×
Teufel Mute BT Test Noise-Cancelling-Kopfhoerer: der bessere QC35?

Anzeige

Teufel Mute BT Test: Bluetooth-Kopfhörer mit ANC

Wenn es aktuell einen Trend auf dem Kopfhörer-Markt zu verzeichnen gibt, dann ist es zweifellos die Kombination aus Bluetooth mit Noise-Cancelling. Angetrieben vom Wegfall der Klinkenbuchse am iPhone 7 hat mittlerweile fast jeder namhafte Audio-Hersteller ein passendes Reise-Utensil im Programm. Der Teufel Mute BT gehört zu den günstigsten Vertretern dieser Klasse, doch wie gut sind die Klangleistung und die Geräuschunterdrückung und wie schlägt er sich gegen die Konkurrenz?

Anzeige

Teufel Mute BT Test

Teufel Mute BT Test des Bluetooth-Kopfhoerer mit Active Noise Cancelling

Der Teufel Mute BT ist nicht der erste Noise-Cancelling-Kopfhörer des ursprünglich reinen Lautsprecher-Herstellers. Bereits Ende 2015 brachten die Berliner einen Kopfhörer mit Active Noise Cancelling (ANC) unter dem Namen Teufel Mute, der im Test mit der damaligen Referenz Bose QC25 auf einem Level spielte.

Neuerdings setzen beide Hersteller auf Funk, der Teufel Mute BT sogar mit aptX-Codec, der für eine Audioübertragung auf CD-Niveau sorgt. Dafür verzichtet der Teufel auf die Schnellverbindungs-Variante NFC. Das heißt: Die Kopplung mit dem Smartphone gelingt ausschließlich über das Bluetooth-Menü am Quellgerät.

Langer Atem

Der Teufel Mute BT Kopfhoerer spielte selbst nach 24 Stunden Dauerbeschallung noch locker weiter

Wurde der kabelgebundene Teufel Mute noch über eine handelsübliche Batterie mit Energie gespeist, sitzt im Teufel Mute BT nun ein Lithium-Ionen-Akku. Dieser sorgte auch gleich für Bestwerte in der Disziplin „Ausdauer“ und spielte selbst nach 24 Stunden Dauerbeschallung noch locker weiter.

Der Teufel lässt sich wie sein Bruder auch per Kabel mit Smartphones und anderen Zuspielern verbinden. Dann deaktivieren sich allerdings die Bedientasten für die Lautstärke und Titelsprünge deaktiviert und die Headset-Funktion entfällt.

Das macht sich andererseits positiv in der Akkuleistung bemerkt: Ohne Bluetooth, aber mit Active Noise Cancelling verspricht Teufel satte 60 Stunden Laufzeit – immer noch referenzwürdige 50 Stunden mit Bluetooth bei deaktiviertem ANC. Sehr Gut: Der Teufel Mute BT lädt über ein Micro-USB-Kabel am PC in nur zwei Stunden wieder auf.

Bekanntes Design

Teufel Mute BT mit Transport Case

Von außen orientiert sich der Teufel Mute BT an seinem Bruder. An den Gehäuseschalen prangen große Teufel-Logos und Kopf und Ohren sind weich gepolstert. Der Mute BT trägt sich damit angenehm bequem – für mich sogar noch besser als der Teufel Mute.

Statt mit rotem Zierring zeigt sich der Mute BT durchgehend in mattem Grau. Der hohe Kunststoffeinsatz ist dem Preis geschuldet, wirkt sich jedoch nicht Negativ auf die Verarbeitung aus.

Die Ohrmuscheln lassen sich für das Transport-Case um 90 Grad nach innen drehen. Noch kompakter geht der Mute BT aufgrund fehlender Faltmechanismen hingegen nicht.

Neu sind die Bedienelemente, die für Rechtshänder ungewohnt auf der linken Hörerseite sitzen. Neben den genannten Funktionen lassen sich damit auch Sprachanrufe entgegennehmen oder Sprachbefehle über „Siri“ oder „Ok Google“ absetzen.

Hörtest

Teufel Mute BT Testbericht

Zum Hörvergleich ziehe ich den kabelgebundenen Teufel Mute heran, der unverkennbar die gleiche Klangsignatur wie der Teufel Mute BT besitzt. Die Unterschiede liegen im Detail: der Mute BT klingt etwas voller im Grundtonbereich von Instrumenten, Bässe wirken straffer und lebendiger, während Stimmen noch präsenter sind.

Der Titel „Lazarus“ von der kürzlich erschienenen No-Plan-EP von David Bowie sowie von seinem letzten Album Blackstar klingt positiv entspannt. Er spielt im Hochton offen mit knorriger Bassgitarre und einer kraftvollen Gesangsdarbietung Bowies. Der Song weckt Emotionen, der Kopfhörer hindert ihn nicht daran.

Dass der Teufel Mute BT auch in der Lage ist, tief zu spielen, ohne im Bass zu übertreiben, zeigt der Titel „Burning Bright (Field on Fire)“ von Nine Inch Nails. Die heruntergestimmten Gitarren, die verzerrten Drums und Bässe – alles wirkt düster, alles wirkt gewollt, ohne dass der Teufel hörbaren Einfluss nimmt.

Der Bluetooth-Kopfhörer klingt angenehm neutral und eignet sich damit auch zum Lauschen großer Orchester-Werke im Büro und unterwegs. Gesagt, getan u.a. mit dem Hauptthema aus Hans Zimmers Soundtrack zu „The Dark Knight Rises“ aus der neuen The-Classics-Zusammenstellung. Der Teufel Mute BT agiert dabei sehr dynamisch, stellt die einzelnen Instrumentengruppen plastisch dar und gewährt tiefe Einblicke in das Bühnengeschehen – genau das, was ich von einem Alltagskopfhörer erwarte.

Während der Bose QC35 im Vergleich noch etwas offener in den Höhen klingt, punktet der Teufel nach wie vor mit der besseren Bass-Darstellung. Auch im Noise-Cancelling liefern sich die Kopfhörer ein enges Rennen. Im Flug-Test dämpften beide Höhen und Mitten sehr gut ab und milderten vorbildlich den allgemeinen Kabinen-Lärm.

In puncto Tieftondämpfung lässt sich der Bose hingegen nichts vormachen und marschiert mit einer spürbar besseren Lärm-Dämpfung am Mute BT vorbei. Um Turbinengeräusche zu überdecken, hilft es nur die Lautstärke am Teufel zu erhöhen. Wer sich jedoch nicht gerade Vielflieger nennt, wird sich weniger daran stören.

Zusammengefasst

Mit dem Mute BT holt sich Teufel Konkurrenz ins eigene Haus. Im Vergleich zum kabelgebundenen Mute wirken sich die Anpassungen im Klang und dem Tragekomfort positiv auf das Wohlbefinden auf Reisen aus. Der Bose QC35 klingt dagegen noch etwas luftiger, liefert jedoch weniger Bass. Mit über 100 Euro Ersparnis liefert der Teufel Mute BT das rundere Gesamtpaket.

Teufel Mute Preis: 200 Euro
Weitere Informationen: Teufel

Anzeige

Fazit

9 Punkte
Verarbeitung8.5
Tragekomfort9
Zubehör9
Klang8.5
Preis10

Anzeige