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Elac Navis ARF-51 Test: aktive Standlautsprecher mit Roon-Option

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Elac Navis ARF-51 Test: aktive Standlautsprecher mit Roon-Option

Mit der Navis-Serie will Elac den Markt für hochwertige Aktivlautsprecher neu sortieren. In der Vergangenheit hat das bereits mit Lautsprechern wie den Elac AM 200 (Test) oder den Air-X 403 gut funktioniert – jetzt stellen die Kieler zwei neue Modelle vor. Die aktiven Standlautsprecher Elac Navis ARF-51 haben wir im Test.

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Elac Navis ARF-51 Test

Elac Navis ARF-51 Testbericht Streaming-Aktivlautsprecher

Mit den Elac Navis ARB-51 (Test) hat der Kieler Hersteller auf MODERNHIFI bereits vor einigen Wochen vorgelegt und gezeigt, wie man modernes Aussehen, hybride Verstärkertechnik und die Option auf Streaming in einem Lautsprecher kombiniert.

Jetzt stellen sich die Standlautsprecher Elac Navis ARF-51 dem Test. Können die Großen den Erfolg der Kleinen fortführen?

Für den Antrieb im Tiefmittelltonbereich sorgen abermals Elacs Bash-Verstärker, die direkt in den Gehäusen sitzen. Die 4-Zoll-Hochtonkalotte sitzt im Koax-Aufbau zentral platziert auf einem 100-mm-Aluminiumtreiber und wird von einer klassischen A/B-Endstufe mit 40 Watt Leistung angetrieben.

Hinter Bash verbirgt sich eine Kombination aus analogen und digitalen Komponenten. Das Audiosignal wird hier von einem Class-A/B-Verstärker angeheizt, während ein Class-D-Verstärker – bei Bedarf – die Versorgungsspannung regelt. Laut Hersteller bietet das Komplettsystem pro Lautsprecher eine Leistung von 300 Watt.

Den Bass übernehmen drei nach vorn gerichtete 5-Zoll-Aluminiumtreiber im formschön geschwungenen Gehäuse in schwarzer Hochglanzlackierung. Alternativ sind die Elac Navis ARF-51 auch in den Farbausführungen Hochglanz Weiß und Hochglanz Emara Holzfurnier erhältlich.

Zur Erweiterung des Bassbereichs hat Elac jedem Lautsprecher drei Reflexöffnungen auf der Rückseite spendiert. Für den sicheren Stand auf dem Boden sorgen Aluminium-Sockel, die auch die analogen Frequenzweichen beherbergen.

Elac Navis ARF-51 Koax-Treiber

Anschlüsse

Elac Navis ARF-51 Anschlüsse

Für die Inbetriebnahme werden die Elac Navis ARF-51 zunächst per Kabel mit naheliegende Steckdosen verbunden. Anschließend folgt die Kopplung zur Musikquelle, wahlweise über einen analogen Cinch- oder einen XLR-Eingang.

Das überschaubare Anschlussfeld untermauert Elacs Vorhaben, die Lautsprecher nicht mit jeder erdenklichen Funktion vollzustopfen. Wer wirklich alles in einem will, schaut sich prominente Beispiele wie die Dali Callisto 6 C (Test), die Dynaudio Xeo 2 (Test) oder die KEF LSX (Test) an. Elac bietet seine eigene Elektronik lieber extern an.

Ein passender Zuspieler aus gleichem Haus wäre der Elac Discovery Music Server (Test), der die Aktivlautsprecher im Handumdrehen Streaming-fähig macht und mit Roon (Test) auf die aktuell leistungsfähigste und hübscheste Musikverwaltungssoftware setzt.

Ganz frei von Digitaltechnik bleiben die Elac Navis ARF-51 dann trotzdem nicht: Neben den Bash-Verstärkern sind Wireless-Empfänger (Elac Air-X2) in den Lautsprechern verbaut, die sich mit passenden Sendern von Elac verbinden. Die Signalübertragung erfolgt dann mit einer Auflösung von 16 Bit und 44,1 Kilohertz, also in CD-Qualität.

Solch ein Geräte könnte zum Beispiel der Elac Discovery Connect DS-C101W-G sein, der die Navis zum Roon-Endpoint (Empfänger) macht. Außerdem empfängt der DS-C101W-G auch Musik über Apple AirPlay, Bluetooth oder Spotify Connect.

Über ein Feld von Tasten und Reglern ordne ich die Elac-Akitvlautsprecher jetzt noch ihrem Aufstellort zu (links bzw. rechts) und passe sie über einen 3-Band-Equalizer an die räumlichen Gegebenheiten an. Das ist besonders hilfreich, wenn die Lautsprecher nah an einer Wand stehen sollen.

Hörtest

Elac Navis ARF-51 Review

Wer sich mit der Entwicklung von Lautsprechern intensiver beschäftigt, wird früher oder später auf den Namen Andrew Jones stoßen. Der Lautsprecherguru hat sich bei Firmen wie KEF, TAD und Pioneer ein Renommee aufgebaut und ist seit geraumer Zeit fest für Elac tätig.

Sein Kredo ist stets das bestmögliche Ergebnis aus der jeweiligen Preiskategorie herauszuholen. In der Vergangenheit ist ihm das stets gelungen. Nach den Erfolgen mit den Elac-Serien Andante, Debut und Uni-Fi richtete er seine volle Aufmerksamkeit auf die Entwicklung der Navis-Speaker.

Im Zentrum des Geschehens der Elac Navis ARF-51 steht das Koaxial-System, das dem klanglichen Ideal einer Punktschallquelle sehr nahe kommt. Das Klangbild der Aktivlautsprecher ist weit gestreckt, stets definiert und wird auf den Punkt serviert. Der Sweet Spot ist dabei nicht zu eng und bietet von verschiedenen Sitzpositionen ein detailliertes und greifbares Ergebnis.

Ein analytisch kühles Verhalten gehört nicht zu den Eigenschaften der Lautsprecher. Im Gegenteil: Die Navis spielen sehr lebendig, reagieren schnell und untermauern die oberen Mittellagen. Details klingen feindynamisch bis in die höchsten Lagen, wirken aber etwas weicher und damit auch natürlicher im direkten Frequenzvergleich.

Bässe kommen kräftig und reichen tief in den Frequenzgangkeller, sie sind straff und stehen auch bei schnellen Impulsen stets ihren Mann.

Zusammengefasst

Die Navis ARF-51 von Elac sind aktive Standlautsprecher, die sich auf das wesentliche Konzentrieren, ohne viel Schnickschnack hinzuzufügen. Wer mag, spielt die Lautsprecher über die Air-X2-Schnittstelle kabellos an und kommt mit weiteren Elac-Komponenten auch in den Genuss von Roon. Klanglich bieten die Speaker einen Mix aus lebendigem Klang und natürlicher Ausgewogenheit. Dank Koax-Bestückung öffnen sie den Sweet-Spot für mehrere Personen und machen die Lautsprecher besonders alltags- und familientauglich.

Elac Navis ARF-51 Preis: 3.998 Euro (Paar)

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Elac Navis ARF-51 Review

9.3 Punkte
Design / Verarbeitung9.5
Aufbau / Einrichtung9
Funktion / Zubehör9.5
Klang9.5
Preis / Leistung9

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