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Auralic-Aries Test Audio-Streamer Netzwerkplayer

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Auralic Aries Test: Streaming-Brücke

Beim Auralic Aries handelt es sich um eine Audio-Bridge – nicht mehr und nicht weniger. Sie bezieht digitale Audiostreams und gibt sie digital wieder aus. Der separate Betrieb von Streamer und DAC bringt einige wesentliche Vorteile. Welche das sind, erfährst Du in unserem Auralic-Aries-Test.

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Verarbeitung

Auralic-Aries-Test der Audio-Streaming-Bridge

Der Netzwerk-Streamer Auralic Aries nimmt gerade einmal die Hälfte der Größe eines klassischen HiFi-Gerätes ein. Noch beeindruckender ist sein Gewicht von 0,8 kg, auf das die meisten Mobilgeräte nicht herunterkommen.

Seine Front ziert ein 3-Zoll-OLED-Display, das schön dezent über die aktuelle Wiedergabe informiert. Auch die Optik des Auralic Aries spricht für sich. Die geschwungenen Top- und Bodenplatten geben ihn einen eigenständigen Look. Das Material der Wahl ist Kunststoff anstelle des gewohnten Metalls.

Dies hat auch gleich einen praktischen Nutzen. Denn nur so kann das Dual-Band-WLAN-Board frei von externen Funkantennen streamen.

Funktion

Auralic-Aries-Anschlüsse auf der Rückseite des Audio-Streamers

Zunächst sollten wir uns noch einmal vor Augen führen, was der Auralic Aries eigentlich ist: Eine Streaming-Bridge, die Audio empfängt und an einen externen D/A-Wandler weitergibt. Die Idee, verschiedenen Aufgabenbereich auf mehrere Geräte zu verteilen hat Auralic nicht erfunden. Doch nur selten haben wir sie so konsequent umgesetzt erlebt.

An Signaleingängen steht ein asynchroner USB-Port, eine Gigabit-LAN-Schnittstelle und WLAN bereit. Raus geht es wahlweise über TOSLINK, koaxial, per AES/EBU-Anschluss oder über USB. Letztere Verbindungsart bieten nur die wenigsten Netzwerkplayer, obwohl sie genau genommen die sauberste Verbindung darstellt.

Musik bezieht sich der Auralic Aries von DLNA-Netzwerkfestplatten, über USB-Speicher, von Streaming-Diensten (TIDAL, Qobuz, Wimp) oder Apple AirPlay bzw. dem OpenHome-Pendant Songcast. Auch die Format-Auswahl braucht sich nicht zu verstecken. AAC, AIFF, ALAC, APE, DIFF, DSF, FLAC, MP3, OGG, WAV, WV und WMA werden unterstützt.

An den S/PDiF-Ausgängen liegen 24 Bit / 192 kHz an. Über USB sind beachtliche 32 Bit / 384 kHz möglich. Dabei hat der nachfolgende D/A-Wandler alle Freiheiten das Eingangssignal neu zu takten. Obwohl der Auralic Aries auf niedrigste Jitter-Werte ausgelegt ist, lassen sich digitale Zeitfehler bei herkömmlicher Datenübertragung nicht unvermeidbar.

Technik

Auralic-Aries-Netzteil

Unter der Kunststoffhaube verbirgt sich das von Auralic entwickelte Tesla-Board. Kopf der Plattform ist ein Vierkern-ARM-Cortex-A9-Prozessor, dem vier Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Über ein Linux-System gelangen die Daten in den Auralic Aries hinein und wieder heraus.

Ein XMOS-USB-Controller kümmert sich um die kabelgebundene Signalzuspielung. Zwei getrennte Femto-Chips sind für das Clocking des USB-Hosts und der Digitalausgänge zuständig. Auf der Netzwerkplatine befinden sich die LAN-Schnitstelle und ein 802.11ac-WLAN-Chip. Damit lassen sich selbst hochauflösende Audiodateien per Funk übertragen.

Da im Inneren kaum mehr Platz für ein integriertes Schaltnetzteil übrig war, wurde das Linearnetzteil, nicht zuletzt aus klanglichen Gründen, in einen Aluminiumblock ausgelagert.

Lightning DS

Auralic-Aries-Lightning DS App auf iPad

Die Plattform, auf der das Streaming des Auralic Aries basiert, nennt sich Lightning DS. Diese baut wiederum auf dem von Linn entwickeltem OpenHome-Protokoll auf. Im Vergleich zur klassischen UPnP/DLNA-Verbindung lassen sich dadurch weiterführende Funktionen realisieren. So wird die Playlist direkt aus dem RAM geladen, was die lückenlose Wiedergabe (Gapless Playback) und Spulen innerhalb der Songs ermöglicht.

Auch Multiroom ist mit dem Auralic Aries möglich. Dazu werden einfach mehrere OpenHome-basierte Geräte im Haus verteilt und schon kann die synchrone Wiedergabe auf allen beginnen.

Für die Geräte-Steuerung hat Auralic die Lightning DS App entwickelt, die es aktuell für Android und in einer iPad-Version gibt. Eine iPhone-Version soll noch folgen. Je nach Datenquelle kannst Du aber auch auf eine Standard-UPnP-App zurückgreifen.

Die Lightning DS App überzeugt im Auralic-Aries-Test mit ihrem übersichtlichen Design. Alle Musikquellen lassen sich darüber anwählen und tief in die Menüstrukturen einsteigen. Noch mehr zum Funktionsumfang der Lightning DS App kannst Du hier nachlesen.

Als Alternative liegt dem Streamer auch noch eine Fernbedienung bei. Diese ist allerdings auf die nötigsten Wiedergabefunktionen beschränkt.

Hörtest

Auralic-Aries-Test Streaming-Bridge

Für den Hörtest haben wir dem Auralic Aries nur die besten Bausteine zur Seite gestellt. Über USB ging es vom Streamer direkt in den D/A-Wandler Bricasti M1 USB und von da aus in das Vorgängermodell des Stereo-Vollverstärkers Yamaha A-S1100.

Im Vergleich zum MacBook als Zuspieler lieferte der Auralic Aries ein deutlich spürbar besseres Ergebnis ab. Die Streaming-Bridge spielte den Laptop in jeder Disziplin an die Wand.

Auch unser Linn Sneaky DS hatte es im direkten Vergleich richtig schwer. Zwar spielte der schottische Netzwerkplayer über den Koaxial-Ausgang mit grundsolider Performance auf. Im direkten Vergleich klang der Auralic Aries hingegen noch offener und lebendiger.

Einen Eigenklang können wir dem Auralic Aries nicht zuschreiben. Er macht schlicht und einfach das, was er soll: Musik von verschiedenen Quellen sammeln und ohne Klangbeeinflussung weitergeben.

Zusammengefasst

So klein und unauffällig, wie der Auralic Aries zunächst wirkt, so faustdick hat er es hinter den Ohren. Mit Lightning DS – der Weiterentwicklung des OpenHome-Protokolls – hat Auralic seine eigene Plattform geschaffen, die den DLNA-Standard locker ausspielt. Bist Du bereits in Besitz eines guten D/A-Wandlers, rüstest Du ihn mit dem Auralic Aries zur perfekten Netzwerk-Kombi auf. Etwas günstiger geht es mit dem Auralic Aries Mini.

Auralic Aries Preis: Derzeit nicht verfügbar
Passend dazu: Auralic Altair Test
Weitere Informationen: Auralic

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Auralic Aries Test

9.1 Punkte
Design / Verarbeitung8.5
Aufbau / Einrichtung9.5
Funktion / Zubehör9
Klang9.5
Preis / Leistung9

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