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Bluesound 2 Test Multiroom System

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Bluesound 2 Test: HD-Multiroom-System

Streaming von HD-Audio, eine umfangreiche Liste an Musikdiensten, MQA-Support, Bluetooth aptX und vieles mehr: Bluesound 2.0 bringt neue Funktionen und ein gefälligeres Äußeres. Wie sich das Multiroom-System zusammensetzt und was es kann, gibt’s im ersten Teil des Bluesound-2-Tests.

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Bluesound 2 Test

Bluesound Node 2

Als das Bluesound-Multiroom-System im Jahr 2014 das Licht der Welt erblickte, galt es als Offenbarung für die audiophile Heimvernetzung: die Wiedergabe von HD-Audio, hochauflösende Musikdienste, Festplattenspeicher – das gab es in der Kombination bis da noch nicht.

Den Platzhirsch Sonos schien das kalt zu lassen – der kümmert sich seit jeher um den Massenmarkt. Kleines Beispiel: Mehr als 16 Bit und 48 Kilohertz (kHz) mag Sonos bis heute nicht.

Raumfeld gab es schon im Jahr 2008 – damals gegründet von zwei ITlern, bevor das Unternehmen 2010 zu Teufel überging. Bluesound ist hingegen noch recht jung am Markt, blickt aber auf die längste HiFi-Tradition zurück.

Man nehme die Elektronik-Experten von NAD, Lautsprecherentwickler von PSB und stecke sie mit Spezialisten für Computersoftware in einen Raum. Dabei herausgekommen ist das Multiroom-System Bluesound, das wir uns heute in Version 2.0 genauer ansehen.

Bluesound 2.0

Bluesound 2

Meine ersten Erfahrungen mit Bluesound habe ich bereits kurz nach dem Start der Version 1 gesammelt: damals gleich in Kombination mit der Masters-Serie von NAD, die auch heute noch zu Bluesound 2 kompatibel ist.

Grundkonzept und Klang haben mir von Anfang an gefallen – nur das Design der Netzwerkgeräte wollte mir nie so richtig schmecken und ein paar Anschlüsse mehr hätten es auch sein können.

Auf den Westdeutschen HiFi-Tagen im vergangenen Herbst bin ich eher zufällig über die neuen Bluesound-2-Geräte gestolpert, die zu der Zeit ihre stille Premiere feierten. Mit neuem Design, mehr Kraft unterm Deckel und sinnvollen Zusatzfunktionen startet Bluesound den zweiten Anlauf betagte Stereoanlagen zu modernisieren.

Das Multiroom-System

Bluesound Pulse Flex

Das Bluesound-2-Set-up setzt sich im Jahr 2016 aus den drei Wireless-Aktivlautsprechern Bluesound Pulse, Pulse Mini und Pulse Flex zusammen. Dazu gibt’s den kombinierten D/A-Wandler, Verstärker und Netzwerkplayer Bluesound Powernode 2 und den Wandler mit Vorverstärker Node 2. Sahnestück ist der Bluesound Vault 2 – eine Audio-Netzwerkfestplatte mit Streaming-Funktionen.

Jedes der Geräte hat einen Gigabit-Ethernet-Anschluss verbaut und verbindet sich via WLAN mit dem Heimnetzwerk. Bluetooth 4.0 mit aptX-Codec ist ebenfalls mit an Bord. Außen gibt es USB-Anschlüsse, kombinierte TOSLINK-/Analogbuchsen und einen Kopfhörersteckplatz mit separatem Verstärker. Infrarotsensoren mit Lernfunktion dienen der Kommunikation mit externen Fernbedienungen. Im Inneren hat man den Geräten einen schnelleren Prozessor spendiert.

Bluesound Pulse Flex

Bluesound-Pulse-Flex

Den Einstieg in das Multiroom-System erhält man mit dem Bluesound Pulse Flex, einem 2-Wege-Aktivlautsprecher, der von Bluesounds Direct-Digital-Verstärkern angetrieben wird. Unter der Haube arbeiten ein 1-Gigahertz-starker ARM-Cortex-A9-Prozessor und ein 32-Bit-D/A-Wandler mit 8-fachem Oversampling. Die Technik findet sich in allen Bluesound-2-Geräten wieder, bis auf den Vault 2, der auf einen leistungsstärkeren Dual-Core-Prozessor setzt.

Der Bluesound Pulse Flex ist mit einem Akku ausgestattet, der ihn auch unterwegs verwenden lässt. Reicht Dir die Leistung nicht aus, lassen sich zwei per App zum Stereo-Paar verbinden – das gilt für alle Bluesound-Lautsprecher.

Bluesound Pulse Flex Preis: 350 Euro

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Bluesound Pulse Mini / Pulse 2

04-Bluesound-Pulse-Mini

Einen Schritt nach oben macht der Bluesound Pulse Mini, der bereits von Haus aus Stereo-Klang liefert. Im Inneren sind zwei 50-Millimeter-Treiber und ein 4-Zoll-Bass (10 Zentimeter) verbaut. Außen gibt’s einen praktischen Tragegriff. Der Bluesound Pulse 2 bringt es hingegen auf drei Digitalverstärker mit 80 Watt Ausgangsleistung, zwei 7-Zentimeter-Hochtöner und einen 13-cm-Tieftöner.

Bluesound Pulse Mini Preis: 600 Euro
Bluesound Pulse 2 Preis: 800 Euro

Bluesound Powernode 2

02-Bluesound-Powernode-2

Wer angesichts der ungeahnten Möglichkeiten nicht gleich seine Lautsprecher verkaufen will, schließt diese einfach an den Bluesound Powernode 2 an. Der Stereo-Netzwerk-Verstärker basiert auf den Hybrid-Digital-Endstufen von Hypex und liefert zweimal 60 Watt Leistung an 8 Ohm. Dazu gibt’s einen Subwoofer-Anschluss um Regallautsprecher zu unterstützen.

Bluesound Powernode 2 Preis: 900 Euro

Bluesound Node 2

03-Bluesound-Node-2

Der Bluesound Node 2 ist der klassische Netzwerkplayer im Multiroom-System. Er gibt Audiostreams sowohl analog als auch digital via TOSLINK und Koax aus und kommt ebenfalls mit einem Subwoofer-Anschluss daher. Denkbar sind Konfigurationen mit einem externen D/A-Wandler oder der Direktbetrieb mit einem Paar Aktivlautsprecher bzw. klassisch mit nachgestelltem Stereo-Verstärker.

Bluesound Node 2 Preis: 550 Euro

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Bluesound Vault 2

03-Bluesound-Vault-2

Der Bluesound Vault 2 ist ein aufgebohrter Netzwerkplayer mit Server-Funktion: Er kombiniert die Eigenschaften des Bluesound Node 2 und bringt dazu eine 2-Terabyte-Festplatte mit. Über das Slot-in-Laufwerk werden Audio-CDs eingelesen und direkt auf dem verbauten Speicher abgelegt. Von da aus werden sie für weitere (Bluesound-)Player im Netzwerk bereitgestellt, er gibt Musik aber auch über seine Analog- und Digitalausgänge aus.

Bluesound Vault 2 Preis: 1300 Euro

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Alles an Bord

Um Musik an den Start zu bringen, braucht es nicht zwangsläufig einen Bluesound Vault 2: Ein Computer oder eine Netzwerkfestplatte reichen dazu vollkommen aus. Per Samba Share (SMB) wird einfach ein Musikordner angelegt und im Netzwerk freigegeben – die gespeicherten Daten ziehen sich die Bluesound-Player quasi von selbst.

Ansonsten gibt’s immer noch die Möglichkeit Speichersticks und USB-Festplatten an die Geräte anzuschließen. Bluetooth und Musik vom Smartphone werden ja auch noch unterstützt. In puncto HD-Audio kommt das Bluesound-2.0-System mit den Formaten AIFF, ALAC, FLAC und WAV mit einer Auflösung von bis zu 24 Bit und 192 kHz zurecht. Selbst das neue HD-Container-Format MQA wird von Bluesound unterstützt.

Zur Wiedergabesteuerung am Mobilgerät stehen Apps für Android, iOS, Kindle Fire sowie für die Apple Watch bereit. Eine Desktop-Software für Mac und Windows gibt es ebenso. Wer mag, kann die grundlegenden Abspielfunktionen aber auch direkt an den Geräten steuern.

Ein erster Blick in die App zeigt nicht nur die umliegenden Audio-Server und Audio-Renderer im Heimnetzwerk an, sondern auch jede Menge Musik-Streaming-Dienste und Internetradio-Anbieter. Aktuell werden Wimp, Slacker Radio, Qobuz, Juke, Deezer, Murfie, Spotify, Tidal, Napster, Rhapsody, iHeartRadio und TuneIn Radio unterstützt.

Mit HighResAudio, HDTracks und Qobuz gibt’s dazu noch drei kostenpflichtige Downloaddienste, bei denen man Musik (bis 24/192) kauft und direkt auf dem Speicher des Bluesound Vault 2 ablegt. Insgesamt also genug Musikauswahl, das einem so schnell nicht langweilig wird.

Wie sich das Multiroom-System in der Praxis schlägt, was die App noch alles kann und wie die einzelnen Geräte klingen, gibt’s im nächsten Teil des Bluesound-2-Tests.

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