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Kopfhörer-On-Ear-Over-Ear

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Kopfhörer im Vergleich: On-Ear oder Over-Ear?

Kopfhörer verhalten sich zum Smartphone so wie das Smartphone zum Menschen – beide können ohne den anderen nicht. Du begegnest ihnen überall auf der Straße. Denn sie sind längst keine Notwendigkeit mehr, sie definieren Dich und Deinen Style.

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On-Ear oder Over-Ear?

Ein Kopfhörer lässt Dich Musik, Videos und Spiele hören, wann und wo immer Du willst. Mit einigen kannst Du telefonieren, andere canceln Dich von der Umgebung ab und mit Bluetooth-Kopfhörern brauchst Du nicht mal mehr ein Kabel. Die meisten Smartphones wie auch das iPhone werden mit ziemlich einfachen Modellen ausgeliefert. Sie sitzen oft nicht richtig und klingen gerade einmal mittelmäßig.

Zum Glück gibt es jede Menge Alternativen da draußen. Egal ob In-Ear, On-Ear oder Over-Ear, offen oder geschlossen: Mit unserem Kopfhörer-Styleguide erfährst Du, welches Modell der Richtige für Dich ist. Also: Sag uns, welchen Kopfhörer Du trägst und wir sagen Dir, wer Du bist.

Kopfhörer: offen

Grado-GH1-Test des On-Ear-Kopfhörer auf dem CanJam 2015

Ein offener Kopfhörer ist akustisch nicht abgedichtet, weshalb Du Umgebungsgeräusche noch ziemlich deutlich wahrnimmst. Dein direktes Umfeld kann Deine Musik aber genauso gut hören. Und Du weist, wie nervig das ist, wenn Dein Sitznachbar in der U-Bahn voll aufgedreht hat. Da der offene Kopfhörer angenehm leicht auf Deinen Ohr liegt, spürst Du nahezu keinen Anpressdruck. Für besonders lange Hörsessions ist diese Form ideal.

Ein offener Kopfhörer klingt prinzipiell besser als einer geschlossener. Das liegt an der fehlenden Abdichtung, die beim geschlossenen Modell zu Resonanzen führt und den Klang verfälscht. Er ist außerdem luftiger, transparenter, eben offener, während ein geschlossener Kopfhörer oft kompakter klingt. Am besten verwendest Du einen offenen Kopfhörer zu Hause oder im Office, wenn Du ungestört bist. Er ist ein Muss für jeden Klangfetischisten.

Fakten:

  • perfekt für zu Hause und stille Umgebungen
  • sehr angenehmer Tragekomfort
  • natürlicher Klangeindruck

Kopfhörer: geschlossen

Ein geschlossener Kopfhörer, wie der AKG Y50, ist zwischen Treiber und Ohr abgedichtet und isoliert damit ziemlich gut ab. Je nach Ohrpolster und Anpressdruck variiert der Grad seiner Abdichtung – Totenstille ist allerdings nicht immer die beste Wahl. Beim Cruisen mit dem Bike ist es ganz gut, wenn man noch etwas von der Straße hört. Glaub uns: Wir haben das auf die schmerzhafte Weiße gelernt.

In puncto Tragekomfort kann ein geschlossener Kopfhörer nur schwer mithalten und auf Dauer etwas unbequem sein. Dafür sorgt das verschlossene Prinzip für mehr Schalldruck im Ohr, was zu sehr druckvollen Bässen führt. Hier entscheidet einfach Dein persönlicher Geschmack. Die natürlichste Wiedergabe erhältst Du damit jedenfalls nicht. Ansonsten haben geschlossene Kopfhörer den Vorteil, dass Du die Lautstärke nicht voll aufreißen musst. Den nervigen Typ in der U-Bahn blendest Du auch so schon ganz gut aus. Das schont auf Dauer Dein Gehör, was auf jeden Fall für ihn spricht.

Fakten:

  • Besonders für laute Umgebungen geeignet
  • Arbeitswerkzeug im Tonstudio oder als Live-DJ
  • erlaubt es Dir deutlich leiser zu hören

Kopfhörer: halboffen

Koss Porta Pro

Ein halboffener Kopfhörer, wie der Koss Porta Pro, kombiniert das Beste aus beiden Welten. Er isoliert besser nach außen ab, als es offene Kopfhörer können und seine Bässe klingen natürlicher als bei der geschlossenen Form. Sein geringer Anpressdruck sorgt für lang andauernden angenehmen Tragekomfort. Dafür ist seine Außenisolierung nicht so konsequent wie bei geschlossenen Modellen. Offene Kopfhörer sind klanglich transparenter.

Fakten:

  • Für zu Hause und Unterwegs geeignet
  • geringer Anpressdruck sorgt für angenehmes Tragegefühl
  • leichte Geräuschunterdrückung

Over-Ear-Kopfhörer

Unabhängig der Unterschiede zwischen offenen und geschlossenen Kopfhörern wird zusätzlich in ohraufliegende (On-Ear) und ohrumschließende (Over-Ear) Systeme unterschieden. Die Polster eines Over-Ears, wie dem Magnat LZR 580, umschließen Deine Ohren komplett, weshalb er oft etwas besser sitzt und weniger verrutscht.

Over-Ear-Kopfhörer-Tests


On-Ear-Kopfhörer

Sennheiser Urbanite Headphones

Der große Vorteil eines On-Ear-Kopfhörers ist seine kompakte Bauart. Du kannst ihn deutlich leichter verstauen und einfach überall mit hinnehmen. Einige On-Ears lassen sich sogar zusammenfalten, was sie nochmal transportabler macht. Kopfhörer wie der Sennheiser Urbanite haben noch ein Mikrofon im Kabel eingebaut, was sie zum perfekten Partner für Dein Smartphone macht. Während Du telefonierst, hast Du die Hände frei oder kannst auf Deinem Smartphone spielen.

Ganz allgemein gesagt klingen Over-Ear-Kopfhörer etwas besser als On-Ears. Durch den fehlenden Ohrabschluss haben ohraufliegende Modelle teilweise weniger Bass, Tightness und Punsh. Geschlossene On-Ears haben es schwer einen ausgewogenen Klang zu produzieren, weil es ihnen an akustischem Raum fehlt. Offene On-Ear-Kopfhörer haben damit weniger zu kämpfen und liefern zum Teil richtig gute Mitten und Höhen ab. Aber auch sie haben teilweise Probleme, wirklich tiefe Töne abzubilden.

Vor dem Kauf solltest Du Dir genau überlegen, was Dir wichtig ist. Brauchst Du wirklich den perfekten Sound oder bist Du vor allem viel unterwegs und willst guten Klang und maximale Vielseitigkeit. Für den täglichen Gebrauch sind On-Ear-Kopfhörer die richtige Wahl. Außerdem gilt: Je kleiner der Kopfhörer, desto geringer ist oft auch der Preis.

On-Ear-Kopfhörer-Tests


EarBuds

In-Ear-Kopfhörer werden in zwei Kategorien unterteilen: Ear-Buds und In-Ears. Die Ear-Buds klingen in der Regel am schlechtesten von allen. Durch den fehlenden akustischen Abschluss sind sie nicht in der Lage wirklich Bass zu übertragen. Außerdem schließen sie nicht wirklich ab, weshalb Du Umgebungsgeräusche ziemlich laut wahrnimmst.

Ear-Buds sind die Kopfhörer, die Du zusammen mit dem Smartphone bekommst. Sie werden einfach in die Ohrmuschel gesteckt, halten oft nicht richtig und fallen selbst beim Laufen schnell mal raus. Das bekannteste Beispiel – und zugegebener Maßen eines der besseren Modelle – ist der EarPod von Apple.


In-Ear-Kopfhörer

Ein In-Ear-Kopfhörer, wie der Sennheiser CX 2.00i, liefert Dir schon ein richtig gutes Musikerlebnis. Er wird direkt in den Gehörgang gesteckt und schließt entsprechend richtig ab. In-Ears liefern ein hervorragendes Bassverhalten und können selbst mit den besten Over-Ears mithalten. Im direkten Vergleich klingen sie nur nicht ganz so offen wie die großen Modelle, da sie direkt auf den Gehörgang spielen und der Ohrabstand der Over-Ears für einen räumlicheren Eindruck sorgt.

Kopfhörerverstärker

Fostex-HP-A8C Headphone-Amp review

Wenn Du das Beste aus Deinem Kopfhörer herausholen willst, empfehlen wir Dir einen zusätzlichen Kopfhörerverstärker. Der integrierte Kopfhörerausgang am Computer ist eher als Ad-on zu verstehen, als ein richtiger Verstärker.

Der Kopfhörerverstärker wird einfach an den Line-Ausgang des Computers geklemmt. Viele Modelle haben bereits einen Digital-Analog-Wandler integriert, der die Musik vollständig vom Computer trennt. Dazu wird meistens USB als Schnittstelle verwendet. Klanglich erhöhst Du damit den Abstand zwischen Musik und Grundrauschen, erhältst eine räumlichere Wiedergabe und einen volleren Klang. Zwei wirklich gute und vor allem portable Modelle hatten wir mit dem Audioquest DragonFly und dem Meridian Explorer 2 bereits im Test.

Freak-Tipp: Wenn Du das Ganze auf die Spitze treiben willst, holst Du Dir noch einen zusätzlichen Kopfhörerverstärker für Dein Smartphone. Gute Modelle greifen das Digitalsignal vom iPhone und vielen Android-Smartphones per Lightning oder Mini-USB ab und schicken es an seinen mobilen D/A-Wandler. Mit den richtigen In-Ears erhältst Du so eine Klanggewalt, die den großen Systemen fast ebenbürtig ist. Diese Kombination ist absolutes High End für unterwegs.

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