens gerüstet.

Klanglich sprang uns der Bose zunächst mehr an. Er klang direkter, was aber auch zu einer stärkeren Konsonanten-Abbildung führte. Der Teufel Mute hielt sich im oberen Frequenzbereich mehr zurück und überzeugte mit einer kräftigeren Tiefmitten- und Bass-Darbietung – typisch Teufel eben. Die zusätzliche Power nutzte der Teufel-Noise-Cancelling-Kopfhörer auch bei der räumlichen Klang-Darstellung. Dabei baute er eine tiefe Bühne auf, die eine gute Differenzierbarkeit zwischen vorderster und letzter Instrumentenreihe erlaubte.

Zusammengefasst

Der Einstieg ins Noise-Cancelling-Geschäft ist Teufel mit dem Mute sehr gut gelungen. Klanglich solide mit leichtem Hang zum Bass, eignet er sich genauso zum Musikhören sowie aufgrund seiner Funkionen in lärmender Umgebung. Das Noise Cancelling funktioniert bei Bose einen kleinen Tick besser als beim Teufel Mute. Bei rund 100-Euro-Preisunterschied, wissen wir aber, zu welchem der beiden wir greifen würden.



Teufel Mute Test

8.8 Punkte
Vorteile
- schickes Design

- gutes Noise-Cancelling

- läuft auch passiv

- Preis
Nachteile
- keine Kabelfernbedienung

- etwas wenig Höhen

Preis
Der Teufel Mute ist für einen Preis von 150 Euro im Teufel-Web-Shop erhältlich.
Verarbeitung8.5
Tragekomfort8.5
Zubehör9
Sound8.5
Preis9.5


Veröffentlicht am: 24. November 2015 / Autor: Torsten Pless / Fotos: MODERNHIFI
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