×
Bluesound Pulse Flex Test Wireless-Lautsprecher

Anzeige

Bluesound Pulse Flex Test: HiRes Audio to go

Der Bluesound Pulse Flex ist der kleinste Lautsprecher im BluOS-Multiroom-System, streamt aber ganz wie die großen. Stationstasten, Analog- und Digitalanschlüsse und die Wiedergabe von HiRes-Audio sind nur ein Teil seines Funktionsumfangs. Schauen und hören wir, wie sich der Pulse Flex in der Praxis schlägt.

Anzeige

Bluesound Pulse Flex Test

Bluesound Pulse Flex Test Multiroom-Lautsprecher

Klein ist der Bluesound Pulse Flex, unscheinbar im mattweißen Softtouch-Mantel mit großer Alu-Front, doch was in ihm steckt, beherrscht kein anderer Wireless-Lautsprecher. Auf kompakten 18 Zentimetern Höhe sitzt ein Cortex A9 Prozessor mit einem 20-Watt-Class-D-Verstärker, der nicht nur MP3s und Hi-Res-Audiofiles bis 24 Bit und 192 Kilohertz versteht, sondern auch das MQA-Dateisystem decodiert. Wer will, trägt den Bluesound Pulse Flex einfach mit sich herum, denn ein externer Akku ist optional erhältlich. MQA on the Go sozusagen – solange man sich im Heimnetzwerk bewegt.

Mit einem Gewicht von 3,6 Kilogramm ist der kleinste Lautsprecher aus dem Bluesound Multiroom System nicht unbedingt ein Leichtgewicht. In den meisten Fällen wird der Lautsprecher aber sowieso irgendwo im Haus zwischen Küche und Bad fest platziert, als Ergänzung zum großen BluOS-System.

BluOS nennt sich die Streaming-Plattform, auf welcher der Bluesound Pulse Flex basiert. Die steckt auch in den anderen Lautsprechern, Playern und dem Verstärker von Bluesound drin, genauso wie in den netzwerkfähigen Geräten von NAD. Im Test haben wir den Netzwerkplayer Bluesound Node 2 im Hörraum eingesetzt und den Pulse Flex in einem Nebenraum platziert. Via BluOS Controller App können wir auf beide Geräte zugreifen, verschiedene Musik abspielen oder sie zu einer gemeinsamen Wiedergabezone koppeln.

Große Ausstattung

Bluesound Pulse Flex Anschlüsse

Bei der Aufstellung ist der Bluesound Pulse Flex sehr unkompliziert: er nimmt Musik via Ethernet-Kabel und auch per WLAN und über Bluetooth an. Mit dem erwähnten Akku-Pack lässt sich der Wireless-Lautsprecher mit ins Freie nehmen – ohne Netzwerkanbindung versperrt man sich allerdings den Zugang zu den Musik-Streamingdiensten und davon hat Bluesound eine ganze Menge anzubieten.

WiMP, Slacker Radio, Qobuz, JUKE, Deezer, Spotify, TIDAL, Napster und Rhapsody sind mit dabei. Internetradio gibt’s über TuneIn Radio und iHeartRadio. Wer will, kann den Lautsprecher auch über den kombinierten TOSLINK- und Mini-Klinkenanschluss mit einem Hardware-Player verbinden oder eine externe Festplatte an den verbauten USB-Anschluss hängen.

Eine Kopfhörerbuchse am Rücken und Steuerungstasten mit fünf Stationsspeichern auf dem Kopf runden den kompakten Lautsprecher sinnvoll ab.

Hörtest

Bluesound Pulse Flex Stationstasten

Was erwartet man von einem Wireless-Lautsprecher dieser Größe? Nicht unbedingt, dass er audiophil spielt oder ausgefallene Formate wie MQA wiedergibt. Wohl eher, dass er im Alltag angenehm ausgeglichen klingt und falls gefordert auch mal etwas lauter spielt. Gerade Letzteres gelingt dem Bluesound Pulse Flex erstaunlich gut. Ich kann den Volume-Slider in der App fast bis auf Anschlag ziehen, ohne dass der kleine Lautsprecher merklich verzerrt. Wer das lieber nicht austesten mag, bedient sich einfach der zuschaltbaren Lautstärkebegrenzung.

Darf es noch ein bißchen mehr Bass sein? Im Einstellungsmenü befindet sich ein Equalizer, der Höhen und Bässe um +/- 6 Dezibel regelt. Für große Räume ist der Pulse Flex natürlich nicht gemacht – das übernimmt besser ein Bluesound Pulse Mini. Bei der nächsten Küchenparty kommt der kleine aber ganz bestimmt zum Einsatz.

Trotz doppelter Treiberbestückung: einmal 89 mm für den Bass und ein 25 mm Breitbänder spielt der Pulse Flex Mono ab. Das lässt sich ändern, indem man zwei der Sorte nimmt, in der App gruppiert und jedem eine Seite zuordnet.

Aber auch im Single-Betrieb kann sich der Lautsprecher hören lassen. Während Multiroom-Lautsprecher, wie der Sonos Play:1 (Test) vor allem im Bass dick auftragen, überzeugt der Bluesound Pulse Flex mit seiner Ausgeglichenheit, so wie man es von den größeren Systemen der Marke kennt.

Gleiches gilt für den Kopfhörerverstärker, der auch leistungshungrigere Modelle antreiben kann. Im Kopfhörerbetrieb werden die verbauten Lautsprecher deaktiviert, was sich in der Praxis als sinnvoll erweist. In dieser Disziplin machen sich die Tasten für Play/Pause, Titelsprung und die Lautstärke bezahlt, sodass man die App für Android, iOS und Kindle Fire bzw. die Desktopversionen für Windows und Mac OSX nur noch zur Musikauswahl braucht.

Zusammengefasst

Bluesound Pulse Flex Rückseite des Streaming-Lautsprechers

Bluetooth und Multiroom, ein optionales Akku-Pack und die Möglichkeit HiRes-Audio sowie MQA abzuspielen: So viel Technik gibt’s sonst nicht aus einem so kompakten Gehäuse. Der Bluesound Pulse Flex ist nicht nur im Funktionsumfang besonders ergiebig, sondern überzeugt auch mit einem ausgeglichenen Klang. Als Ergänzung eines BluOS-Systems oder einfach als All-In-One-Lautsprecher macht der Pulse Flex eine ausgezeichnete Figur.

Bluesound Pulse Flex Preis: 350 Euro

Anzeige

Bluesound Pulse Flex

8.6 Punkte
Design / Verarbeitung8.5
Aufbau / Einrichtung9
Funktion / Zubehör9.5
Klang8
Preis / Leistung8

Anzeige