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Apogee-Groove Test Digital-Analog-Wandler

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Apogee Groove Test: mobiler USB-DAC für Kopfhörer

Die Akzeptanz externer D/A-Wandler ist unter eingefleischten High-Endern noch gar nicht so alt. Dabei führt gerade im Laptop-Einsatz kein Weg an einer externen Soundkarte vorbei. Mittlerweile strömen immer mehr innovative Konzepte auf den Markt, die den Klang der Computer deutlich verbessern. Eines davon ist der Apogee Groove – ein mobiler D/A-Wandler, der in jede Hosentasche passt.

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Apogee Groove Test

Wer Apogee nicht kennt: Wir haben es hier mit einem Hersteller zu tun, der Tonstudios weltweit mit seinen digitalen Audiogeräten ausstattet. Eine gute Ausgangslage, um einen Teil der Kunst auch dem Endverbraucher in die Hand zu geben. Denn genauso groß ist der Apogee Groove, dass er in der geschlossenen Faust verschwindet.

Kein Plastik stört hier das Auge. Das Gehäuse aus Metall ist angenehm schwer und der gummierte Boden sorgt für einen sicheren Halt. Auf der Oberseite sitzen zwei Lautstärke-Tasten mit wohl definierten Druckpunkten. Dazwischen befindet sich eine LED-Kette, die Statusänderungen und die Lautstärkeanpassung anzeigt.

Aufbau

Das Innere des Apogee Groove besteht aus einer einzigen Platine, die es in sich hat. Am äußeren Ende sitzt ein XMOS-Receiver-Chip, der eingehende Daten sammelt. Weiter geht es zum Konverter-Chip namens ESS-Sabre32 der pro Stereo-Seite mit vier Kanälen wandelt.

„32“ steht hier für die interne Signalverarbeitung, die auf 32-Bit-Niveau läuft. Dies sorgt bei eingehenden PCM-Signalen für geringe Rausch- und Verzerrungswerte. Zum Vergleich: der Audioquest Dragonfly V1.2 setzt einen einzelnen ESS-Sabre-Chip mit 24-Bit-Auflösung ein.

Die hohe Wortbreite des Apogee Groove ist auch für die digitale Lautstärkeregelung von enormer Bedeutung. Dank der zusätzlichen Bit-Reserven bleibt Dir die volle Auflösung der Musik stets erhalten. Gerade in Kombination mit Aktivlautsprechern erreichst Du mit dem Groove ausreichend Rauschabstand.

In Benutzung

Die Verbindung zum nächsten Mac oder PC gelingt asynchron über USB. Die asynchrone Übertragung macht in sofern Sinn, als das Standard-Computer-Soundkarten noch nie durch ein besonders hochwertiges Clocking aufgefallen sind. Also macht das der Apogee Groove lieber selbst und taktet das eingehende Audiosignal neu. Apogee nennt den Vorgang „Time Domain Jitter Eliminator“. Wir erfreuen uns einfach am gesäuberten Signal.

Bevor der Datenaustausch aber überhaupt stattfinden kann, müssen Windows-Nutzer eine kostenfreie Treiber-Software von Apogee installieren. Zumindest, wenn es um die Übertragung von HD-Audiofiles geht. Am Mac funktioniert das wie immer Class Compliant, also ohne weiteres Zutun, einfach Treiberlos.

Auf der anderen Seite geht es per 3,5-mm-Klinke wieder aus dem D/A-Wandler raus. Einen zusätzlichen Digitalausgang, wie ihn der Meridian Explorer 2 bietet, gibt es hier allerdings nicht.

Dafür punktet der Apogee Groove mit seiner Lautstärkeregelung direkt am Gerät. Er lässt sich mit Kopfhörern, Aktivlautsprechern oder direkt an einer Stereo-Endstufe betreiben.

Hörtest

Wir haben den Apogee Groove mit unterwegs als Teil eines mobilen Recording-Setups genommen. Schaltzentrale war ein Macbook Air mit USB 3.0-Anschlüssen. Ein Apogee Jam diente als mobiles Audio Interface und der Apogee Groove als Kopfhörerverstärker.

Zunächst viel uns auf, wie laut der Apogee Groove spielen kann. Der eingebaute Verstärker versorgte selbst schmalbrüstige Kopfhörer mit jeder Menge Schub. Die eingebaute Macbook-Soundkarte stieg in dieser Disziplin bereits aus.

Eine zugespielte Gitarrenaufnahme klang über den Apogee Groove mit deutlich mehr Biss. Die Anschläge kamen direkter und die Obertonstruktur sorgte für einen feineren Klang.

Auch mit HD-Master-Files in 24 Bit und 192 kHz stellten sich die Unterschiede zur On-Board-Soundkarte deutlich heraus. Der Apogee Groove spielte spürbar dynamischer mit einer besseren Feinauflösung.

Wie sieht es aber mit komprimierten MP3-Dateien im zweistelligen Kilobit-Bereich aus? Hier sollte man keine Wunder erwarten, wenn auch leichte Unterschiede hörbar sind. Interessanter wird es, sobald die Codierungs-Zahl steigt. Dann ist der Apogee Groove in allen Punkten erhaben.

Verglichen mit einem Audioquest DragonFly V1.2 klingt der Apogee Groove noch ehrlicher. Der Meridian Explorer 2 hält hingegen in der Detailauflösung gut mit. Dafür ist der Apogee-Wandler im Bass etwas ausgeglichener und zeichnet das natürlichere Gesamtklangbild.

Zusammengefasst

Der Apogee Groove ist der High Ender unter den ultrakompakten D/A-Wandlern. Er verbessert nicht nur den Klang unterwegs, sondern macht den Laptop zur audiophilen HiFi-Anlage. Klang und Verarbeitung des Apogee Groove haben es uns angetan. Lediglich der Preis könnte für unseren Geschmack etwas niedriger sein.

Apogee Groove Preis: 219,00 EUR

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Apogee Groove Test

8.6 Punkte
Design / Verarbeitung9
Aufbau / Einrichtung9
Funktion / Zubehör8.5
Klang9
Preis / Leistung7.5

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