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Teufel One S im Test: WLAN-Lautsprecher mit Multiroom und Bluetooth

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Teufel One S Test: WLAN-Lautsprecher mit Multiroom und Bluetooth

Mit Raumfeld by Teufel hat der Berliner Lautsprecherbauer bereits vor einiger Zeit einen Grundstein für vernetzte Musikwiedergabe in verschiedenen Räumen gesetzt. Als kleinster Lautsprecher hatte dabei bisher der Raumfeld One S seine Dienste getan. Der Teufel One S soll nun als indirekter Nachfolger eine überarbeitete Neuauflage darstellen. Ob dieser Schritt auch klanglich geglückt ist und wie sich Teufels kleinster WLAN-Speaker in der Anwendung und gegen die Konkurrenz schlägt, haben wir zusammengefasst.

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Teufel One S Test

Teufel One S Test Multiroom-Audio

Multiroom-Streaming ist schon längst keine Trenderscheinung mehr. Zahlreiche Hersteller bieten bereits vernetzte Lautsprecher und Soundbars für den Heimgebrauch an. Den Überblick zu behalten, fällt zunehmend schwer.

Auch Teufel aus Berlin bietet Produkte an, die von Raum zu Raum kommunizieren. Große Lautsprecherpaare, wie die Teufel Stereo M (Test), schaffen zwar ein breites Stereobild – sie sind für Küche, Bad, Terrasse oder Arbeitszimmer aber oftmals zu platzaufwändig.

Der Teufel One S soll hier anknüpfen und gleichermaßen Multiroom-Funktionen, Kompaktheit sowie kraftvollen Klang im bestmöglichen Kompromiss zueinander vereinen und eine Erweiterung für kleinere Räume darstellen. Auch in der hauseigenen Produktpalette ist er der kleinste WLAN-Lautsprecher.

Aufbau des Teufel One S

Teufel One S Multiroom-Speaker Aufbau

Das Design des Teufel One S ist schlicht und modern. Grundgerüst ist ein Kunststoffgehäuse, welches mit farblich abgestimmten Verzierungen und Bedienelementen in gebürstetem Aluminium daherkommt.

Die Front wird beinahe vollständig von den verbauten Lautsprechern eingenommen und ist mit einem Stoffüberzug versehen. Hier sorgt ein 45 Watt starker Class-D-Verstärker in Zusammenspiel mit einem 2-Wege-Lautsprechersystem in koaxialer Bauweise für die Schallentstehung.

An beiden Seiten des Gerätes befindet sich jeweils eine Passivmembran um die Wiedergabe von tieferen Frequenzbereichen zu stützen.

Auf der Rückseite des Teufel Lautsprechers sind, neben Anschlüssen für Strom und Netzwerk, eine 3,5-mm-Klinken- und eine USB-Buchse verbaut. Des Weiteren finde ich dort drei Tasten zum Setup oder Reset sowie zur Verwendung von Bluetooth.

Auf der Oberseite ermöglichen neun Taster die Bedienung des Teufel One S am Gerät selbst. Hier kann zwischen den Songs gesprungen, die Wiedergabe pausiert, der Line-Eingang des Gerätes eingeschaltet und die Lautstärke variiert werden.

Die weiteren Bedienelemente lassen sich nach persönlichem Belieben als Kurzwahltasten für Radiosender oder Playlists verwenden.

Eine Breite von 18 Zentimetern (cm), eine Höhe von 16,7 cm und eine Tiefe von 8,7 cm machen den Teufel One S zu einem sehr kompakten Multiroom-Lautsprecher – erhältlich in schwarzer oder weißer Farbausführung.

Teufel Raumfeld App

Teufel Raumfeld App Teufel Raumfeld App mit Spotify Tidal Deezer

Die zugehörige Teufel-Raumfeld-App ist für die Einrichtung des Teufel One S notwendig und bietet weitere nützliche Funktionen.

Ist der Teufel-Lautsprecher mit Hilfe der App vorbereitet, können eigene Musikstreamingaccounts von Spotify, TIDAL oder Napster – zusätzlich zum kostenlosen Internetradiodienst Tunein – verknüpft und zur Wiedergabe verwendet werden. USB-Sticks oder Netzwerkfestplatten werden dabei ebenfalls über das Smartphone oder Tablet als Quellen verwaltet.

Möchte ich andere Streamingdienste nutzen oder ein Youtube-Video wiedergeben, so verwende ich wahlweise die Bluetooth- oder Line-In-Schnittstelle. Auch CD- oder Plattenspieler können hier an den Lautsprecher angeschlossen werden.

Das Zusammenfügen mehrerer WLAN-Lautsprecher von Teufel zu beliebigen Raum-Gruppen sowie die Klangabstimmung per 3-Band-Equalizer erfolgt ebenfalls über die App.

Erste Schritte und Anwendung

Teufel One S Tasten und Bedienung

Nach dem Auspacken des Teufel One S schließe ich den Lautsprecher zunächst an den Strom an und lade mir die Teufel-Raumfeld-App auf mein Smartphone, um die Einrichtung zu beginnen. Nach einer Software-Aktualisierung, der Zuweisung des WLANs und der Namensgebung ist das Gerät binnen weniger Minuten spielbereit.

Im Test verwende ich zunächst die TuneIn-Internetradio-Funktion und wähle verschiedene Radiosender an. Unmittelbar nach der getroffenen Auswahl spielt der Lautsprecher den gewählten Sender. Auch via Spotify Connect entlocke ich dem Speaker schnell die ersten Töne.

Meine eigene Musik befindet sich auf einer Netzwerkfestplatte (NAS). Mit Hilfe der App ist die NAS schnell gefunden und der Teufel One S spielt die hinterlegten Audiotitel in den Formaten ASF, MP3, WMA, AAC, OGG, Flac und WAV (24 Bit / 192 Kilohertz) ab.

Die Wiedergabe über einen externen CD-Player an der Klinkenschnittstelle geschieht ohne Signalstörungen oder erkennbarem Qualitätsverlust. Bluetooth klappt ebenfalls reibungslos.

Eine eigene Suchmaschine, welche auf die Datenbänke der eingelesenen Musikdienste zugreift, besitzt die App allerdings nicht und leitet zur Titelsuche stets auf die Spotify-App innerhalb meines Smartphones um. Allgemein reagiert die Teufel-Raumfeld-App schnell und ist intuitiv aufgebaut. Lautstärke-Anpassungen erfolgen jedoch oftmals mit Verzögerung.

Hörtest

Teufel One S Review Hörtest des WLAN-Lautsprechers

Der Teufel One S besticht im Klangtest zunächst mit einem kraftvollen und bassbetontem Sound. Zunächst ist die erstaunlich gute räumliche Darstellung für einen Lautsprecher dieser Größe zu erwähnen.

Mittenfrequenzen kommen dabei ebenfalls nicht zu kurz. Insbesondere bei moderner Hip-Hop-, Pop- und Rockmusik zeigt Teufels Kleinster seine großen Stärken. Schnarrende Gitarren werden im Zusammenspiel mit Bass und Schlagzeug kraftvoll wiedergegeben, ohne einander zu verwaschen – dem Koaxial-System sei Dank.

Höhere Frequenzen und Gesang stehen bei dem Lautsprecher speziell bei basslastiger Musik etwas hinten an und verlieren ein wenig an Kraft. Radiosendungen mit einem hohen Sprachanteil profitieren von diesem Effekt. Stark komprimierte Stimmen und Betonungen von Sprechern, fallen bei längerem Hören weniger störend auf und klingen auch bei angehobener Lautstärke angenehm warm ohne dabei an Sprachverständlichkeit zu verlieren.

Dreht man den Teufel One S weiter auf, so verstärkt es diese Verdeckungseffekte und die starke Bassbetonung bringt das Gerät an seine physikalischen Grenzen. Angesichts der Größe des Lautsprechers wird aber ein angemessenes und gut definierbares Gesamtbild von Musik und Radiosendungen vermittelt – auch bei höheren Lautstärken.

Tipp zur Klangverbesserung: Für Frequenzanpassungen den Equalizer in der App verwenden und das Gerät je nach Möglichkeit in Wandnähe positionieren. Ein kräftigerer Klang und eine bessere Schallausbreitung können so schnell nach persönlichen Vorlieben ermöglicht werden.

Teufel One S im Vergleich

Teufel One S USB vs. Sonos One und Heos 1

Im Hause Teufel ist der One S zwar der kleinste Multiroom-Lautsprecher, er wird am gesamten Markt jedoch von zahlreicher Konkurrenz umworben. Hauptsächlich fallen der Sonos One (Test), der HEOS 1 (Test) von Denon sowie der Soundtouch 10 von Bose nicht nur in die gleiche Anwendungsklasse, sondern auch in ein ähnliches Preissegment. Klanglich gesehen gilt es, den perfekten Kompromiss zwischen persönlicher Anwendung, eigenen Klangansprüchen und Preis zu finden.

Hinsichtlich der Anbindung von externen Geräten reiht sich der Teufel One S neben dem Denon HEOS 1 an der Spitze ein. Entgegen dem Sonos One sowie dem Bose Soundtouch 10 besitzen beide einen USB-Steckplatz. AUX-In und Bluetooth-Schnittstelle besitzen dabei alle Lautsprecher – ausgenommen dem Sonos One.

Der Sonos One hat hingegen die Sprachsteuerung Alexa direkt integriert. Auch der Bose Soundtouch 10 glänzt mit einem Alleinstellungsmerkmal in Form einer Fernbedienung. Einen nachrüstbaren Akku, um das Gerät für unterwegs zu nutzen, besitzt lediglich der HEOS 1 von Denon.

Der essenzielle Vorteil des Teufel One S ist die Qualität und Vielseitigkeit der Musikwiedergabe sowie seine Anbindungsmöglichkeiten. Insbesondere bei unkomprimierten Musikdateien ist die ausgezeichnete Räumlichkeit des Lautsprechers im Vergleich zu seiner Konkurrenz zu erwähnen.

Zusammengefasst

Zusammengefasst ist der Teufel One S ein hochwertiger Kompaktautsprecher für kleinere Räume. Aufgrund seines Koaxial-Lautsprechersystems und den präzise arbeitenden Passivradiatoren, bringt er ein ausgewogenes Klangbild in allen Musikrichtungen. Als Allround-Lautsprecher in Küche, Bad, Schlafzimmer und Co. ist er eine praktische sowie funktionell-erweiterbare Lösung.

Teufel One S Preis: 249,99 Euro
Weitere Informationen: Teufel

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Teufel One S Review

8.5 Punkte
Design / Verarbeitung8.5
Aufbau / Einrichtung8.5
Funktion / Zubehör8
Klang9
Preis / Leistung8.5

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